Intel On Demand: Zukaufbare CPU-Funktionen für Server zeigen sich in Linux-Version
Intel hatte bereits vor einigen Tagen die "Software-Defined-Silicon"-Funktionalität (SDSi) kommender Server-Prozessoren vorgestellt. Letztlich geht es darum, Server-Kunden gegen Aufpreis bestimmte Funktionen der CPU zur Verfügung zu stellen. Ein neuer Linux-Patch zeigt, dass "Intel On Demand" näher rückt.
CPUs mit freischaltbaren Funktionen, das definiert Intel als "Software Defined Silicon". Wie unlängst enthüllt, sollen sie als "Intel On Demand" Einzug in die kommenden "Xeon-Scalable"-Prozessorgeneration aka "Sapphire Rapids" halten. Freischaltbar heißt, dass Systemadministratoren bestimmte Fähigkeiten einer CPU gegen Aufpreis aktivieren können. Nun gibt es ein neues Linux-Update.
Mit dem neuen Linux-Kernel wurde das Ganze nun offiziell in "Intel On Demand" umbenannt. Im Prinzip tut es Folgendes: Administratoren darüber aufklären, welche Funktionen eine CPU physisch anbieten kann; und ihnen die Aktivierung liefern. Außerdem sollen Nutzer angezeigt bekommen, in welchem Umfang die freigeschalteten Funktionen tatsächlich genutzt werden.
Intel On Demand: Welche Funktionen können Admins zukaufen?
Wichtige Details hat Intel noch nicht kommuniziert. Welche Funktionen letztlich zugeschaltet werden können, bleibt demnach abzuwarten. Gleiches gilt für die Preisvorstellung der Amerikaner. Es soll sich dabei grob um AI-, Analytics-, Networking- und Storage-Funktionalität drehen. Theoretisch denkbar wäre "Intel On Demand" für die folgenden Beschleunigungs-Technologien: Advanced Matrix Extensions (AMX), Dynamic Load Balancer (DLB), Intel Data Streaming Accelerator (DAS), Intel In-Memory Analytics Accelerator (IAA) und Intel QuickAssist Technology (QAT).
Ebenfalls interessant: Intel Sapphire Rapids: Veröffentlichung der vierten Xeon-Scalable-Generation im Januar
Der Umstand, dass die Software herausfinden muss, welche Funktionen von einem Prozessor physisch unterstützt werden, lässt unterschiedlich ausgestattete CPUs vermuten. Die "Xeon-Scalable"-Prozessoren der "Sapphire Rapids"-Generation unterscheiden sich demnach nicht nur durch die unterschiedliche Anzahl an CPU-Kernen.
Details dürfte Intel spätestens am 10. Januar 2023 mit der offiziellen Vorstellung der "Sapphire-Rapids"-Prozessoren enthüllen. Ursprünglich war "Sapphire Rapids" übrigens schon für das Jahr 2021 geplant, doch es kam zu mehreren Verzögerungen. Als Grund für die Verzögerung steht die schlechte Ausbeute der Intel-7-Prozesstechnologie im Raum.
Quelle: Phoronix

So ists eben an anderen Stellen auch.
Bei CPUs ist es in sofern anders, da dort eben "normal" teildefekte Chips verkauft werden können. Wenn aber später ggf freigeschaltet werden soll, dann musst du immer voll funktionierende Chips verkaufen. Wenn du dann deine Teildefekten nicht quasi als günstigere Varianten verhökerst erzeugst du Mehrkosten für alle. Mir fällt ohnehin kein Szenario in dem das privat Sinn macht.
Als Ex - Tischler kann ich nur sagen das es eine Kosten / Nutzen Rechnung ist
Ikea Möbel kann nen Tischler locker im Akkord bauen das kann jeder Hiwi
Aber Möbel aus richtigen Holz sind nicht nur aufwendig in der Produktion,
da sind auch die Kosten um einiges höher.
Aber dafür sind Möbel aus echten Holz auch über Jahrzehnte haltbar, das
kann Ikea nicht bieten
Bei Deinen ersten beiden Sätzen gebe ich Dir absolut recht. Danach wird es -philosophisch als auch physisch^^- holprig. Aus einer einmal gekauften 2 m Eckbank vom Schweden kann ich halt nicht eben eine 3 m Eckbank machen.
Auch die physisch nicht eingebaute Rückenverwöhneinheit sollte(!) für beide Seiten günstiger sein als eine später per Abo zubuchbare. Aber ja, es ist wie es ist und nur wir als Kunden können über unser Kaufverhalten darüber abstimmen...
In diesem Sinne
einen schönen Feierabend
Ähnliches ist auch aus anderen Branchen bekannt. Anstatt passgenau mit minaler Holzverschwendung Möbel vom Schreiner anfertigen zu lassen, kaufen die Leute lieber Standardgrößen bei Ikea. Egal ob da dann etwas abgesägt und weggeworfen wird oder das Ergebnis am Ende einfach schlechter passt: Die günstige Fertigung in Großserie schlägt das individuell optimierte Angebot. Sie setzt aber voraus, dass nur ein Einheitsdesign in großer Stückzahl produziert wird.