Intel Rocket Lake soll auch auf bestehenden Sockel-1200-Mainboards funktionieren
Es wurde bereits vermutet, dass Intels kommenden Rocket-Lake-Prozessoren auch auf den bereits erhältlichen Mainboards mit Sockel 1200 funktionieren werden. Ein Gerücht von Momomo_us bestätigt das nun - mit Verweis auf Asrock und Biostar.
Im ersten Quartal 2021 will Intel angeblich die neuen CPUs mit dem Codenamen Rocket Lake vorstellen und auf den Markt bringen. Bei näheren Details zu der neuen Prozessorgeneration muss man sich derzeit aber noch auf die Gerüchteküche verlassen, denn Intel hat bis jetzt noch keine Details bekanntgegeben.
Läuft Rocket Lake auf bereits erhältlichen Mainboards?
Aktuell geht man davon aus, dass Rocket Lake die alte Skylake-Architektur ablöst und durch Sunny-Cove-Kerne ersetzt, während als IGP eine der neuen XE-GPUs verbaut wird. Das fertige Produkt soll dann in 14 nm gefertigt werden und auf dem bereits existierenden Sockel 1200 Platz finden. Gleichzeitig wären für diesen dann die neuen Chipsätze der 500er-Familie eingeplant.
Ob trotz des identischen Sockels eine Aufrüstung auf Basis eines bestehenden Mainboards möglich sein wird, ist bislang nicht eindeutig bekannt. Der bekannte Leaker Momomo_us hat nun aber offenbar zwei Quellen ausgemacht, die genau das bestätigen.
Einerseits handelt es sich um ein Werbebanner von Biostar, das die eigenen Mainboards mit einer Kompatibilität zur 11. Core-Generation von Intel, Rocket Lake, bewirbt. Die zweite Information betrifft Asrock-Mainboards, die sich angeblich durch ein BIOS-Update für Rocket Lake fit machen lassen. Konkret werden dafür diverse Modelle mit Z490-, W480- und H470-PCH aufgelistet. Es ist indes nicht ersichtlich, warum nicht auch alle anderen Mainboards zu den neuen Prozessoren kompatibel sein sollten.
Passend zum Thema: Intel Rocket Lake: Massenproduktion ab Januar, Release ab März?
Da manche Sockel-1200-Mainboards zum Launch mit einer Unterstützung für PCI-Express 4.0 beworben wurden, obwohl die aktuellen Prozessoren von Intel (Comet Lake) die Schnittstelle noch gar nicht unterstützen, war diese Kompatibilität wohl absehbar. Andererseits hat Intel in letzter Zeit nicht unbedingt mit übermäßiger Kundenfreundlichkeit geglänzt, was die Einführung neuer Sockel angeht. Somit bleibt zu hoffen, dass die Informationen von Momomo_us stimmen und Bestandskunden wirklich problemfrei auf Rocket Lake wechseln können.
Quelle: via Videocardz

). Die Zen3-CPUs sind aktuell schlicht teuer und das sieht selbst beim 6-Kerner nicht anders aus:
Darüber hinaus war der wesentliche Punkt in diesem Absatz meinerseits aber auch lediglich, dass man hier im Gaming (für weniger braucht man kein Zen3 und mit mehr rutsch man aus der Definition "Mainstream-Workload" raus) aktuell bei bspw. dem 12-Kerner mit einem deutlichen Aufpreis für überschaubar mehr Leistung rechnen muss. Würde ich mir jetzt eine neue Plattform zusammenbauen, würde ich wahrscheinlich eher zu einem 3900X als zu einem 5900X greifen (die Verfügbarkeit mal ignorierend
3600X 209 €
3600XT 239 €
5600X 339 € (+42 % bis +62 %)
AMD hat hier pauschal auf alle Zen3-CPUs 50 US$ aufgeschlagen und die schlechte Verfügbarkeit trägt ihr Übriges dazu bei. Beim 8-Kerner dürfte sich die Teuerung gar noch deutlicher bemerkbar machen, denn hier hat man nun nicht (wie bei Zen2) den Fehler gemacht ein nahezu gleichwertiges Produkt für weniger Geld anzubieten, sondern hier gibt es (vorerst) nur einen 5800X, d. h. der Unterschied beträgt hier alleine schon bzgl. der MSRP in dieser speziellen Betrachtung 120 US$ i. V. z. 3700X. Das sind alleine von von Seiten AMD ausgehend +36 %, jedoch noch schiefer wird der Vergleich, wenn man die aktuell gehandelten Preise berücksichtigt, denn dann muss man derzeit mit einem Aufschlag von +75 % rechnen bei diesen beiden 8-Kernern. Die aktuelle Marktsituation macht ein Upgrade derzeit höchst unattraktiv.
Btw, der 8K-Vergleich war unsinnig, da der gar noch praxisferner ist als die 720p-Tests.
720p:
5900X/DDR4-3200 : 174 Fps (+20 %)
3900XT/DDR4-3600: 145 Fps
10900K/DDR4-2933: 166 Fps
1080p:
5900X/DDR4-3200 : 156 Fps (+10 %)
3900XT/DDR4-3600: 142 Fps
10900K/DDR4-2933: 145 Fps
1440p:
5900X/DDR4-3200 : 137 Fps (+5 %)
3900XT/DDR4-3600: 131 Fps
10900K/DDR4-2933: 134 Fps
Kommt drauf an.
Der 1200er Sockel der schon auf PCIe 4.0 ausgelegt ist und überall schöne Bepperle aufgeklebt bekommen hat, das bestimmte Bereiche nicht mit den Comet Lake-S CPUs genutzt werden kann, da diese kein PCIe 4.0 können wegen der fehlenden Lanes. Dieser 1200er Sockel kann jetzt also auch für Rocket Lake CPUs, die ja auch eigentlich auf das MB gehören und nicht die Coffee Lake Ableger Comet Lake-S, können jetzt also auch mit den neuen Rocket lake CPUs betrieben werden.
Wäre das nicht der Fall, hätte es garantiert in den USA wieder eine Sammelklage wegen Betrug gegeben, wenn man PCIe 4.0 MBs verkauft und zunächst mit einer modifizierten Coffee Lake CPU betreibt ala Comet Lake-S, da die eigentliche CPU die auf den 1200er Sockel gehört, erst in 2021 Released wird.
Zum eingentlichen Sachverhalt: Dass RKL wie auch CML LGA1200-kompatibel sein wird, ist eigentlich schon seit langem klar.
Ursprünglich hätte bereits CML PCIe4 bereitstellen sollen und das ist auch der Grund, warum die HighEnd-Boards (zumeist Z490) zu einem nennenswerten Teil schon auf PCIe4 ausgelegt sind (d. h. die haben entsprechende Bausteine, bspw. Redriver, Repeater, Retimer für PCIe 4 auf dem PCB). Wenn man den sporadischen Leaks seitens vereinzelter MB-Hersteller Glauben schenken darf, dann hatte Intel vorranging mit PCIe4-Signal-Jitter beim Chipsatz zu kämpfen und anscheinend entschloss man sich daraufhin die gesamte CML-Plattform ohne PCIe4-Funktionalität zu veröffentlichen. Für die meisten MB-Hersteller kam Intel's Entscheidung jedoch zu spät und die Boards waren fertig entwickelt und vielfach auf PCIe4 ausgelegt worden *) und nur die wenigsten Hersteller wollten nun noch einmal zurück ans digital Reißbrett, d. h. die beließen die Designs weitestgehend so und klebten einen "PCIe4-ready"-Sticker drauf, wohlwissentlich, dass RKL auch noch auf LGA1200 folgen würde (zumindest gemäß Intels interner Roadmap), der dann die Problematik wohl beheben sollte.
Die MB-Hersteller haben sich rein rechtlich dennoch ihr Hintertürchen offen gehalten (für den Fall das Intel seine Roadmap ändern würde), denn in den Handbücher zu den Boards wird nur sehr vage auf die PCIe4-Funktionalität eingegangen, bzw. es fällt eigentlich eher auf, dass man explizit zu vermeiden suchte diese überhaupt zu konkretisieren (d. h. somit wäre man auch im Falle einer Roadmap-Änderung bei Intel auf der sicheren Seite gewesen).
Verfügt man also über ein entsprechend ausgewiesenes (Z490-)Board sollte man mit einer RKL-CPU mindestens PCIe4 auf den Slots direkt an der CPU zur Verfügung haben. Und einige Hersteller haben bereits schon auf dieser Plattform Vorsorge für die vier zusätzlichen Lanes von RKL getroffen. Ein Beispiel ist hier das Gigabyte Z490 Gaming X, das auf dem PCB über drei M.2-Anschlüsse verfügt. Der oberste ist als "M2P_CPU" ausgewiesen und mit einer Notiz versehen:"reserved, no funtionalities", was schlicht der rechtlichen Absicherung des MB-Herstellers diente, d. h. wenn man hier eine RKL-CPU einsteckt, kann man voraussichtlich dessen vier zusätzliche Lanes über diesen M.2 nutzen und direkt eine PCIe4-NVMe über die CPU anschließen.
Da die RKL-Plattform aber noch ein wenig mehr bieten wird, ist natürlich auch klar, dass es parallel auch zusätzlich neue Boards geben wird. (Als Sparfuchs mit nur mäßigen Ansprüchen spricht aber natürlich auch nichts dagegen bei einem RKL-Komplettneukauf dennoch nur zu einem "alten" Z490-Board zu greifen, da sich hier ggf. das eine oder andere Schnäppchen finden lassen wird.)
Anmerkung zur "besseren Option": Zen3 steht aktuell tendenziell besser da, hat derzeit aber das Problem, dass es teuer ist **). Aktuell ist sowohl der 10700K als auch der 10850K günstiger als der 5800X und von daher ist es nicht ganz so einfach für zumindest Mainstream/Gaming-Workloads pauschal von der besseren Option zu sprechen. Wenn sich Zen3 später wieder mehr in Richtung der UVP/MSRP bewegt, wäre das weitaus einfacher/eindeutiger zu beantworten, wobei abzuwarten bleibt wann die Preise sich normalisieren werden.
Bezüglich RKL vs. Zen3 und Mainstream/Gaming-Workloads wird man abwarten müssen. Wenn Intel genug aus dem Backport rausholen konnte, dürfte es wahrscheinlich keine eindeutige Empfehlung geben und man kann sich frei entscheiden und bestimmten Features, dem Preis oder der persönlichen Präferenz die Entscheidung überlassen.
*) Eine Ausnahme war hier ASUS' HighEnd-Serie, die noch komplett auf PCIe3 setzte (falls die nicht noch eine Ausnahme nachreichten?).
**) Insbesondere verglichen mit seinem direkten Vorgänger. Beispielsweise MF hat den 5900X immer noch nicht verfügbar. Bei ALT sieht man wenigstens Preisangaben im Shop. Der 3900X kostet dort 449 €, für den 5900X will man gar 669 € haben (dennoch nicht lieferbar), d. h. +49 % Aufpreis für bestenfalls die Hälfte an Leistungszugewinn, jedoch ist dabei noch zu berücksichtigen, ob man es bspw. im Gaming bei theoretischen 720p-Vergleichen belässt oder eher realistischere Tests hinzuzieht, die in real genutzten Auflösungen laufen, denn da nähern sich die CPUs immer weiter an und die Vorteile von Zen3 schrumpfen zusammen, sodass der Preisunterschied deutlicher hervortritt. Beispiel Horizon Zero Dawn, maxed out:
720p:
5900X/DDR4-3200 : 174 Fps (+20 %)
3900XT/DDR4-3600: 145 Fps
10900K/DDR4-2933: 166 Fps
1080p:
5900X/DDR4-3200 : 156 Fps (+10 %)
3900XT/DDR4-3600: 142 Fps
10900K/DDR4-2933: 145 Fps
1440p:
5900X/DDR4-3200 : 137 Fps (+5 %)
3900XT/DDR4-3600: 131 Fps
10900K/DDR4-2933: 134 Fps
Kommt drauf an.