Intel testet 48-Kern-CPU in deutschen Forschungsinstituten - Jetzt mit Video
Intels Forschungsprozessor Single Chip Cloud Computer mit 48 CPU-Kernen wird demnächst in zahlreichen Forschungseinrichtungen getestet, unter anderem in sechs deutschen Instituten. Intel liefert die Systeme nun aus.
Intel verfolgt mit dem Single Chip Cloud Computer (SCC) das Ziel, besonders energieeffizientes Cloud Computing zu ermöglichen. Damit Anwendungen lernen, mit so vielen Threads zu hantieren, müssen sich Forschungseinrichtungen aus aller Welt eingehend mit den neuen Möglichkeiten beschäftigen. Deswegen hat Intel gestern in Braunschweig verkündet, dass man ab sofort 48-Kern-Prozessoren an über 100 Institute in aller Welt ausliefern werde.
In Deutschland sind es mit dem Karlsruhe Institute for Technology (KIT), der RWTH Aachen, der Technischen Universität Braunschweig, dem Hasso-Plattner-Institute Potsdam, der Universität Paderborn und dem Fraunhofer-Institut für Optronik sechs Einrichtungen. Sie werden sich mit parallelem Programmieren beschäftigen. 38 der Forschungseinrichtungen schließen sich dafür zur Many-Core Applications Research Community (MARC) zusammen.
Hintergrund:
Die Taktraten der Samples sollen im Bereich aktueller Atom-CPUs liegen, die mit 1,66 bis 1,86 GHz verkauft werden. Unklar ist allerdings, wie groß die pro-Takt-Rechenleistung eines einzelnen Kernes ist. Ein deutlich einfacherer Aufbau als bei aktuellen Core-CPUs gilt als wahrscheinlich, da die in 45nm gefertigte CPU mit einer TDP von 125W auskommen soll.
"Mit einem solchen Chip wird ein künftiges Cloud-Rechenzentrum um ein Vielfaches energieeffizienter arbeiten als heutige Rechenzentren sowie erheblich Platz und Energiekosten sparen", so Justin Rattner, Chef der Intel Labs und Chief Technology Officer bei Intel. "Ich gehe davon aus, dass diese fortschrittlichen Konzepte im Laufe der Zeit ihren Weg in die Mainstream-Geräte finden. In ähnlicher Weise sind zuvor fortschrittliche Automobil-Technologien wie elektronische Motorsteuerung, Airbags und ABS schließlich in alle Autos eingezogen."
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Ich glaube das der Trend langfristig in Richtung viele aber kleine Kerne gehen wird , denn Intel wird wohl kaum in die Richtung forschen wenn sie nur eine Sparte damit abdecken könnten. Natürlich kann das erst funktionieren wenn die Software auf starke Parallelisierung ausgelegt ist was sicherlich noch mehrere Jahre dauern wird.
Atom-Kerne sind natürlich nur ein Entwicklungszwischenschritt, schon alleine deshalb weil die Atom-Kerne ja auf der alten Pentium Architektur basieren (In-Order-Execution).
Man hat lediglich die Taktraten vergliche, da ja alle Core-basierten CPUs mindestens mit 2 Ghz takten.
Ich glaube das der Trend langfristig in Richtung viele aber kleine Kerne gehen wird , denn Intel wird wohl kaum in die Richtung forschen wenn sie nur eine Sparte damit abdecken könnten. Natürlich kann das erst funktionieren wenn die Software auf starke Parallelisierung ausgelegt ist was sicherlich noch mehrere Jahre dauern wird.
Atom-Kerne sind natürlich nur ein Entwicklungszwischenschritt, schon alleine deshalb weil die Atom-Kerne ja auf der alten Pentium Architektur basieren (In-Order-Execution).