Intel macht Verlust: Desktop-Markt stürzt ab, Grafiksparte immer noch tiefrot
Pessimisten erwarteten bereits, dass Intel, AMD und Nvidia schwache Zahlen vorlegen würden. Intel legt nun vor und muss heftige Einbrüche bei Umsatz und Gewinn erklären.
Das letzte Quartal 2022 und auch das Gesamtjahr liefen für Intel alles andere als rund. Am gestrigen Abend musste Intel-CEO Pat Gelsinger gute Miene zum bösen Spiel machen und heftige Verluste erklären.
Heftige Einbrüche im Desktop-Markt
Im Q4 setzte Intel gut 14 Mrd. US-Dollar um, das bedeutet ein Minus von 32 Prozent zum vergleichbaren Vorjahresquartal, wo man noch 20,5 Mrd. US-Dollar umsetzte. Die wichtige Bruttogewinnmarge stürzte von 53,6 Prozent im Vorjahr auf nun 39,2 Prozent ab. Der Gewinn drehte von 4,6 Mrd. USD im Q4 2021 nun sogar auf ein Minus von 660 Mio. USD. Damit war Intel nahe dran am schlechtesten Quartal, wenn man nur auf den Gewinn schaut. Das Gesamtjahr sah nicht viel besser aus. Insgesamt schaffte man einen Umsatz von 63,1 Mrd., immerhin knapp 16 Mrd. weniger als 2021 - ein Minus von 20 Prozent. Der Gewinn sank um satte 60 Prozent von 19,9 Mrd. auf 8,0 Mrd. USD.
Am härtesten traf es die Client Computing Group, wo unter anderem Desktop-CPUs verbucht werden. Hier stürzte der Umsatz von 10,3 Mrd. im Q4 2021 auf jetzt 6,6 Mrd. USD ab. Das ist ein Minus von 36 Prozent. Im Gesamtjahr ging es immer noch 23 Prozent runter. Aber auch Datacenter und AI musste einen Quartalsrückgang beim Umsatz von 33 Prozent verkraften. Die Grafiksparte legt beim Umsatz zwar leicht zu, mit insgesamt 837 Mio. Umsatz für 2022 bleibt Arc und Co. aber wirtschaftlich gesehen nur ein Nebenschauplatz. Und damit verdient Intel auch weiter kein Geld: Insgesamt macht die Sparte 2022 heftige 1,7 Mrd. US-Dollar operativen Verlust.
Die Aussichten für das erste Quartal 2023 sind auch nicht wirklich gut. Intel rechnet mit weiteren Rückgängen und nur noch 10,5 - 11,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, das wäre ein Minus von gut 40 Prozent zum Q1 2022. Intel stellt auch einen Quartalsverlust in Aussicht. Trotzdem verbreitet die Pressemeldung Optimismus. Man habe trotz des Gegenwindes am Markt "gute Fortschritte bei der strategischen Transformation" geschafft. Bis Ende 2025 möchte man 8-10 Mrd. US-Dollar einsparen, es dürften also weitere Entlassungen ins Haus stehen.
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49% von einer Foundry in der aktuellen größe ist nicht viel Geld. Aber wenn das Ding jetzt 3 Jahre lang wächst sind ganz andere Summen möglich
Aber ich finde es schon sehr interessant zu wissen, mit wie viel Milliarden sie das Foundrygeschäft bewerten könnten?
Weil das Problem bei Konzernen wie intel ist ja immer das Klumpenrisiko wie es auch VW hat, spalte ich alles auf, erziele ich höhere Werte wie der Konzern, der alle Werte vereint.
Ich hab ja auch geschrieben, dass ichs mir nicht vorstellen kann. Also damit ist nicht gemeint, dass es nicht realistisch ist. Mein Hirn ist einfach nicht flexibel genug das nach all den Jahrzehnten die wir mit Intel zusammenarbeiten einfach so zu "akzeptieren"
Aber ich denke mal die nächsten Jahre müssen sie aufjedenfall eine Entscheidung treffen, welchen Weg sie einschlagen wollen und das mit einem starken Statement zementieren.
Und brauchen nicht unbedingt Highend für ihre Spiele.
Anders kann ich mir nicht erklären, warum Intel den Markt als erstes ausgewählt hat.