Intel-Fertigung: 10A soll auf 14A folgen - ab 2027

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Intel-Fertigung: 10A soll auf 14A folgen - ab 2027
Quelle: Intel

Nach Intels letzter Fertigungs-Präsentation sind nun auch Details zum neuen 10A-Prozess bekannt geworden, der auf die 14A-Fertigung folgen soll. Außerdem hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass es verstärkt auf Roboter setzen will.

Nachdem Intel vergangene Woche zahlreiche Neuigkeiten zur eigenen Fertigung präsentiert hat, gibt es inzwischen noch einige spannende Nachzügler. Laut Tom's Hardware durfte zunächst nur über den neuen 14A-Prozess berichtet werden, der in der aktuellsten Roadmap des Unternehmens erstmals genannt wurde. Jetzt hat Intel aber offenbar klargestellt, dass auch über auf dem Event veröffentlichte Details zur nachfolgenden 10A-Fertigung berichtet werden darf. Demnach soll der Prozess gegen Ende 2027 in die frühe Produktionsphase gehen.

10A und Roboter

Konkrete technische Details zur 10A-Fertigung gibt es dabei offenbar noch nicht. Angeblich soll die Effizienz aber um eine zweistellige Prozentzahl steigen. Zudem verriet Intel-CEO Pat Gelsinger auf dem Event, dass man einen neuen Prozess ab einer Verbesserung von 14 bis 15 Prozent in Betracht zieht. 10A dürfte also mindestens in diesem Bereich liegen. Zusätzliche Optimierungen bei der Entwicklung könnten den Wert aber womöglich auch noch erhöhen.

Intels aktuellste Roadmap reicht nur bis zur 14A-Fertigung. Trotzdem wurde der nachfolgende 10A-Prozess bereits angesprochen. Quelle: Intel Intels aktuellste Roadmap reicht nur bis zur 14A-Fertigung. Trotzdem wurde der nachfolgende 10A-Prozess bereits angesprochen. Bis der 10A-Prozess in nennenswerter Menge zur Verfügung steht, dürfte es allerdings noch lange dauern. Laut einer von Tom's Hardware fotografierten Folie wird die Kapazität laut Intels Planungen selbst Ende 2028 noch deutlich unter dem Niveau der 14A-Fertigung liegen. Dann dürfte sie grob das Niveau erreichen, in dem Chips aktuell in Intel 3 und Intel 4 vom Band laufen. Bis der 10A-Prozess im Desktop ankommt, dürfte es daher womöglich bis 2029 dauern. Denn üblicherweise sind die ersten Produkte der modernsten Fertigung für Server und Spezialanwendungen gedacht.

Zuletzt zum Thema: Intel-Fertigung: Erfolge für 18A, Roadmap bis 14A und eine Umbenennung bei der Foundry

Unklar ist zudem, in welcher Fabrik Intel 10A entwickeln und produzieren will. Mit Blick auf die allgemeine Fertigung will das Unternehmen in Zukunft aber offenbar deutlich stärker auf KI und Robotik setzen. Demnach ist der Einsatz sogenannter "Cobots" geplant: Roboter, die mit künstlicher Intelligenz gesteuert werden und Menschen bei der Arbeit in der Halbleiterfabrik unterstützen sollen. Ein konkreter Zeitplan wurde hierzu aber leider nicht genannt.

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        134 Milliarden ist das M2-Ultra-MCM. Für multiple Chips dürfte das Limit bei CPUs derzeit Genoa-X sein. Die normale Ausführung kommt schon auf 90 Milliarden Transistoren, mit nochmal 12 V-Cache-Chips on top (literally) sollte man bei 157 Milliarden Transistoren insgesamt landen. Und dabei ist rund die Hälfte der Fläche nicht einmal in N5 gefertigt. Der Single-Chip-M2-Max hat dagegen "nur" 67 Milliarden, was gegenüber alle anderen großen Monolithen respektive den größten Einzel-Tiles zwar immer noch extrem viel/Faktor 2 ist, aber Apple ist halt bislang auch der einzige, der überhaupt große Monolithen/low-Tile-CPUs in einem Prozess der 7-nm-Klasse-fertigen lässt. Intel hängt noch bei 10 nm, AMD bestellt aus Prinzip kleinere Chiplets. Wir müssen also Sierra Forest abwarten, ehe es abseits von GPUs ein Vergleichsobjekt gibt.

        (Und GPUs als Vergleichsobjekt sind tricky. Nicht nur dass sie ihrerseits eine CPU brauchen, um zu funktionieren – man hat auch entweder Consumer-Produkte, die viel mehr Rücksicht auf den Preis nehmen, oder Designs wie H200, MI300 oder Ponte Vecchio, die ohne klassische DRAM-Interface noch einmal massiv low-density-Fläche einsparen; allgemein fehlt es schon akut an PCI-E-Lanes. Das ist schon ein deutlicher Vorteil beim Chip-Design.)

        Korrektur: Ich schreib die ganze Zeit von Clearwater Forest, dabei steht ja erstmal Sierra als I3-/2*144-Kern-/2024er-Generation an.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        134 Milliarden ist das M2-Ultra-MCM. Für multiple Chips dürfte das Limit bei CPUs derzeit Genoa-X sein. Die normale Ausführung kommt schon auf 90 Milliarden Transistoren, mit nochmal 12 V-Cache-Chips on top (literally) sollte man bei 157 Milliarden Transistoren insgesamt landen. Und dabei ist rund die Hälfte der Fläche nicht einmal in N5 gefertigt. Der Single-Chip-M2-Max hat dagegen "nur" 67 Milliarden, was gegenüber alle anderen großen Monolithen respektive den größten Einzel-Tiles zwar immer noch extrem viel/Faktor 2 ist, aber Apple ist halt bislang auch der einzige, der überhaupt große Monolithen/low-Tile-CPUs in einem Prozess der 7-nm-Klasse-fertigen lässt. Intel hängt noch bei 10 nm, AMD bestellt aus Prinzip kleinere Chiplets. Wir müssen also Sierra Forest abwarten, ehe es abseits von GPUs ein Vergleichsobjekt gibt.

        (Und GPUs als Vergleichsobjekt sind tricky. Nicht nur dass sie ihrerseits eine CPU brauchen, um zu funktionieren – man hat auch entweder Consumer-Produkte, die viel mehr Rücksicht auf den Preis nehmen, oder Designs wie H200, MI300 oder Ponte Vecchio, die ohne klassische DRAM-Interface noch einmal massiv low-density-Fläche einsparen; allgemein fehlt es schon akut an PCI-E-Lanes. Das ist schon ein deutlicher Vorteil beim Chip-Design.)

        Korrektur: Ich schreib die ganze Zeit von Clearwater Forest, dabei steht ja erstmal Sierra als I3-/2*144-Kern-/2024er-Generation an.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Wenn es darum geht wer die meisten Transistoren Pro "chip" hat dann ist meines wissen Apple mit ihrem M2 ganz vorne, aber nur weil das halt eine CPU + GPU in einem Packing ist.
        Mit all seinen vor und Nachteilen.
        selbst der gigantisch große AD102 mit seinen 75 Milliarden Transistoren ist da unterlegen.
        M2 134 Milliarden.

        Was wiederum lustig ist, das eine 4090 plus einen CPU des Schlages 7995wx zusammen ca:
        75 Milliarden +76 Milliarden 150 Milliarden Transistoren haben . Und kreise um den m2 Rennen.
        Aber Apple hat ja die ganzen Transistoren ja auch nicht nur für die Leistung sondern hauptsächlich für die Effizient.

        TLDR: der Chip von APPLE isst verdammt groß
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Quake2008
        Weil so ein Die kann ich fast beliebig Groß machen. Schaut man sich die Threadripper 3990X an sind die riesig und haben fast 40Mrd transistoren. Die Frage wäre bekommt das Intel mit seinen Strukturen hin?
        Warum sollten sie es damals nicht hinbekommen (haben)? Verglichen mit dem 5-Chip-Design von Castle Peak waren schon die zeitgenössischen, monolithischen Cooper Lake eine wesentlich größere Heraufsforderung für die Chip-Fertigung. (Dafür simpler beim Package.) Genaue Zahlen veröffentlich Intel aber selten. Für die aktuellen Xeons, also aus der gleichen 10-nm-Klasse wie der 3990X, werden 40 bis 48 Milliarden (Sapphire Rapids, verteilt über vier Chips) respektive gut 60 Milliarden (Emerald Rapids, verteilt über zwei Chips mit weit höherem Cache-Anteil) geschätzt. In "Intel 7" werden also komplexere Chips als in TSMC N7 gefertigt. (Ob das auch für N4/N5 vs. Intel 3/4 gelten wird, bleibt abzuwarten. Sierra Forest bringt zwar wohl 144-E-Core-Chips, aber Apples Designs sind einfach riesig.)

        Zitat
        EIn Intel Xeon Gold 6338 hat 32Kerne in 10nm. Mehr Kerne geht nicht ?
        ? Wieso sollte nicht mehr als bei einem drei Jahre alten Mittelklassemodell gehen ?
        Schon innerhalb Ice Lakes wurden bis zu 40 Kerne verkauft, "pro Chip" wohlgemerkt; die aktuellen Flaggschiffe haben 64 aktive Kerne (66 physisch vorhandene) auf zwei Chips respektive 34 auf einem. In letzterer Rubrik macht Intel meinem Wissen nach niemand was vor, auch nicht bei den ARM-Nutzern mit kleineren CPU-Kernen. Die Konkurrenz ist schon viel früher auf Multi-Chip mit insgesamt höheren Core Count gewechselt, während Intel lange bei Multi-Sockel-Ansätzen mit einem Chip pro Sockel blieb, die entsprechend riesig werden mussten. Einzig GPUs kommen auf (viel) mehr getrennte Rechenwerke, aber Shader-Einheiten sollte man wirklich nicht mehr mit x86-Kernen vergleichen.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Quake2008
        Ist das die mögliche Transistorenmenge auf dem Chip?
        Ist "Transistoren pro Quadratmillimeter" unverständlich?
        Das ist die Flächendichte - einer der wesentlichsten Vergleichsgrößen von Fertigungsverfahren, blöd gesagt "wie klein gehts".

        Zitat von Quake2008
        Ich kann ja auf ein 7nm chip auch nur zwei oder 20millionen Transistoren packen oder nicht?
        What?
        Ne 7900XTX als 7nm Chip hat rund 27 Milliarden Transistoren. Nicht Millionen. Als Beispiel.

        Zitat von Quake2008
        Den Konsumenten interessiert es glaube ich am Ende nicht so sehr, solange die Leistung vorliegt
        Natürlich ist dem Konsument der Bums egal - aber die Performance und die Effizienz kommt technisch nunmal daher. Klar ists dem Endkunden egal ob da 20 Millionen oder 20 Milliarden Transistoren drauf sind, das wissen 99,9% der leute sowieso nicht. Nur sind die vielen Transistoren nunmal notwendig um do schnell zu sein - 20 Millionen Transistoren wäre so die Performanceklasse Geforce 256 von 1999. Das bauste heute auf die Fläche eines Staubkorns.
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Wo genau sind sie denn so weit hinten?

        Intel hat seinen 10nm Prozeß "Intel 7" genannt weil er technisch gesehen dem TSMC-7 und Samsung-7 am nächsten ist.
        Klar haben sie 10 nm/Intel-7 Ewigkeiten nicht hinbekommen weswegen der 14er ja so lange durchhalten musste aber die "Namensinflation" nach unten kam nicht von Intel, die haben nur nachgezogen.

        Intel 7: 106 Millionen Transistoren/mm^2, 54nm Gate Pitch
        TSMC-7: 96,5 Millionen Transistoren/mm^2, 57nm Gate Pitch
        Samsung 7: 100,5 Millionen Transistoren/mm^2, 54nm Gate Pitch

        Die Prozesse sind sehr vergleichbar in ihren Dimensionen, intel hatte ihren (seinerzeit zu optimistisch geplanten) 10nm Prozess nur nicht so aggressiv benannt.
        Bei den kommenden 4, 3 ,2 nm usw. sollte es eigentlich zumiondest halbwegs passen auch wenn die verschiedenen prozesse natürlich nie wirklich gut vergleichbar sein werden nur von den Namen her.
        Ist das die mögliche Transistorenmenge auf dem Chip? Oder ist das die Größe des Die selbst.

        Ich kann ja auf ein 7nm chip auch nur zwei oder 20millionen Transistoren packen oder nicht?

        Den Konsumenten interessiert es glaube ich am Ende nicht so sehr, solange die Leistung vorliegt, also bei Intel Kunden.

        Der Rest schauft auf Leistung und Effizienz.

        Somit ist die Frage wie viele Transistoren passen maximal auf die jeweilgen Verfahren der einzelnen Hersteller.

        Weil so ein Die kann ich fast beliebig Groß machen. Schaut man sich die Threadripper 3990X an sind die riesig und haben fast 40Mrd transistoren. Die Frage wäre bekommt das Intel mit seinen Strukturen hin?

        EIn Intel Xeon Gold 6338 hat 32Kerne in 10nm. Mehr Kerne geht nicht ?
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