Intel Tiger Lake: Folien mit den Spezifikationen der 10-nm-Mobile-Chips geleakt
Im Netz haben mal wieder geleakte Folien aufgeschlagen. Dieses Mal gehören sie zu Intels kommender Mobile-Generation, den in 10 nm gefertigten Tiger Lake-Prozesssoren. Demnach werden die Chips mit einer TDP von bis zu 28 Watt erhältlich sein und vier CPU-Kerne mit zwei iGPU-Clustern (Gen12/Xe) kombinieren.
Intel hatte lange mit dem 10-nm-Prozess zu kämpfen. Letztes Jahr konnte man immerhin schon einen Teil des mobilen Segmentes mit Ice Lake abdecken. Nachfolger Tiger Lage steht inzwischen in den Startlöchern und soll von Beginn an breiter verfügbar sein, wie Intel unlängst klarstellte. Leaks, im konkreten Fall in Form von Folien, haben nun abermals ihren Weg ins Internet gefunden.
Vieles davon war auch schon im Vorfeld durchgesickert. So auch der Umstand, dass die TDP-Spanne bis 28 Watt reichen soll. Ice Lake gab es überwiegend in der 9- und 15-Watt-Klasse, wobei vereinzelt auch 28-Watt-Modelle gesichtet wurden. Im Macbook Pro 13 (Early 2020) etwa rechnen spezielle Ice Lake-U-Prozessoren mit besagter TDP.
Tiger Lake-Y soll nun nominal auf 9 Watt kommen, allerdings können die Prozessoren auch auf 5 Watt begrenzt oder auf 15 Watt befeuert werden. Das wird von den jeweiligen Einsatzzwecken beziehungsweise der Kühllösung und damit dem jeweiligen Gerätehersteller abhängen. Tiger Lake-U hat laut Folien eine nominale TDP von 28 Watt, kann aber auch mit 10 und 15 Watt betrieben werden. Spielraum jenseits der 28 Watt sieht Intel offenbar nicht vor.
Tiger Lake wird in den Folien als 4+2-Konfiguration geführt. Das meint nicht etwa unterschiedlich starke CPU-Kerne wie beim Mehrschicht-Prozessor Lakefield, sondern bezieht sich auf vier CPU-Kerne mit zwei iGPU-Clustern aus Intels Gen12- aka Xe-Grafik. Tiger Lake soll mit maximal 96 Execution-Units bis zu 768 Shader-Einheiten in Stellung bringen.
Doppelt so schnelle iGPU dank Xe-Grafik?
In dem Zusammenhang lesen sich die Leistungsprognosen vielversprechend. Verglichen mit Gen11, wie sie in Ice Lake-Prozessoren zum Einsatz kommt, soll sich die GPU-Leistung nicht weniger als verdoppeln. Mit Blick auf die neunte Generation sieht man sogar eine Vervierfachung der Grafikleistung.
Laut Folien unterstützt Tiger Lake VP1-Decoding und soll auch H.265 (HEVC) mit 12-Bit-Farbtiefe dekodieren können. Mit VP9 können die Tiger-Lake-SoCs dies ebenfalls, sagen die Folien.
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Spannend wird letztendlich sein, wann Intel Tiger Lake veröffentlicht. Laut Intel erscheinen die Prozessoren (und entsprechende Geräte) bereits Mitte 2020. Intels Finanzchef George Davis sagte Ende April, dass man den 10-nm-Prozess mittlerweile besser im Griff hat und im ersten Quartal 2020 bereits doppelt so viele Tiger Lake- wie seinerzeit Ice Lake-Prozessoren fertigen konnte.
Quelle: @momomo_us (Leak 1, Leak 2) via Videocardz

Encoding wäre interessant
Ob diese Prozessoren aber dann soviel kälter werden, wird man noch sehen müssen, eine neue Architektur vorrausgesetzt.