Intel Bay Trail-T: Spezifikationen zu SoCs der Z3000-Reihe geleakt
Die englischsprachige Seite Wccftech hat einige Informationen zu Intels kommender Bay-Trail-Plattform veröffentlicht, wobei die Quellen nicht genannt werden. Interessant hierbei sind die genauen Spezifikationen, die vorherige Gerüchte bestätigen. Offiziell vorgestellt werden sollen die neuen Prozessoren auf der kommenden IDF am 11. September.
Mit Intels Bay Trail kommen erstmals Atom-Prozessoren, die gegenüber den ersten im Jahre 2008 veröffentlichten Modellen eine neue Mikroarchitektur inne haben. Letztere wird dabei als Silvermont bezeichnet und in 22 nm gefertigt, bei welcher der Chip-Hersteller vom In-Order-Design, bei dem die Befehle der Eingangsreihenfolge entsprechend abgearbeitet werden, zu einem geschwindigkeitsoptimierten Out-of-Order-Design wechselt. Diese Vorgehensweise ist bei AMD schon seit der Einführung der Brazos üblich und wird auch wieder bei der Jaguar-Architektur in den APUs Kabini und Temash angewendet. Die Grafikeinheiten entsprechen noch der von Ivy Bridge und bieten vier sogenannte Execution Units, die bei der vorgestellten Z3000-Serie mit bis zu 667 MHz agieren.
Wie bereits Gerüchte besagt haben, werden die Vierkerner die Modellbezeichnung Z37X0 tragen und zusätzlich auch als D-Variante erscheinen. Letztere verfügen nur über einen zwei Gigabyte großen Single-Channel-RAM, der bei 1,35 Volt mit einer Frequenz von 667 MHz arbeitet (DDR3L-1333). Die normalen Modelle bekommen ein Low-Power-DDR3-1067-Kit im Dual-Channel mit vier GiB spendiert, wodurch die Speicherbandbreite von 10,6 GB/s auf 17,1 GB/s gesteigert werden soll. Außerdem soll die maximale Auflösung bei den Prozessoren mit D-Suffix 1900 x 1200 Pixel betragen, wohingegen bei den anderen 2560 x 1600 Bildpunkte möglich sein sollen. Der gemeinsame L2-Cache beträgt bei allen vier Modellen zwei Megabyte. Die Kerne des Z3770(D) sind mit 2,4 GHz 600 MHz schneller als die des kleineren Z3740(D).
Neu hinzugekommen sind zwei Dualcores, die vermutlich in Low-Budget-Lösungen ihre Verwendung finden werden. Neben der Verringerung der Kernanzahl wurde auch der L2-Cache mit zwei MByte halbiert. Der Basistakt soll jeweils zwei Gigahertz betragen. Auch hier gibt es mit dem Z3680D ein Modell mit den oben beschrieben Charakteristika. Der Z3680 hat hingegen nur noch einen einzelnen LPDDR3-1067-Riegel mit einer Kapazität von einem GiB, wodurch die Speicherbandbreite auf 8,5 GB/s sinkt. Mit maximalen 1200 x 800 Bildpunkten soll die maximale Auflösung vergleichsweise gering ausfallen. Die Vorstellung soll auf dem diesjährigen Intel Developer Forum (IDF) vonstattengehen.
Quelle: Wccftech
