Abstürzende Core-CPUs: Intel hat noch kein Erkennungs-Tool
Seit Monaten schlägt sich Intel mit Problemen mit den Core-CPUs der 13. und 14. Generation herum. Jetzt ist die Ursache bekannt, ein Erkennungs-Tool für betroffene Hardware gibt es aber noch nicht.
Ende September hat Intel endlich bekannt gegeben, dass sie die Ursache für die infolge einer vorzeitigen Produktalterung ("Degeneration") mit der Zeit instabil werdenden Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" gefunden haben. In der Folge gab es Anweisungen zur korrekten Nutzung, um das Problem zu vermeiden, und ein Mikrocode-Update, das die ganze Problematik ein für alle Mal aus der Welt schaffen soll. Was das Update allerdings nicht kann, ist, schon entstandene Schäden rückgängig zu machen. Zudem hat Intel noch kein zuverlässiges Tool gefunden, mit dem beschädigte Hardware einfach erkannt werden könnte.
Kurz gesagt bedeutet das, dass Prozessoren schon von dem Problem betroffen sein können, ohne dass die jeweiligen User davon wissen. Im schlimmsten Fall kommt es dadurch in der Zukunft zu weiteren Abstürzen. Ein Erkennungs-Tool wäre hier ziemlich hilfreich. So könnte Intel betroffene CPUs austauschen, bevor es zu Problemen und möglicherweise dem Verlust von wichtigen Daten kommt. Gegenüber tomshardware versicherte der Hersteller, dass aktuell intensiv nach einer Möglichkeit gesucht wird, ein solches Tool zu erstellen und so möglichst weiterem Ärger bei den Käufern vorzubeugen. Bis dahin bleibt aber eine gewisse Unsicherheit bei der Nutzung der potenziell betroffenen CPUs bestehen.
Immerhin hat Intel die Garantie für die Prozessoren um zwei Jahre verlängert. Der Garantiezeitraum beträgt also insgesamt fünf Jahre. Wenn also in den nächsten Monaten Probleme auftreten, die auf die Situation vor dem Update zurückzuführen sind, bekommen Käufer kostenlos Ersatz. Unabhängig davon rät Intel Usern der CPUs, die Intel Standardeinstellungsempfehlungen für Intel Core 13th und 14th Gen Desktop-Prozessoren aktiviert zu lassen. So sollen sich die Probleme am einfachsten verhindern lassen. Die PL1 und PL2 Power Limits können trotzdem angehoben werden, ohne dass sich dadurch etwas an der Garantie verändert.
Quelle: tomshardware.com

Falls du stattdessen die oxidierten Bumps bei 13000er meinst: Betrifft laut Intel nur eine einzelne Charge/wenige Produktionswochen. Ich glaube es gibt irgendwo sogar eine Liste gefährdeter Lots.
PL1 und PL2 sind kein Bestandteil des Microcodes und statt von dir suggerierter "Marketing vs. AMD"-Vorteile hatte Intel durch die Fehler der Board-Hersteller eigentlich nur Nachteile. Erhöhte Spannungen und Power Limits jenseits der 253 W ändern an der Performance so gut wie nie etwas, weil die CPUs vorher im (unveränderten) Taktlimit landen. In meinen Alder-Lake-Tests haben 241-W-konforme Platinen einen Prime-95-Takt von 4,28 GHz (inkl. E-Cores) erzählt, der Rekord unter den Überschreitern waren 4,30 GHz bei 320 W. 253 W statt 125 W bringt in Anwendungen auch nur wenig (ich glaube Intels eigene Angabe waren 15 Prozent) und in Spielen gar nichts, weil die Auslastung dort entsprechend schlechter. In soliden Tests hat Intel durch diese Freischaltungen einfach nur schlechtere Effizienznoten durch den explodierenden Verbrauch in Anwendungen bekommen und bei Verbrauchern reihenweise schlechtere Performance oder miserable Ergonomiebeurteilungen, da viele Kühllösungen 253 W gar nicht oder nur sehr laut auf Dauer abführen könnten und >>300/350 W mit normalen Methoden aus dem Package abgeführt werden konnten. Ergebnis: Throtteling.
2: https://www.igorslab.de/e...
Hab ja auch nicht gesagt, dass die PL's Microcode sind. Oder dass es zwingend mehr Leistung bringt, wenn man die unlimitiert.
Ich hab geaagt eTVB ist Microcode.
Falls du stattdessen die oxidierten Bumps bei 13000er meinst: Betrifft laut Intel nur eine einzelne Charge/wenige Produktionswochen. Ich glaube es gibt irgendwo sogar eine Liste gefährdeter Lots.
Das wurde von Intel natürlich niemals zertifiziert, aber stillschweigend geduldet...das war dem Marketing vs. AMD geschuldet.
Das Prinzip war so "...wenn du es kühlen kannst, kannst du es machen".
Was später dazu geführt hat, dass Intel den Boardpartnern die Schuld gab, obwohl der fehlerhafte Microcode von Intel kam....es ist eine riesen Sauerei!
Intel war unter Zugzwang. N7 kam Jahre zu spät, Ryzen war sauschnell...also hat Intel den elektrischen Vorschlaghammer rausgeholt.
RaptorLake/refresh ist als 125W-CPU klassifiziert und von Intel (bei ausreichender Kühlung) für 253W PL2 und einer Stromstärke (never exceed!) von 400A freigegeben. Den Boardpartnern hat Intel allerdings keine Vorgaben gemacht, die Intel-Specs auch einzuhalten.
Deren OC Profile (dazu gehört ggf. auch XMP) sind dann 4.095W und 507A.
Das wurde von Intel natürlich niemals zertifiziert, aber stillschweigend geduldet...das war dem Marketing vs. AMD geschuldet.
Das Prinzip war so "...wenn du es kühlen kannst, kannst du es machen".
Was später dazu geführt hat, dass Intel den Boardpartnern die Schuld gab, obwohl der fehlerhafte Microcode von Intel kam....es ist eine riesen Sauerei!
Genau das hat Intel mit 0x0125 (oder 0x0129, weiss nicht mehr genau) adressiert.
Und wenn der Chip einmal degradiert ist, resultiert die Instabilität auch aus einem Spannungsproblem. Weil ein Chip mit deutlich erhöhtem elektrischen Widerstand die elekrischen Betriebspunkte bei der normal vorgesehenen Betriebsspannung garnicht mehr einhalten kann...weil er so einfach nicht mehr den Spezifikationen entspricht.
Dass das nun ausgerechnet den CTC betrifft, ist schlicht und einfach eine Katastrophe.
Intel hat ja nicht umsonst so lange gebraucht, um die betroffene Komponente zu identifizieren, obwohl das Problem mir der TVB-Overvoltage mindestens seit Februar bekannt war.