Intel Ivy Bridge: 60 Prozent mehr GPU-Leistung?
Diese Woche findet das IDF (Intel Developer Forum) in San Francisco statt und die geladenen Gäste freuen sich auf neue Informationen zu Ivy Bridge - Intels nächstem großen Wurf in der Prozessorentwicklung. Vorab verspricht man bereits 60 Prozent Mehrleistung bei der IGP.
Mit Sandy Bridge führte Intel erstmals integrierte Grafikprozessoren (IGP) auf Desktopprozessoren ein, die als GT1 mit sechs Ausführungseinheiten und als GT2 mit zwölf Ausführungseinheiten angeboten werden. Ihr Name ist bekanntermaßen HD2000 und HD3000, doch große Freude bereiten sie nicht. Sie genügen für einen sparsamen Surf-Modus, aber das dürfte es auch gewesen sein.
Mit Ivy Bridge soll das besser werden. Im Vorfeld des IDF (Intel Developer Forum) in San Francisco verspricht Intel, dass Ivy-Bridge-IGPs 60 Prozent schneller im 3D Mark Vantage (Performance) sein sollen. 30 Prozent sollen es im 3D Mark 06 sein. Hauptursache für diese Steigerung sei die Erweiterung auf 16 Ausführungseinheiten bei GT2. Wie viele Ausführungseinheiten GT1 haben wird, verrät man nicht. Doch auch hier soll sich die Performance im Bereich im 10 bis 20 Prozent verbessern.
Mutmaßlich dürfte man dann auf dem Niveau von AMDs A8 liegen, deren Grafikperformance deutlich besser ist als die der aktuellen Sandy-Bridge-Prozessoren. Bleibt zu hoffen, dass Intel die Treiber in den Griff bekommt – traditionell eine Dauerbaustelle der Kalifornier. Zum Spielen wird es aber dennoch kaum reichen – allenfalls anspruchslose Causal-Games.
Schon etwas länger bekannt ist, dass die neuen GPUs auf den Ivy-Bridge-Prozessoren DirectX 11, OpenCL 1.1 und OpenGL 3.1 unterstützen werden. Zudem soll die Performance von Quicksync deutlich verbessert worden sein. Zudem verspricht Intel die doppelte Leistung bei hardwarebeschleunigtem Videotranscoding bei verbesserter Bildqualität, was weniger Ressourcenverbrauch bedeutet. Das soll jedoch nur auf GT2 zutreffen.
Quelle: Anandtech


60% von sehr wenig, ist aber auch nicht wirklich viel
Im Prinzip ist es ja auch schwachsinnig von Intel, eine iGPU in einen i7er zu integrieren. Ich würde mal schätzen, dass 99% aller Besitzer eines Core i7 die iGPU noch kein einziges Mal genutzt haben. Und eine um 15 Watt geringere TDP nehme Ich dankend an wenn Ich dafür auf eine iGPU verzichten muss, die Ich sowieso nie nutzen würde.
Eine iGPU macht dann Sinn, wenn es um CPUs für Thin-Clients oder um mobile Geräte geht. Office-PCs, wo es auf die Rechenleistung nicht so sehr ankommt, wo es darum geht möglichst viel Platz zu sparen. Da macht eine starke iGPU Sinn, aber nicht in einer High-End-CPU, die ausschließlich mit dedizierten Grafikkarten genutzt wird.
Wenn das einen Mehrwert birgt stimme ich dir zu - ich meine wenn man bei SB die iGPU weggelassen hätte: Hätte das eine Verbesserung der Übertaktbarkeit/Temperatur/Stromverbrauch/sonstiges zur Folge gehabt verglichen mit einer CPU mit iGPU die aber wegen dedizierter Grafikkarte nicht genutzt wird?