Intel: Erneut kartellrechtliche Untersuchung
Eine umfassende Untersuchung der Geschäftspraktiken des Prozessorherstellers Intels hat der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo angekündigt, wie man bei heise online erfahren hat.
Quelle: [www.oag.state.ny.us]
Andrew Cuomo (Bild: www.oag.state.ny.us)
Kernpunkte der angekündigten Untersuchung sollen sein, ob Intel Kunden wie Computerhersteller genötigt hat, auf Produkte des Rivalen AMD zu verzichten, ob Intel gar Kunden bezahlt hat damit sie ausschließlich deren Produkte verwenden, und ob Intel Konkurrenten aus Vertriebskanälen ausgeschlossen hat.
Für den US-Bundesstaat New York, wo viele Wirtschaftszweige ansässig sind, die die Informationstechnik intensiv nutzen, aber auch für die USA und die gesamte Welt sei ein fairer Wettbewerb auf dem Prozessormarkt sehr wichtig, begründet Cuomo.
Ähnliche Marktmissbrauchsvorwürfe hat AMD auch in Europa geltend gemacht, woraus ein Verfahren bei der EU-Wettbewerbskommission entstand. Auch in Japan wurden Vorwürfe gegen Intel laut, hier hat sich der Prozessorhersteller im April 2005 der dortigen Kartellrechtsbehörde gebeugt und beanstandete Klauseln in den Verträgen mit japanischen Computerherstellern gestrichen. Desweiteren läuft auch in Südkorea ein Kartellverfahren gegen Intel.