Intel: Marge steigt durch Verkauf schwächerer CPUs

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Intel: Marge steigt durch Verkauf schwächerer CPUs
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

Intel verzeichnet überraschend starke Margen. Laut Branchenberichten könnte dies auch daran liegen, dass selbst schwächere Chips aktuell Abnehmer finden.

Intel hat im ersten Quartal 2026 Ergebnisse oberhalb der eigenen Prognosen vorgelegt. Der Umsatz lag bei 13,6 Milliarden US-Dollar, während die Non-GAAP-Bruttomarge rund 41 Prozent erreichte, was laut Unternehmen vor allem auf hohe Nachfrage, gesteigertes Volumen und eine bessere Auslastung der Fertigung zurückzuführen sei.

Eine ergänzende Einordnung liefert der Analyst Ben Bajarin. Demnach habe Intel intern darauf hingewiesen, dass ein Teil des Effekts auch auf eine effizientere Verwertung von Chips zurückgehen könnte. Konkret geht es um Prozessoren, die unter normalen Umständen nicht als High-End-Modelle vermarktet oder teilweise verworfen würden. Offiziell bestätigt ist diese Darstellung allerdings nicht.

Hintergrund ist das Binning: Bei der Produktion entsprechen auf einem Wafer Chips unterschiedlicher Qualität. Vor allem Dies aus Randbereichen weisen in der Regel häufiger Defekte oder geringere Taktraten auf. Diesen werden normalerweise niedrigere Produktklassen zugeordnet oder sie werden im Extremfall verworfen. Das bedeutet, dass aus einem physisch identischen Chip verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Spezifikationen entstehen.

Die aktuelle Marktlage scheint dieses Vorgehen allerdings zu verändern. Laut Intels Management übersteigt die Nachfrage in mehreren Segmenten weiterhin das Angebot. Insbesondere im Server- und KI-Umfeld bleibt die Nachfrage hoch. CEO Lip-Bu Tan betont, dass CPUs eine zentrale Rolle in der wachsenden KI-Infrastruktur spielen und die Nachfrage in diesem Bereich weiter zunimmt.

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Dementsprechend ist es denkbar, dass selbst Chips mit geringeren Leistungsreserven aktuell ausreichend Abnehmer finden. Kunden könnten bereit sein, Kompromisse bei Takt oder Effizienz einzugehen, sofern die Verfügbarkeit gesichert ist. Damit würden auch Einheiten wirtschaftlich relevant, die zuvor als weniger attraktiv gegolten hätten.

Allerdings lässt sich daraus kein grundlegender Strategiewechsel ableiten. Intel spricht selbst von "verbesserter Ausbeute" und steigender Produktionsleistung, etwa durch Fortschritte bei neuen Fertigungsprozessen wie Intel 18A. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Nachfrage weiterhin über dem verfügbaren Angebot liegt.

Wie nachhaltig dieser Effekt ist, bleibt jedoch offen. Sollte sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder normalisieren, könnte auch die Verwertung schwächerer Chips an Bedeutung verlieren. Kurzfristig deutet jedoch vieles darauf hin, dass der Markt weiterhin von hoher Nachfrage geprägt bleibt.

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Quelle: Ben Bajarin via X

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Wie immer muss bei Intel der Konsumer und der B2B MArkt unterschieden werden, da Intel im B2B das (große) Geschäft macht, z.B. bei Notebooks.
        Aber AMD holt mächtig auf. Sie haben auch im letzten Quartal die 10 Milliarden geknackt.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Wie immer muss bei Intel der Konsumer und der B2B MArkt unterschieden werden, da Intel im B2B das (große) Geschäft macht, z.B. bei Notebooks.
        Aber AMD holt mächtig auf. Sie haben auch im letzten Quartal die 10 Milliarden geknackt.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Geld ist immer ein Faktor beim Kauf einer CPU. Entscheidend ist letztendlich der Einsatzbereich. Für mich macht es derzeit keinen Sinn auf eine bessere CPU aufzurüsten. Mein AMD Ryzen 5 7400F kann sich sehr gut gegen einen Intel Core i5-12400, Intel i5-14400F usw. problemlos durchsetzen. Im Spiel WRC Generations, was ich derzeit zocke, aknn ich alles auf volle Grafik stellen und das bei UWHQ. Absolut flüssig und weit über 120 FPS. Der AMD Ryzen 5 7400F ist im P/L einfach damals vor 8 Monaten die bessere Wahl gewesen.
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Vielleicht kommen die Zahlen auch aus anderen Gründen zustande.
        Unteranderem durch diese :

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PKD-NeXuS PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Vielleicht kommen die Zahlen auch aus anderen Gründen zustande.

        Intels Chief Accounting Officer Scott Gawel hat jedenfalls mal spontan gekündigt nachdem manche Journalisten im Bericht einige red flags angesprochen haben.

        Ich kenne keinerlei Details und habe auch nicht ausreichend Kenntnisse von sowas ums beurteilen zu können, aber wenn Quartalszahlen derartige Wellen auslösen und der der sie verantwortet dann spontan das Weite sucht wenn jemand nach Details fragt ist das schon..... suspekt.
        Naja, vielleicht liegt es ja auch am dicken Angebot, das er von Nvidia bekommen hat?

        Zitat

        Nvidia announced on Monday that Scott Gawel has been appointed as the company's new Vice President and Chief Administrative Officer (CAO), effective May 4, following Donald Robertson's decision to retire. Robertson will remain as Vice President of Finance until July 1, 2026.

        Before joining Nvidia, the incoming chief accounting officer worked as corporate vice president and chief accounting officer at Intel Corp from 2022 to 2026. Prior to Intel, Gawel worked for Oracle Corp. in senior financial roles, including corporate controller and senior vice president from 2020 to 2022.

        "Mr. Gawel will receive an annual base salary of $800,000 and new-hire restricted stock unit grants with a combined target value of $12,875,000, vesting over approximately four years under NVIDIA's Amended and Restated 2007 Equity Incentive Plan," the tech giant added, according to a SEC filing.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Hm ja das ist in der Tat ein merkwürdiges Verhalten . Und mich wundert es nicht das die meisten lieber CPUs mit weniger Kernen bevorzugen. Das liegt halt an einigen Anwendung und spielen. Naja vielleicht ändert sich ja in Zukunft etwas wer weiß.
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