Intel: Spectre und Meltdown könnten Cloud-Marktanteile verringern
Die potenziellen Leistungseinbußen, die die Sicherheitslücken Spectre und Meltdown hervorrufen, werden von Cloud-Anbietern kritisch betrachtet. Einige Firmen überlegen den Wechsel weg von Marktführer Intel, neben CPUs von AMD sind auch solche auf Basis von ARM oder der Power-Architektur denkbar.
Einige Anbieter von Cloud-Computing- und Cloud-Sotrage-Diensten erwägen, in Folge der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre, den zukünftigen Wechsel hin zu Konkurrenzprodukten. So erwartet Infinitely Virtual, ein Cloud-Anbieter, dass Intel entweder die Produkte austauscht oder zumindest den Leistungsverlust mir Rabattaktionen entschädigt.
Während die Leistungseinbußen, durch entsprechenden Gegenmaßnahmen für die beiden Lücken, für Privatanwender zumeist noch nicht dramatisch waren, gab Microsoft bekannt, dass die Patches signifikante Leistungseinbußen bei Servern nach sich ziehen könnten. Je nachdem, wie gravierend diese wirklich ausfallen, erhöht das natürlich die Attraktivität von Konkurrenzplattformen.
Andere Prozessorhersteller sind zwar auch von einem Teil der Lücken betroffen, doch keiner so stark wie das im Cloud-Segment marktführende Unternehmen Intel. Der am nächsten liegende Konkurrenz ist natürlich AMD, die mit den neuen Epyc-Prozessoren nach mehreren Jahren der Abstinenz wieder konkurrenzfähig aufgestellt sind. Ein Wechsel wäre hier nicht schwer, da aufgrund des identischen Befehlssatzes von Intel- und AMD-Prozessoren keine weiteren Anpassungen an den Software mehr getätigt werden müssten.
Doch auch andere Unternehmen sind für Cloud-Anbieter interessant. Gleb Budman, CEO des Onlinespeichers Backblaze, gab bekannt, dass ein Wechsel zu ARM-Prozessoren keineswegs undenkbar sei - sofern ARM effizienter oder günstiger als x86 wird. Je mehr Intels Prozessoren durch die Patches verlieren desto attraktiver werden Angebote, die bislang langsamer waren.
Neben ARM und x86 gibt es natürlich noch weitere Alternativen: Für einige Aufgaben eignen sich auch die GPUs von AMD und Nvidia, die von den beiden Sicherheitslücken nicht betroffen sind. Zudem gibt es auch immer noch IBMs Power-Architektur.
Quelle: Reuters

1)man wird auch weiterhin Milliarden schäffeln bis man das Problem mit einem CPU Redesign in ca 5 Jahren ordentlich angegangen ist.
2) man wird in nächster Zeit immer mehr solche Sicherheitslücken finden, die zu einem Teil auch auf AMD so sein werden.
dank AMD gibt es bezahlbare (<200€) 6C/12T cpus mit guter IPC und moderaten stromverbrauch.
da greif ich doch nicht zu intel. spectre und meltdown mal außen vor.
Sollte es wirklich "schlimm" werden, sehen wir doch schon an Nvidia vs. AMD im Grafikkartensegment, wie es dann läuft.
Intel selbst ist zudem einfach zu groß und etabliert um "weg" zu sein.
Man kann nur hoffen das VIA wirklich wieder einen Fuß im x86 CPU Bereich setzt und sich dort auch etablieren kann und nicht wieder verschwindet.
AMD gönne ich das Geld, in der Hoffnung Zen 3 wird richtig, richtig geil und die endlich kaufbare GPUs rausbringen, mit denen man spielen und nicht minen kann