Intel: Application Targeted Accelerators eine Alternative zu SSE5?
Als AMD die SIMD-Instruktionen SSE5 ankündigte ging man von einem Feature-Set aus, von dem Intel noch ein Stück weit entfernt ist. Dem scheint, jedenfalls einem Bericht von xbitlabs.com zufolge, aber nicht so zu sein.
Zum Einen berichtet man, dass Intel das Instruktionsset SSE4 als ausreichend erachtet, zum Anderen sollen Application Targeted Accelerators (ATA) in zukünftigen Chips bessere Ergebnisse erzielen können.
SSE4, welches mit den Penryn-Prozessoren eingeführt wird, soll das letzte große Update von Intels SIMD-Instruktionen werden. Für Nehalem wird ein finales Update auf SSE4.2 genannt, welches noch einmal einige weinige neue Befehle enthalten soll. Anstelle der SSE-Erweiterungen soll dann bei Intel ATA treten. Erstmals werden diese auf den Westmere-Prozessoren erwartet. Die erste Auflage soll unter anderem die Entschlüsselung und Verschlüsselung von AES beschleunigen.
ATA soll Befehlserweiterungen einfach integrierbar machen und wird bei Intel als eine natürliche Evolution in der Entwicklung angesehen. Simultan zu der Entwicklung beim Fertigungsprozess. Vor allem aber soll ATA effizienter arbeiten und dabei weniger Energie verbrauchen. ATA muss, ebenfalls wie SSE, von der entsprechenden Software unterstützt werden. Da ATA sich von SSE grundlegend unterscheidet will man bei Intel frühzeitig auf die Entwickler zugehen.
Ob Intel dennoch SSE5 in seine Prozessoren integriert, und ob man bisherige SSE-Instruktionen beibehält, ist nicht klar. Ausschlaggebend wird hier vermutlich die Breite der Unterstützung für SSE5 sein.
