Intel arbeitet an "Ein-Chip-Rechner"
Bei "Tolapai" handelt es sich um einen Projekt, bei dem sowohl North- als auch Southbridge mit in die CPU wandern sollen. Laut internen Dokumenten will Intel damit wohl Ende 2007 den Markt für Embedded-Systeme und Industrierechner attackieren, in dem sich schon die Konkurrenten VIA (C7) und AMD (Geode) tummeln.
"Tolapai" soll dabei auf einem "abgespeckten" Pentium-M-Kern mit 256 kByte L2-Cache beruhen, welcher mit Taktraten von 600, 1.066 oder 1.200 MHz betrieben werden kann. Somit dürfte der Chip problemlos mit jedem x86-kompatible Betriebssystem auf Anhieb zusammenarbeiten. Der maximale Stromverbrauch soll sich abhängig von der jeweiligen Taktrate zwischen 13 und 22 Watt bewegen. Der integrierte Speichercontroller unterstützt maximal zwei Gigabyte DDR2-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus mit Taktraten von 400 bis 800 Mhz.
Zu den weiteren Features gehören drei Gigabit-LAN-, zwei USB-2.0- und zwei SATA-Anschlüsse sowie ein PCI-E-x8-, zwei PCIE-x4 und zwei PCIE-x1-Slots. Auch an die Unterstützung älterer Schnittstellen wie Floppy-, RS232- und PS/2-Ports sowie parallele und serielle Anschlüsse wurde gedacht. Als besonderes Feature unterstützt der Chip mit AES, 3DES, RC4, MD5, SHA-1, SHA-224, SHA-256, SHA-384, SHA-512, HMAC, ESA und DAS ebenso wie VIAs C7- und C3-Prozessoren alle gängigen Ver- und Entschlüsselungsmethoden in Hardware.
Gefertigt werden soll Intels Ein-Chip-Lösung per 65nm-Verfahren im 1088-ball FCBGA-Package mit einer Seitelänge von 3,75 x 3,75 cm. Intel beliefert seine Kunden schon mit ersten Referenzboards, welche über zwei DDR2-Speicherbänke, einen physikalischen PCI-E-x8-Slot der mit vier Lanes angebunden ist, vier PCI-E-x1-Slots, drei Gigabit-LAN-Anschlüsse und einen Standard-ATX-Stromanschluss verfügen.
