Intel vermeldet Quartalszahlen: Chip-Nachfrage übersteigt weiter Produktionskapazität

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Intel vermeldet Quartalszahlen: Chip-Nachfrage übersteigt weiter Produktionskapazität
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

Der Halbleitermarkt bleibt angespannt: Intel meldet weiterhin eine Nachfrage, die das verfügbare Angebot übersteigt. Trotz steigender Produktion könnten Engpässe auch im weiteren Jahresverlauf bestehen bleiben.

Die Lage im Halbleitermarkt bleibt angespannt. Im Rahmen der aktuellen Quartalszahlen berichtet Intel, dass die Nachfrage nach Chips weiterhin deutlich über dem verfügbaren Angebot liegt. Das betrifft nach Unternehmensangaben nahezu alle Geschäftsbereiche und dürfte auch in den kommenden Monaten spürbar bleiben.

Im ersten Quartal 2026 erzielte Intel einen Umsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die eigenen Prognosen. Gleichzeitig betont das Unternehmen jedoch, dass das Ergebnis ohne Lieferbeschränkungen noch höher ausgefallen wäre. Die Nachfrage entwickle sich weiterhin schneller, als die Produktionskapazitäten ausgebaut werden können.

Nach Angaben des Unternehmens ist die Situation insbesondere im Server-Segment angespannt. Dort sei die Nachfrage nach Xeon-Prozessoren hoch und wachse weiter, während die Produktion nur schrittweise erhöht werden könne. Intel arbeite daran, die Fertigungskapazitäten zu maximieren, stoße jedoch weiterhin auf strukturelle Grenzen.

Auch im Client-Bereich zeigt sich ein ähnliches Bild. Trotz steigender Auslieferungen bleibt die Versorgungslage angespannt. Intel spricht von einer robusten Nachfrage, die durch mehrere Faktoren beeinflusst wird. Dazu zählen unter anderem steigende Kosten für Komponenten wie Speicher und Substrate sowie anhaltende Lieferkettenprobleme.

Hohe Nachfrage wegen KI

Ein wesentlicher Faktor für die hohe Nachfrage ist der Ausbau von KI-Infrastrukturen. Intel verweist darauf, dass Anwendungen rund um künstliche Intelligenz zunehmend in reale Einsatzszenarien übergehen und damit neue Anforderungen an Rechenleistung entstehen. Dabei gewinne die CPU wieder an Bedeutung.

Parallel dazu steigt der Bedarf an modernen Fertigungsprozessen und fortschrittlichem Packaging. Vor allem Technologien wie Intel 3 und 18A befinden sich aktuell im Produktionshochlauf. Zwar verbesserten sich die Ausbeuten laut Unternehmen, dennoch bleibe der Ausbau der Kapazitäten ein längerfristiger Prozess.

Intel plant, die Fertigungskapazitäten im Jahresverlauf weiter zu erhöhen. Allerdings fällt das Wachstum der verfügbaren Produktionsmenge nach aktuellen Einschätzungen moderater aus als zuvor erwartet. Grund dafür sei unter anderem der bereits starke Produktionsanstieg im ersten Halbjahr.

Neben den operativen Faktoren verweist Intel auf ein weiterhin unsicheres Marktumfeld. Geopolitische Spannungen, Handelsrestriktionen sowie makroökonomische Entwicklungen beeinflussen die Investitionsentscheidungen vieler Kunden. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage kurzfristig hoch, was zu einem Spannungsfeld zwischen Wachstum und begrenzter Verfügbarkeit führt. Für das zweite Quartal erwartet Intel einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden US-Dollar. Damit dürfte das Wachstum anhalten, allerdings unter den bestehenden Einschränkungen bei der Lieferfähigkeit.

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Quelle: Intel

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das dürfte aber eigentlich kein Prozess der letzten 10-20 Jahre sein, sondern eher >40.
        Hochfrequenzhandel zweifelsohne - aber "selbstbestimmte" Algorithmen ohne erkennbare Limits und handeln jenseits aller Vernunft haben die früher (zumindest kommts mir so vor) nicht gemacht. Dass eine riesige Aktie wie beispielsweise Apple nach Quartalszahlen mal 5 oder gar 10% rauf oder runter springt in einer Millisekunde ist nichts neues, aber dass das 30% sind und solche Firmenwerte sich in kurzer Zeit mal eben vervierfachen ohne dass es eine faktisch wirklich belastbare Grundlage dafür gäbe so einen Sprung zu rechtfertigen ist neu.

        Oder anders gesagt extrem schnell (gegenüber Menschen) waren automatisierte Handelbots schon immer, aber sie "zocken" heute, so empfinde ich das, sehr viel ausufernder.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das dürfte aber eigentlich kein Prozess der letzten 10-20 Jahre sein, sondern eher >40.
        Hochfrequenzhandel zweifelsohne - aber "selbstbestimmte" Algorithmen ohne erkennbare Limits und handeln jenseits aller Vernunft haben die früher (zumindest kommts mir so vor) nicht gemacht. Dass eine riesige Aktie wie beispielsweise Apple nach Quartalszahlen mal 5 oder gar 10% rauf oder runter springt in einer Millisekunde ist nichts neues, aber dass das 30% sind und solche Firmenwerte sich in kurzer Zeit mal eben vervierfachen ohne dass es eine faktisch wirklich belastbare Grundlage dafür gäbe so einen Sprung zu rechtfertigen ist neu.

        Oder anders gesagt extrem schnell (gegenüber Menschen) waren automatisierte Handelbots schon immer, aber sie "zocken" heute, so empfinde ich das, sehr viel ausufernder.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Deine Betrachtung ist allerdings sehr rekursiv: Es ist riskanter geworden, weil man nicht mehr so schnell reagieren kann, wie andere reagieren? Tough luck.
        Hier in der Umgebung von FFM entstehen unter anderem deswegen überall neue Cluster, um Arbitrage-Gewinne abzuschöpfen. Nähe zum Knotenpunkt + Nähe zu einer der relevantesten Börsen der Welt. Ein paar Millisekunden entscheiden über Millionen, die durch Preisunterschiede im 1-Cent-Bereich entstehen. Der Börsenhandel durch Menschen ist doch schon vollkommen überholt. Wer nicht gerade Insider-Wissen hat, um auf diese Weise schneller als die Algorithmen zu sein, ist besser aufgehoben bei langfristigen Investitionen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Realität spielt heute an den Börsen keine Rolle mehr, es sind nur noch Algorithmen die handeln - und die sind keine KI sondern brunzdämlich (weil stumpf mitlaufen schlicht profitabel ist). Die sehen gute Zahlen im Quartalsbericht und drücken auf kaufen. Die sehen andere kaufen und drücken deswegen weiter auf kaufen. Shorties müssen eindecken und treten auch noch als Käufer auf.
        Dass der Cashflow weitgehend deswegen so gut ist weil Intel Lagerware abverkauft hat wie blöd ist egal, Zahl hoch, Gewinnsteigerung hoch --> BUY.
        Und schwupp haste wieder nen Fahnenstangenchart.

        Realitäten spielen praktisch keine Rolle mehr (wäre das so würden die westlichen Bösen bei einer Weltenergiekrise wie wir sie jetzt erleben nicht auf Allzeithochs handeln), es ist ein reines Casino geworden bzw. weit schlimmer als es war. Oder sagen wir mal so - die Zeit die es braucht bis die Realität die WallStreet eingeholt hat waren einst ein paar Wochen, heute sind es eher viele Monate.
        Das Börsenkurse in erster Linie als Selbstzweck Börsenstimmungen widerspiegeln und keine physischen Realitäten, ist allgemein bekannt und geht schon aus Pseudo-Handelsvolumina verglichen mit der Menge realer Werte hervor. Aber ich habe nicht gefragt, wieso die Aktie hochgeht, sondern wieso Intel davon spricht, "Fertigungskapazitäten zu erhöhen". Das ist eindeutig eine physische Aussage.

        Zitat von Incredible Alk
        Das Ding daran ist: Das funktioniert in die andere Richtung genauso. Sobald die Stimmung kippt und der erste größere Player zuckt reagieren die Automatismen genauso und eine Aktie rattert brutal nach unten was ebenso übertrieben ist. Einzelaktien zu handeln ist, finde ich, heutzutage wesentlich risikoreicher als noch vor 10-20 Jahren. Die Volatilität und geschwindigkeit ist einfach massiv angestiegen.
        Deine Betrachtung ist allerdings sehr rekursiv: Es ist riskanter geworden, weil man nicht mehr so schnell reagieren kann, wie andere reagieren? Tough luck.

        Das dürfte aber eigentlich kein Prozess der letzten 10-20 Jahre sein, sondern eher >40. Bereits Ende der 0er-Jahre haben mir gegenüber Wasserkühlungsfirmen über Anfragen von Börsianern berichtet, die Kühler für Skulltrail-Systeme benötigten bei dem Versuch, durch extreme Übertaktung (teils soll sogar mit Kompressoren experimentiert worden sein), noch ein paar Millisekunden Vorteil im automatisierten Hochfrequenzhandel rauszuholen. Wie soll da ein kleiner Privatanleger, der einmal die Woche oder einmal im Monat in sein Portfolio schaut, noch reaktiv handeln können? Der war auch damals schon auf langfristige Prognosen angewiesen, die sich tatsächlich an physischen Realitäten orientieren.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Bärenmarke
        Welche guten Zahlen? Erinnert mich irgendwie an das Spiel ich sehe was, was du nicht siehst...
        Börsenalgorithmen "denken" nicht, die "guten Zahlen" sind da ganz stupide:
        - Bruttomarge 41%, Prognose war 34% --> BUY.
        - Gewinn pro Aktie 0,29$, Prognose war Null --> STRONG BUY.
        - Free Cashflow 69% Steigerung zum Vorquartal --> ULTRASTRONG BUY!!

        Woher die ganzen Zahlen kommen und warum die vielleicht wegen Einmaleffekten ein schöneres Bild zeichnen als real der Fall ist spielt absolut keine Rolle. Und weil praktisch alle institutionellen Großinvestoren heute mit sochen Algos traden (alleine schon wegen des Geschwindigkeitsvorteils gegenüber einem Menschen) bestärken die sich dann zusätzlich noch gegenseitig.

        Das "Schlimme" ist: Ein echter Analyst der das alles durchschaut und entsprechend vorsichtiger investiert oder entscheidet gar nicht zu kaufen weil Intel (jetzt) überbewertet ist mag faktisch Recht haben - aber zu dem zeitpunkt wo er das erkennt haben die dummen stumpfen aber schnellen Algos schon 30% Rendite gemacht und sind wieder weg...
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Die sehen gute Zahlen im Quartalsbericht und drücken auf kaufen.
        Welche guten Zahlen? Erinnert mich irgendwie an das Spiel ich sehe was, was du nicht siehst...
        Die Margen sind weit von dem entfernt was intel in der Vergangenheit geliefert hat. Die Produktion an Servern ist sehr eingeschränkt, da intel diese intern fertigt und die Produktion nicht so einfach ausweiten kann wie AMD mit TSMC oder gibt es Produktionserweiterungen von denen ich nichts weiß?

        Ergo, ja sie profitieren vom Agentic AI Push, aber nicht in dem Umfeld wie es AMD tut, da sie dafür schlicht und ergreifend die schlechtere Lösung bieten.
        Und wenn man dazu noch die Verspätung bei intels Server CPUs ins Auge fasst und den baldigen Launch von Zen 6...
        Da sieht man eher wieder das gewisse ANALysten keinerlei Ahnung haben.
        Kurzfristig sehe ich da keine Chancen... Zu Jaguar Shores auch kein Wort, HT kommt erst frühestens 2028 zurück. Ich frag mich ernsthaft wo die ganzen postiven Meldungen gesehen werden?
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