Meteor Lake: Intel verkündet den Tape-in des Compute Tile
Laut Intel ist mittlerweile der Tape-in des Rechenchips der kommenden Meteor-Lake-Prozessoren erfolgt. Das Design der Prozessorkerne dürfte damit abgeschlossen sein, doch bis zum Release des Endprodukts wird man sich noch gedulden müssen.
Im Gegensatz zu bisherigen Prozessoren von Intel will das Unternehmen mit der kommenden Prozessorgeneration Meteor Lake auf einen Chiplet-Ansatz setzen, bei dem unterschiedliche Chips zu einem Gesamtprodukt kombiniert werden. Bei der Entwicklung wurde dabei jüngst ein Meilenstein erreicht: Intel gab über Twitter bekannt, dass inzwischen der "Tape-in" des Meteor-Lake-Rechenchips erfolgt ist, sodass nun die abschließende Entwicklung des Endprodukts beginnen kann.
Der Compute Tile ist fertig
Der besser bekannte "Tape-out" findet dann statt, wenn die Fertigungsmasken finalisiert sind und die Produktion des Endprodukts beginnen kann. Ganz soweit ist Meteor Lake aber noch nicht: Der Tape-in markiert den Abschluss der Designphase eines einzelnen Chips. Fertig ist daher bislang nur der "Compute Tile" von Meteor Lake, der voraussichtlich die CPU-Kerne beherbergen wird. Dazu dürften mindestens noch ein Chip für die Anbindung nach außen und ein Interposer kommen.
Bis zum finalen Produkt wird es daher wohl noch länger dauern, das zeigt auch die Vergangenheit. Im Juni 2017 verkündete Intel den Tape-in der Ice-Lake-CPUs, die erst mehr als zwei Jahre später auf den Markt kamen. Mit Ice Lake kam allerdings zugleich auch die Einführung der lange Zeit fehlerbehafteten 10-nm-Fertigung. Möglicherweise geht es mit Meteor Lake am Ende also doch etwas schneller.
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Bislang ist Meteor Lake als Nachfolger von Raptor Lake für 2023 angekündigt. Eine genauere Eingrenzung fehlt, die CPUs können also irgendwann zwischen Januar und Dezember auf den Markt kommen. Neben dem erstmaligen Einsatz eines Chiplet-Designs sollen die Prozessoren dann auch Intels 7-nm-Prozess einführen, sofern die Fertigung nicht wieder Probleme bereitet. Für Intel bleibt zu hoffen, dass es bis dahin besser läuft als bei der langjährigen Entwicklung der 10-nm-Fertigung.
Quellen: Videocardz, Computerbase

" Intel and AMD announced a comprehensive agreement to end all outstanding legal disputes. Both companies obtained patent rights under a new cross-license agreement, Intel agreed to abide by a set of fair business practice provisions, and Intel paid AMD $1.25 billion."
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Der Leitzins der EZB ist erst seit März 2016 auf 0,0 % gesenkt worden und steht seitdem auf diesem Wert.
"Drohung" ist relativ: Intel hat effektiv mehr Rabatt gegeben, wenn sie der ausschließliche Lieferant waren. Verzögerungen wurden nur in Gegenrichtung abgeurteilt – Intel hatte einmal dafür gezahlt, dass ein AMD-basiertes Line-Up um mehrere Monate verspätet vorgestellt wurde. Das war meinem Wissen nach auch ein wichtiger Aufhänger für das Urteil, denn man konnte meiner Erinnerung nach kaum illegale Rabatte oder Bestechung nachweisen. Das in der Öffentlichkeit breitgetretene "AMD-Verbot" für Media Markt Saturn existierte zum Beispiel nie. (Tatsächlich habe ich selbst immer wieder AMD-PCs in den Filialen gesehen.) Es war nur so, dass Werbematerialien, in denen nur Intel Inside und keine Intel-Konkurrenten vorkamen, praktisch komplett von Intel bezahlt wurden und Werbung ist für den Einzelhanel ja ein sehr wichtiger Posten. Also hat die Media Saturn Holding nur Intel-PCs promotet und ihre Franchiseunternehmer durften zwar jederzeit auch AMD einkaufen, aber haben darin natürlich wenig Umsatz respektive Sinn gesehen. Die Wirkung ist die gleiche, aber wegen legalen Werbebeihilfen kann man jemanden nur schwer verurteilen. Andere Firmen wie zum Beispiel Dell haben Sonder-Prozessoren erhalten, teilweise vor dem Marktstart ähnlicher Serienmodelle, wenn sie diese angefragt haben. Das ist bis heute und in allen Branchen ein ganz normaler Service, dass man Großkunden maßgeschneiderte Angbote anbietet, die dann natürlich auch zeitlich unabhängig vom normalen Endkundenprogramm sind (siehe z.B. Apple) und nicht verurteilbar.
Tatsächlich war es lange Zeit unklar, ob überhaupt ein strafbares Verhalten oder einfach nur konsequente Ausnutzung von Marktmechanismen vorlag und Intel konnte das Urteil eben auch erfolgreich anfechten. Nur der "fertiges Konkurrenzprodukt darf nicht vor unserem Modell erscheinen"-Deal war meiner Erinnerung nach eindeutig illegal, macht aber natürlich nur einen kleinen Teil aus.
Kurzum: Vergünstigungskonditionen/Rabatte werden dir in diesem Geschäft immer geboten. Da ist weder Intel, noch AMD ausgenommen, noch sonstwer. Geringe Preise für Produkte, Support, garantierte Liefermengen etc. Ich verstehe nicht, warum da immer auf eine Firma gezeigt wird und geglaubt wird, dass eine andere das nicht tut.
Die Preise die du im Handel siehst sind ja Endkundenpreise, das kriegt ein OEM um einen kleinen Teil, teils um einen Bruchteil.
Es gab natürlich weitere Vorteile, teils Dinge die natürlich nicht die feine Art sind. Wie Torsten anmerkt etwa verzögerte Produktvorstellungen. Ich war aber mit den Verträgen nie direkt befasst, also kann ich da nicht besonders viel sagen, bin aber auch kein Jurist der wüsste wo eine Grauzone endet und eine Linie überschritten wird. Nur Moralisch könnte ich das beurteilen. Und da nahmen sich die Firmen sehr wenig, wie Torsten mit der Erwähnung der angepassten Deals an Großkunden schon schrieb.
Beide Firmen haben versucht mit AMD Deals abzuschließen. Beim größeren OEM hatten wir das Problem immer wieder die versprochenen Liefermengen oder Produkte nicht zu bekommen. Beim kleineren OEM hatten wir Probleme mit Treiber, Mainboards und anderem.
Grade die eher dürftige Qualität und kurze Supportzeiten diverser Mainboardlinien hat uns das Leben schwer gemacht: oftmals war ein Mainboard zu tauschen aber ein gleichwertiges gab es nicht.
Treiberprobleme die AMD bekannt waren wurden nie gefixt (780G Causa, Ilano BD 3D Support etc).
Es gab halt immer wieder Probleme, der (gratis) Support weil Garantie war ein vielfaches Aufwändiger für uns kleinen PC Hersteller und wir haben mit AMD quasi Verlust gemacht (viele gratis Überstunden). Aber, letztlich sind beide Firmen wieder Intel Only gegangen und das nicht wegen irgendwelcher Konditionen, sondern einfach weil die zuverlässig lieferten und wir eine hohe Zahl an frustrierten Kunden dauerhaft verloren haben.
Also kurzum: wenn Intel AMD rausgedrängt hat, dann will ich gar nicht wissen wie die Liefersituation ausgesehen hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre: man kann die eigene Produktion nicht mal eben verdoppeln und das wäre nötig gewesen. Es ist also für mich nicht abschätzbar, wie groß der durch Intel verursachte Schaden letztlich war, aber für den Imageschaden hat AMD ganz alleine gesorgt. Das hält auch bis heute an, da haben alle großen Firmen gelernt, dass man bei AMD mal nur mit kleineren Mengen hantiert.
Auch heute ist das nicht anders, TSMC kann ja jetzt auch nicht einfach so die Mengen verdoppeln die AMD braucht.
Intel mußte dafür sogar 1 Mrd Strafe zahlen.
Tatsächlich war es lange Zeit unklar, ob überhaupt ein strafbares Verhalten oder einfach nur konsequente Ausnutzung von Marktmechanismen vorlag und Intel konnte das Urteil eben auch erfolgreich anfechten. Nur der "fertiges Konkurrenzprodukt darf nicht vor unserem Modell erscheinen"-Deal war meiner Erinnerung nach eindeutig illegal, macht aber natürlich nur einen kleinen Teil aus.