Intel: Analysten sehen "historischen Einbruch", AMD holt auf

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Intels Verluste an der US-Börse bedeuten Analysten zufolge einen "historischen Einbruch" des Unternehmens - AMD hingegen hole den Abstand sukzessive auf.
Quelle: Intel

Intels kürzlich veröffentlichte Umsatzergebnisse ziehen immer weitere Kreise an der Börse. Analysten sehen einen historischen Einbruch des Konzerns, während Konkurrent AMD die Gunst der Stunde nutzt.

Nachdem Intel in der vergangenen Woche verkünden musste, dass sowohl das vergangene Jahr 2022 und insbesondere das vierte Quartal mit hohen Verlusten abgeschlossen wurde, gaben auch die Zukunftsaussichten wenig Hoffnung auf Besserung. So rechne das Unternehmen laut dem Portal Reuters mit einem "überraschenden Verlust" und etwa drei Milliarden US-Dollar weniger Umsatz im ersten Quartal 2023, was wiederum einen historischen Einbruch zur Folge habe: Satte acht Milliarden US-Dollar Marktwert habe Intel quasi über Nacht am Freitag verloren.

Das voraussichtlich schlechteste Quartalsergebnis seit dem Platzen der Dotcom-Blase sei laut Börsenanalysten "nicht in Worte zu fassen", wie Reuters weiter ausführt. Die schlechte Prognose würde die Herausforderungen für Intel-CEO Pat Gelsinger noch stärker unterstreichen, der sich seinerseits zum Ziel gesetzt habe, Intels Dominanz im Chip-Sektor unter anderem mittels neuer Fabriken in Europa und den USA wiederherzustellen.

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Während Intels Aktien um weitere 6,4 Prozentpunkte gefallen sind, konnten die Konkurrenz rund um AMD (+0,3 Prozent) und Nvidia (+2,8 Prozent) leicht zulegen. Insbesondere erstgenanntes Unternehmen sei die derzeit größte Gefahr für Intel an der Börse, da die Genoa und Bergamo getauften Chips eine deutlich bessere Preis-Leistung aufweisen würden als Intels Sapphire Rapids Prozessoren. Dies hätte eine Vergrößerung der AMD-Marktanteile zufolge, sodass das Unternehmen auf bestem Wege sei, Intel die Spitzenposition im Hinblick auf den Börsenwert abzuluchsen. Selbst wenn die finanzielle Talsohle des Rechenzentrenmarktes erreicht sei, gerate Intel entsprechend noch weiter ins Hintertreffen, da man bis dahin weitere Marktanteile an AMD verlieren würde.


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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Zitat von onkel-foehn
        Effizienz Bench

        MfG Föhn.
        Ich sehe, du verlässt dich auf die PC Games Hardware Angaben.

        MfG Manner
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Zitat von onkel-foehn
        Effizienz Bench

        MfG Föhn.
        Ich sehe, du verlässt dich auf die PC Games Hardware Angaben.

        MfG Manner
      • Von onkel-foehn
        Zitat von Manner1a
        Sie reagieren mit der effizienteren CPU, natürlich.

        Viele Grüße
        Effizienz Bench

        MfG Föhn.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Inflation? Energiekosten?
        Nichts Neues, dass die (Privat-)Leute ihr Geld besser zusammenhalten, als noch vor 1-2 Jahren.
        Aber auch das Gewerbe dürfte viele PCs die 3 Jahre oder älter sind länger laufen lassen, vor allem da der Leistungsbedarf in den typischen Bereichen im büro seit Jahren schon gedeckt ist.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von _ololo_
        Im engeren Sinne (Börsenkontext) magst du recht haben, aber alltagssprachlich ist das doch arge Haarspalterei.
        Ist eine Investition nicht auch immer zum Teil Spekulation? Letztendlich kann doch niemand in die Zukunft sehen.
        Unterschiedliche Investoren spekulieren daher über die zukünftige Entwicklung eines Unternehmens verschieden; so kommt Angebot und Nachfrage überhaupt zustande.
        Ne das muss man schon differenzieren, da die Allgemeinheit bei der Börse sonst direkt an Zockerrei und co denkt und das ist halt nicht der Fall. Also, ja das gibt es natürlich auch, deswegen aber auch die Aufteilung, die ich im übrigen so aus einem Buch übernommen habe.

        Beispiel der Spekulant, kauft Aktien die von einem Hype betroffen sind und er spekuliert, dass er einen neuen dummen findet, der ihm noch mehr Geld dafür gibt Und das Ganze völlig losgelöst von der Geschäftserwartung usw. bestes Beispiel hierfür ist Wirecard. Wenn ich die Leute gefragt habe - die mir Wirecard empfohlen haben - wie Wirecard denn sein Geld verdient, konnte mir darauf niemand eine Antwort geben.

        Beim investieren beschäftigst du dich mit der Firma, liest den Jahresabschluss, Roadmaps, das Marktumfeld usw. und wenn du jetzt durch deine Recherche zu dem Entschluss gekommen bist dass Firma XY durch ihre Investitionen in das Marktumfeld gut wachsen wird und viel Erträge erwirtschaftet, wodurch dann auch der Kurs steigt ist dies eine Investition.
        Du bist ja auf dieses Ergebnis durch deine Eigenleistung gekommen und nicht weil du einfach drauf losspekulierst.
        Natürlich muss man auch mathematisch Wahrscheinlichkeiten mit einbeziehen, aber wir wollen es ja nicht unnötig kompliziert machen.

        Ansonsten könnte ich z.B. auch sagen der Häuslesbauer ist ein Spekulant. Er spekuliert darauf, irgendwann mal sein Haus abbezahlt zu haben und dadurch dann mehr Geld zu haben, wie wenn er ein Lebenlang zur Miete wohnt.

        Die obere Aufteilung, die ich schon mehrfach gelesen habe ist da einfach die Bessere und beschreibt das tun auch besser. Weil ansonsten hast du wieder das Problem der Telekomaktie, wo alle Leute dann denken Börse ist nur zocken und nein das ist sie nicht. Man muss sich aber informieren! Da es im Prinzip ein Handel mit Informationen ist und das wird dadurch klar aufgeteilt.

        Zitat von DIY-Junkie
        Kannst du näher erläutern, wie das gemeint ist? Wo fehlt Intel denn eine Fokussierung? Sie machen Chips für mainstream, Rechenzentren und neuerdings auch Grafikkarten. Und sie fertigen selbst und wollen auch dabei bleiben.
        Klar kann ich das. (Ist übrigens nicht meine Meinung, das wird nur im Allgemeinen bei Analysen oft bemängelt)
        Intel möchte seit Gelsinger sich zum Auftragsfertiger mausern. Dafür möchten sie Fabs bauen, aber wo ist der Plan wie man neue Kunden gewinnen möchte die aktuell woanders fertigen?
        Dann sagst du es richtig, sie machen alles, sehr vieles davon mit großer Verspätung. Nur wo ist ihr Fokus? Wollen sie überall Marktführer werden? Bei Gaming GPUs wird sich da Nvidia z.B. nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen.
        Und das ist auch das Problem, sie wollen zu viel auf einmal und das in jedem Bereich?
        Nehmen wir mal den Alterakauf der ja schon einige Jahre zurückliegt. Was ist den ihre Vision mit den FPGAs? Was wollen sie damit erreichen?
        Vergleichst du es mit Nvidia oder AMD ist der Marschweg da viel deutlicher vorgegeben, auch wenn man über entsprechende Produkte nicht so früh informiert wird wie bei intel, da beide zeitlich nicht mit Verzögerungen geplagt sind.
        Klarer?

        Zitat von DIY-Junkie
        Ich denke eher, es ist aus Sicht der Investoren "langweilig". Man weiß, was einen erwartet, natürlich mit Schwankungen aber grundsätzlich ohne riesige Überraschungen.
        NVidia auf der anderen Seite forscht und investiert in Zukunftstechnologien.
        Langweilig würde ich nicht sagen.
        Man sieht eher nicht woher das Umsatzwachstum kommen soll. Intel hat mit Nvidia und AMD zwei starke Konkurrenten (AMD war ja prinzipiell lange raus), dazu kommt noch Apple dazu, ARM drückt auch immer mehr und als Marktführer bist du halt immer derjenige der am meisten zu verlieren hat.

        Zitat von DIY-Junkie
        Das sieht man dann eben an der Bewertung dieser Unternehmen. Das KUV von NVidia ist 10 mal so hoch wie das KUV Intels. Erkläre das mal rational.
        Bin ich absolut bei dir, Nvidia wird auch sehr gehypt im Analystenumfeld. Aber gut, Angebot und Nachfrage.
        Wobei du bei den Kennzahlen vorsichtig sein musst, viele machen den Fehler und nehmen veraltete werte.
        Wenn du z.B. den aktuelln KGV berechnen möchtest, dann solltest du die letzten 4 Quartale nehmen und nicht die Zahlen aus 2021. Bzw. mit 3 und dem geschätzten Wert für q4.

        Zitat von PCGH_Torsten
        In der Praxis berücksichtigen Aktienkäufer natürlich meist beide Aspekte. Welcher überwiegt und somit den Börsenwert treibt, kann man aus der Entwicklung des Aktienkurses und der Entwicklung der Dividenden ableiten: Für eine Spekulation wählt man Aktien von denen pro Euro Einkaufswert die meisten Euro Verkaufswert zu erwarten sind (wobei diese Erwartung die Wahrscheinlichkeit aller denkbaren Kursentwicklungen berücksichtigen muss). Für eine Investition wählt man Aktien, die pro Euro Einkaufswert die meisten Euro Dividende erwarten lassen. Im Falle von AMD ist das Recht übersichtlich:
        In den letzten Jahrzehnten wurden exakt 0,00 UD-Doller Dividende ausgeschüttet
        Der Aktienkurs hat sich allein in den letzten sechs Jahren verdreißigfacht.
        (Vergleich Intel: Dividende von 1,04 auf 1,46 US-Dollar hoch, Aktie rund 1/3 runter)
        Das ist planker Unfug!
        Eine Dividendenaktie wählt man, weil man den stetigen Mittelzufluss möchte. Und auch hier gilt es, sich genaustens zu informieren, damit der nicht in 1-2 Jahre im Sande verläuft!
        Zudem gibt es auch sehr viele AGs die traditionell keine Dividenden ausschütten und z.B. den Geldbetrag für Aktienrückkäufe nutzen, um dadurch den Kurs anzutreiben.
        Oder du hast eine Aufteilung zwischen Vorzugs- und Stammaktien. Bei erster bekommst du dann mehr Dividende, da diese kein Stimmrecht besitzt.
        Und dass sich der Aktienkurs von intel so verändert hat, liegt nicht an der Dividende, sondern an der Geschäftsentwicklung... Gibt genügend Aktien, die ihre Dividende steigern und der Kurs nicht einbricht, eben weil sie solide wirtschaften.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JoshuaOD
        Sehe schon die Grafikkarten Sparte die abgestoßen / geschlossen wird,
        Zitat von beastyboy79
        Grundsätzlich, denke ich, sollte man sich nicht wünschen, das Intel das Projekt dGPU zu den Akten legt.
        Würde Intel ihr Grafikprojekt ohne Nachfolger einstellen, könnten sie sich ohnehin bereit für ihren Untergang machen. In der Chipletära werden sie eine konkurrenzfähige GPU-Technologie brauchen, genauso, wie Nvidia dann eine konkurrenzfähige CPU-Technologie brauchen wird und ansonsten aufgeschmissen sein würde.
      Direkt zum Diskussionsende
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