Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

In den nächsten 10 Jahren soll es bei der x86-Architektur mehr Innovation als seit ihrem Bestehen geben. Intel hat sich sehr viel vorgenommen, den Anfang machen die 3D-Designs Foveros und der neue Core Sunny Cove.

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Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus
Quelle: Nico Ernst

Im kalifornischen Los Altos, eine gute halbe Autostunde von Intels Zentrale entfernt, hat der Chiphersteller seinen ersten "Intel Architecture Day" abgehalten. Er soll nun öfter stattfinden, und zumindest die an den verschiedenen Architekturen Interessierten auf dem aktuellen Stand halten. Und wenn Intel schon einmal neue Traditionen beginnt, dann meist mit einem Paukenschlag.

Von Ice Lake und Sunny Cove

Raja Koduri mit Porträt von Robert Noyce Quelle: Nico Ernst Raja Koduri mit Porträt von Robert Noyce Der erfordert aktuell die Gewöhnung daran, dass die x86-Kerne ab Ende 2019 eigene Codenamen haben, die von denen der Produkte unabhängig sind. Genauer: Was bisher als Ice Lake bekannt war, bleibt auch Ice Lake. Die Cores darin heißen aber Sunny Cove und sind eine Weiterentwicklung der Lake-Architektur, aber eine recht kräftige. Diese Trennung zwischen Produkt und x86-Cores ist nötig, weil sie künftig auch räumlich getrennt sind, wenn auch nur um weniger als einen Millimeter.

Die 2017 vorgestellte EMIB-Bauform, bei der Dies verschiedener Strukturbreiten zu einem Package gestapelt werden, wird bei Intel ab Ende 2019 nämlich zum Standard. Dann soll Ice Lake mit Sunny Cove erscheinen - rechtzeitig "zu den Feiertagen", wie Architekturchef Raja Koduri sagte. In den USA ist damit schon der späte Architecture Day: Intel Foveros (3) Quelle: Intel Architecture Day: Intel Foveros (3) November gemeint, denn Thanksgiving ist in den meisten Regionen das wichtigere Fest als Weihnachten.

Foveros-Design

Das EMIB-Design heißt nun Foveros. Es besteht aus einem aktiven Interposer - also mit Logik - und mindestens den x86-Chiplets mit Sunny-Cove-Architektur. Der Interposer kann, mit Ausnahme von Cores, andere Funktionen enthalten, vermutlich wie bei AMDs Zen-2-Packages die I/O-Einheiten. Anders als beim Rivalen sind die Dies aber über- und nicht nebeneinander angeordnet. Zudem lassen sich auf dem Interposer noch andere Dies neben den Stapeln montieren, Intel schlug hier ein LTE-Modem für Notebooks vor.

Andersherum geht das auch: Wenn das gesamte System-in-Package (nicht zu verwechseln mit einem SoC) sparsam genug ist, passt auch noch RAM oben auf den Stapel. Das ergibt dann fast komplette PCs mit 12x12 Millimetern. Für Notebooks und schnelle Spiele-Desktops ist das keine Option, denn, so Koduri: Die Stromversorgung der x86-Chiplets und die gesamte Abwärme des Packages sind die limitierenden Faktoren. Wo da die Grenzwerte liegen, wollte Koduri nicht verraten, es bleibt zu hoffen, dass die aktuelle TDP etwa eines 9900K mit 95 Watt plus Reserven zum Übertakten erhalten bleibt.
Intel Architecture Day: Sunny Cove (8) Quelle: Intel Intel Architecture Day: Sunny Cove (8)

10 Nanometer bei den Chiplets

Doch weniger könnte auch reichen, denn die Sunny-Cove-Chiplets werden mit 10-Nanometer-Technik hergestellt, die vermuteten I/O-Funktionen des Interposers mit 22 Nanometern Strukturbreite. Auch Intels anhaltende Probleme mit der 10-nm-Fertigung dürften zum Schwenk zu Multichip-Modulen (MCM) geführt haben: Die Chiplets sind viel kleiner als ein komplettes CPU-Die mit integrierter Grafik und PCI-Komplex. Intel kann also aus einem guten Wafer mehr Chiplets und damit mehr Packages gewinnen, als das mit einem monolithischen Die möglich wäre. Und der 22-Nanometer-Prozess, unter anderem für PCHs genutzt, läuft seit vielen Jahren gut. Die großen Die, aktuell mit 14++ gefertigt, wird es parallel noch länger geben.
Intel Architecture Day: Sunny Cove (4) Quelle: Intel Intel Architecture Day: Sunny Cove (4)
Wie bei so langfristigen Ankündigungen wie aktuell Sunny Cove üblich gibt es zwar einige Details zur Architektur, aber keine Angaben über die Zahl der Cores pro Chiplet, die Leistungsaufnahme oder gar die Taktfrequenzen. Aus den vorliegenden Daten ist aber ersichtlich, dass Intel sowohl an der Bandbreite bis zur Befehlsausführung bis zu Abarbeitung kräftig gedreht hat. Vor allem der um 50 Prozent auf 48 KByte vergrößerte L1-Cache ist ein Fortschritt, ebenso wie seine zwei Loads und Stores pro Takt, das ist doppelt so viel wie bei den verschiedenen Lake-Generationen. Auch TLB und L2-Caches sollen wachsen - um wie viel, bleibt noch geheim.

Details zur Architektur

Mehr legte Intel zur Verzweigung und der Verarbeitung auf den Tisch, immer im Vergleich mit den Lakes: 5 statt 4 Allokatoren, 10 statt 8 Ports zu den Rechenwerken sowie 4 statt 3 Adressgeneratoren (AGU) sind geboten. Das sollte die Rechenwerke wohl gut auslasten - wie die genau erweitert wurden, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Spannend wären hier unter anderem mehr Register für die FPU, sie hat Intel seit Haswell nicht mehr angefasst. Auffällig sind aber zwei statt vorher einer Store-Einheit, das ist zumindest auf dem Papier mehr, als die vergrößerten Caches erfordern. Andererseits kann Intel aber auch schlecht anderthalb Stores einbauen.

Das Ziel all der Verbesserungen liegt auf der Hand und wurde von Intel auf dem Architecture Day auch stets wiederholt: Mehr IPC, also Befehle pro Takt. Hier haben schon die Lakes gegenüber AMDs Zens einen Vorteil, der bei gut in Threads aufgeteilten Programmen wie aktuellen Spielen durch die vielen Cores vor allem bei den Threadrippern aufgefangen werden können. Von mehr IPC profitiert aber jede Software, auch 10 und mehr Jahre alte Programme wie so manche Branchenlösung oder Tools zur Verarbeitung von digitalen Medien. So mancher Audio-Filter oder auch manche Bildverarbeitung-Plugins sind für ihr schlechtes Threading bei Medienprofis geradezu berüchtigt. Mehr IPC hilft hier ohne weiteres Zutun der Programmierer. Da aber noch nicht bekannt ist, wieviel mehr IPC AMD mit Zen 2 liefern will, hielt sich hier auch Intel merklich zurück. Alles unter 20 Prozent wäre wohl enttäuschend, alles über 30 Prozent ein ziemlich großer Sprung, wie ihn nach viel mehr Jahren Wartezeit nur AMD mit dem Wechsel von Bulldozer zu Zen hinlegen konnte.

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    • Kommentare (73)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von geisi2
        Ach Gottchen, es wird die "ich hab keine Argumente also wirds persönlich" Karte gezogen.
        Wirkt doch etwas hilflos.

        Nein, der 9900k ist toll wie das ganze 9th Generation Line-Up.
        Verkauft sich ja wie warme Semmeln. Weil ja technisch so überlegen und man "nur" den üblichen Premium Aufschlag bezahlt.
        Paukenschlag: AMD ueberholt Intel

        Bin ja gespannt wie sich das in der Sparte weiterentwickelt wenn Zen2 auf dem Markt ist.
        Stimmt!
        Das ist allerdings auch persöhnlich.
        Aber dazu müsste man wissen, was zuvor geschrieben wurde. Wenn ich mich dazu verleiten lasse, dann nicht ohne Grund.
        Also Bitte fair bleiben.

        Zitat von geisi2
        Schön gesagt, "mögliches...". .
        Aber ich verstehs...mal ein Zitat dazu:
        Wenn du mitten im Rennen merkst, du hast dich aufs falsche Pferd gesetzt, oder du merkst, dein Pferd ist 'n Intel,
        dann nützt das ja alles nichts. Dann musst du weitermachen! Nach dem Prinzip funktionieren ja auch die meisten Ehen.
        (Stromberg, leicht abgewandelt)
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von geisi2
        Ach Gottchen, es wird die "ich hab keine Argumente also wirds persönlich" Karte gezogen.
        Wirkt doch etwas hilflos.

        Nein, der 9900k ist toll wie das ganze 9th Generation Line-Up.
        Verkauft sich ja wie warme Semmeln. Weil ja technisch so überlegen und man "nur" den üblichen Premium Aufschlag bezahlt.
        Paukenschlag: AMD ueberholt Intel

        Bin ja gespannt wie sich das in der Sparte weiterentwickelt wenn Zen2 auf dem Markt ist.
        Stimmt!
        Das ist allerdings auch persöhnlich.
        Aber dazu müsste man wissen, was zuvor geschrieben wurde. Wenn ich mich dazu verleiten lasse, dann nicht ohne Grund.
        Also Bitte fair bleiben.

        Zitat von geisi2
        Schön gesagt, "mögliches...". .
        Aber ich verstehs...mal ein Zitat dazu:
        Wenn du mitten im Rennen merkst, du hast dich aufs falsche Pferd gesetzt, oder du merkst, dein Pferd ist 'n Intel,
        dann nützt das ja alles nichts. Dann musst du weitermachen! Nach dem Prinzip funktionieren ja auch die meisten Ehen.
        (Stromberg, leicht abgewandelt)
      • Von geisi2 Freizeitschrauber(in)
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von wolflux
        1. Das setzt freilich ein komplett funktionierendes System Vorraus.
        2, Zu einer Meinung die von einem 15 Jährigen stammen könnte, kann ich nicht Schlüsseln.
        Und ich gebe mir wirklich Mühe.
        Ach Gottchen, es wird die "ich hab keine Argumente also wirds persönlich" Karte gezogen.
        Wirkt doch etwas hilflos.

        Nein, der 9900k ist toll wie das ganze 9th Generation Line-Up.
        Verkauft sich ja wie warme Semmeln. Weil ja technisch so überlegen und man "nur" den üblichen Premium Aufschlag bezahlt.
        Paukenschlag: AMD ueberholt Intel

        Bin ja gespannt wie sich das in der Sparte weiterentwickelt wenn Zen2 auf dem Markt ist.
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von Zappaesk
        Interessante Argumentation. Warum sollte denn etwas nicht innerhalb von 6 Monaten fertig werden an dem man seit 3 Jahren arbeitet? Oder meinst du die brauchen noch ein Jahr nur um dann in nem halben sagen zu können:

        "Glaubt irgendwer ernsthaft, dass sie einen Prozess in 6 Monaten gefixt bekommen, den sie in den letzten 3,5 Jahren nicht geschafft haben?" (ich habe mir erlaubt es grammatikalisch richtig zu stellen)

        Es ist nunmal so, dass mehrjährige Entwicklungsprozesse irgendwann 6-8 Monate vor ihrer Fertigstellung stehen und es ist so, dass bei Intel ein Haufen fähiger Leute arbeitet. Kann schon sein, dass der Prozess, so wie er geplant war, nicht funktioniert und deswegen nie fertig wird. Aber ohne Details zu kennen ist eine solche Aussage erst mal haltlos. Genauso gut könnte der Prozess in 6 Monaten stehen, oder auch in 3... Es bleibt einem nur das Abwarten...
        An dem 10 nm Prozess arbeitet Intel schon weit länger, als 3 Jahre.
        Vor 3 Jahren sollte 10nm in Serienproduktion gehen.
        Ab 2014 folgten 4 Jahre an Verschiebungen im schönen Halbjahrestakt.
        Inzwischen sagen sie immerhin Ende 2019.

        Daher ist die Zuversicht zu "In X Monaten sind wir fertig" Aussagen beim 10nm Prozess und dessen Produkten eher gering.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von gaussmath
        Ich bin von 10-15% IPC-Steigerung, monolithischem Design und einem Launch 2020/21 ausgegangen. Insofern kommt es völlig anders, wenn es denn tatsächlich so kommt.

        Haha! Vermutlich will Intel genau das erreichen. Aber nicht mit mir. Das ist für mich erstmal nur hohles Marketing. Wenn die ersten Tests zu Zen 2 kommen, das ist real. Lange dauert das nicht mehr. Ich steige definitiv auf Zen 2 um, dann ist erstmal Ruhe mit CPUs bei mir. Ne neue Grafikkarte fehlt dann noch. Das wird wieder spannend.
        Da ich wieder aktiver werden will in diesem meinem Hobby und wieder öfter schrauben will, kommt am Ende dabei noch raus, das ich 2019 auf ZEN2 aufrüste und 2020 dann auf Intel, oder ZEN 3.

        Momentan ist das alles nur hohles Marketing, bei AMD und Intel. Letztendlich muss man immer erst sehen, wie die Tests aussehen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Architecture Day: Intel setzt auf Chiplets und ruft Ära der Architektur aus

        Zitat von geisi2
        Warum hat es dann Intel nicht früher umgesetzt. Jetzt hechelt man hinterher....
        Multi-Chip-Packages nach AMDs-"Vorbild" hat Intel erstmals 1995 verkauft. Zur Jahrtausendwende hatten dann beide Hersteller heterogene MCMs im Angebot, symmetrische gab es im x86-Markt erstmals mit dem Pentium D und später dann mit den Magny-Cours-Opterons; beide Hersteller haben die Bauweise aufgrund prinzipbedingter Nachteile immer wieder aufgegeben. Die MCM-Bauweise der großen Zen-CPUs war keine Neuerung, sondern die dritte x86-Rückkehr eines Grundgedankens, den beispielsweise IBM seit langer Zeit permanent einsetzt. Selbst die asymmetrischen Zen2-Packages sind kein neuer Grundgedanke; einen getrennten I/O-Die hatten wir im Desktop schon bei Intels Clarkdale.

        Zitat von geisi2
        Was ist denn mit dem 9900k? Eine "richtig gute" CPU. Sauteuer und am Limit. Gerade wenn man an die 5GHz geht.
        Jetzt kommt AMD mit ihrem "billigem" und "schlechterem" Chiplet Design daher und wird wohl was Single Core angeht mit Intel gleichziehen. Multicore...brauchen wir nicht reden bei 12-16 Kernen zum Preis von 8 Intel Kernen. (Jetzt mal nett für Intel gemeint...wahrscheinlich wird der 12 Kerner billiger sein als der 9900k). AMD fertigt also billiger und die Performance ist MINDESTENS ebenbürtig ausser AMD bekommt es hin das Zen2 "nur" so schnell ist wie Zen+ im SC und nur über mehr Kerne mehr Leistung bringt. Glaub ich allerdings nicht aber wir werdens ja in Kürze sehen.

        Und jetzt erzähl uns allen nochmal das Märchen von der Überlegenen Intel Architektur.
        Für mich hat AMD da momentan weit die Nase vorne...
        Du ziehst einen Vergleich auf der Basis von Endkundenpreisen und vergleichst somit keine Architekturen, sondern die Preispolitik der Hersteller. Die ist bei Intel sehr kundenun- respektive aktionärsfreundlich, aber das sagt nichts über die technischen Möglichkeiten aus.

        Zitat von Zappaesk
        War ja klar, dass hier jetzt die Häme voll zuschlägt. Bloß frag ich mich ob hier wirklich AMD kopiert wird oder ob es sich um eine in Teilen parallele Entwicklung handelt.
        fassen wir doch mal die Fakten zusammen:
        - AMD ist jetzt seit gut 1,5 Jahren auf dem Markt mit dem "gelebten" Design
        - eine neue Arch zu entwickeln dauert wie lange? 3-5 Jahre?

        Wie wahrscheinlich ist es also, das Intel dieses neue Design als Reaktion auf Zen gebracht hat? Ich kann das nicht ausschließen, glaube aber, dass hier eher weniger kopiert wurde, sondern eben ähnliche Ideen umgesetzt wurden. Sicherlich beschleunigt aufgrund des Erfolgs von AMD. Immerhin müssen die um Ende nächsten Jahres erste Produkte bringen zu können schon angefangen haben bevor Zen kam.
        Eine komplett neue Architektur braucht locker 10 Jahre. "Bulldozer" hat AMD beispielsweise erstmals öffentlich erwähnt als Intel Netburst vorstellte. Allerdings hat Intel seit Netburst auch selbst keine komplett neue Architektur mehr im gehobenen Desktop-Segment eingeführt (weiter unten war die erste Runde Atoms komplett eigenständig), sondern aktualisiert seit Core-Zeiten immer wieder einzelne Elemente der Chips während andere Teile in der nächsten Generation dran sind. Die jetzt gezeigten Chips betreffen alle Ice Lake, über den schon 2015 semi-öffentlich geredet wurde und die verwendeten Techniken sind seit mindestens einem Jahrzehnt das erklärte Ziel der Package-Entwicklung zumindest im mobilen Bereich. Ich würde nicht ausschließen, dass die Kombination in einem für 2019 geplanten Prozessor erst vor relativ kurzer Zeit, möglicherweise nach AMDs Zen-Launch beschlossen wurde. Immerhin hätte Ice Lake nach ursprünglichen Planungen schon 2017 erscheinen sollen, lange bevor die neue Package-Technologie zur Verfügung stand. Aber ich glaube nicht, dass es eine Reaktion auf AMD war – eher eine auf die eigenen Probleme mit der 10-nm-Fertigung: Wenn ein neues Produkt wegen Stillstand an einer Stelle erst Jahre später auf den Markt kommt, wieso sollte man dann nicht gleich die an anderer Stelle gemachten Fortschritte integrieren?

        Zitat von Olstyle
        Nope, sind zwei separate. Einfach Mal nach Pentium D Delid suchen. Z.B.
        https://www.overclock.net...
        Hängt von der Generation ab: 2005er Pentium D (800er) mit 90-nm-Smithfield-Kern bestanden aus zwei Prescott-Prozessoren, die auf einen monolithischen Die ausbelichtet wurden. Die zweite Generation von Anfang 2006, die außer Rekordübertaktern kaum jemand mitbekommen hat weil kurze Zeit später Conroe am Horizont auftauche trug 900er Nummern und bestand aus zwei getrennten 65-nm-Cedar-Mill-Pentium-4-Dies, die auf einem gemeinsamen Package zu einem "Presler"-Pentium-D vereint wurden. Logisch/elektrisch ist das Prinzip gleich, ich bin nicht einmal sicher ob die getrennten Kernbereiche von Smithfield auf dem Die oder auf dem Substrat verbunden waren, aber die Zahl der Silizium-Chips unterscheidet sich.
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