Intel 10 nm Desktop 2020: Erneut Verwirrung um Markteinführung
Bei Intel gibt es erneut Verwirrung um 10-nmProzessoren für den Desktop, die nun schon 2020 verfügbar sein sollen. Dabei kann es sich eigentlich nur um Interpretations-Spielraum oder ein Missverständnis handeln, denn Comet Lake S ist gesetzt. Was wären die Optionen?
Das Chaos bei Intel um Desktop-Prozessoren in 10 nm geht weiter: Ursprünglich hieß es, dass Desktop-Prozessoren erst im Jahr 2022 in dieser Fertigungstechnik erscheinen sollen. Bis dahin wird man nur hier und da ein paar Mobil-Chips sehen. Dann hieß es zwischendurch einmal von Medien, 10 nm für Desktop wäre Geschichte und es ginge über verschiedene 14-nm-Aufgüsse direkt zu 7 nm - was von Intel prompt dementiert wurde.
Nun heißt es laut Country Manager Denis Gaudreault (Kanada), dass Desktop-Prozessoren in 10 nm bereits 2020 verfügbar sein werden. Patrick Stewart würde sagen: "mild shock". Sicher ist im Moment, dass mit Comet Lake S Anfang 2020 ein "neues" Mainstream-Portfolio aufgelegt wird, das in 14 nm ++ produziert wird. Das gab es jüngst auch in einem größeren Leak zu sehen. Da fehlten allerdings kleinere Modelle an Prozessoren wie die Core i3. Denkbar wäre es also, dass Intel die kleinen CPUs in 10 nm fertigt.
Auch lesenswert: Intel Comet Lake: Umfangreicher Leak zur 10. Mainstream-Generation mit 400er PCH
Alles andere wäre irgendwie nicht so wahnsinnig sinnvoll. In 2020 noch eine volle Produktline in 10 nm auf den Markt zu bringen, würde Comet Lake ziemlich schlecht aussehen lassen. Denkbar wäre auch, dass Intel im Herbst 2020 HEDT neu auflegt - in 10 nm. Ungewöhnlich bliebe aber auch das, da die HEDT-Chips recht großflächig sind und das nicht zwingend gut mit einem neuen und problembehafteten Fertigungsprozess einhergeht.
Es bleiben also eigentlich nur zwei derzeit favorisierte Theorien: Eine haben wir bereits angeschnitten: Kleine Mainstream-Prozessoren werden in 10 nm gefertigt und Comet Lake wäre dann auf zwei Nodes verteilt. Das könnte mitunter auch erklären, warum intel mit zwei Chip-Designs unterwegs ist. Theorie Nummer zwei ist, dass Gaudreault einfach missverstanden wird und die bereits veröffentlichten oder nächstes Jahr kommenden Mobil-Prozessoren auch in Kleinstsystemen wie den NUCs angeboten werden. Das wäre der Definition nach "Desktop".
Quelle: WCCFTech

...und bei allen dreien glaube ich erst dran, wenn ich es sehe. Wobei ich dem Brexit im Moment die besten Chancen einräumen würde, gefolgt von Intels 10 nm Desktop. Mit etwas Abstand folgt dann der BER, und Schlusslicht ist weiterhin Star Citizen.
Glauben Sie, Sie wissen es besser? Dann besuchen sie uns jetzt auf wetten.pcgh.de und informieren sie sich über aktuelle Quoten und Einsätze!
Auf Hardwaredaten, Releasedates und Preise wetten und was gewinnen (nix besonderes. Forenavatare oder so. Just for fun).
Über die Zeit würde sich auch herauskristallisieren wer den Markt gut einschätzen kann
Könnte mir schon verstellen, das es einen reinen Quadcore (i3/Pentium) in 10 nm gibt und die größeren CPUs (i5/i7/i9) auf dem 10-Kerner in 14 nm basieren.
Ice Lake hat aber nicht nur eine andere Fertigung, sondern auch eine andere Plattform. Und für eine dritte Desktopplattform inklusive PCHs, Mainboards und Sockel gibt es weder Ankündigungen/Gerüchte, noch wäre das ökonomisch oder vermarktungstechnisch sinnvoll. Ich plädiere daher für Option 1: Intel wird auf Basis der bislang nur mobilen Ice Lake auch verlötete Desktop-Prozessoren anbieten. Das ist kein Widerspruch zum bisherigen Cannon-Lake-Angebot, denn auch wenn diese in homöpathischen Dosen in Desktop-PCs verbaut wurde, gab es dennoch ausschließlich Mobile-SKUs im Angebot.
Unabhängig davon gibt es aber Grenzen bei Effizienz und Kühlbarkeit. Ich habe gerade mal versucht, den taktabhängigen Stromverbrauch eines Zen2 CCDs und eines Cedar-Mill-Dies abzuschätzen. Beide haben rund 80 mm², beide beinhalten nur Kern(e), Caches und ein System-Interface, beide sind für knapp 4 GHz unter synthetischer Maximallast konzipiert und, soweit ich rekonstrurieren konnte, müssten dabei beide um die 80 W verheizen. Aber der eine ist ein 7-nm-Prozessor von 2019 und der andere ein 65-nm-Design von Anfang 2006 – "Stagnation" ist wohl das richtige Wort für diese Nicht-Entwicklung der elektrischen Leistungsdichte.
Es klingt jedenfalls ziemlich ambitioniert, dieser Wechsel von „Wir bekommen die Taktraten nicht hin und wir verlieren zu viele Chips pro Wafer“ zu „Yo, passt. 2020 wird der Sh!t!“
Und Yield-Probleme hat Intel vor zwei Jahren beklagt, bezüglich Ice Lake hört man diesbezüglich wenig. Bleiben nur die etwas niedrigeren Taktraten und die sind für Produkte mit uns nicht bekannten Taktversprechen nicht zwangsläufig ein Problem.
Nun muss man die Arch überarbeiten und zusätzlich für gute Ausbeute in den eigenen Fabs sorgen...
Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie sich so Zeit lassen... So ne Marktführerschaft muss auch verteidigt werden und das macht man nicht, indem wartet bis der Konkurrent auf Augenhöhe ist...
hier geht es um intel nicht ryzen
Und was war nun dein Problem beim Ryzen?
An der Leistung kann es kaum liegen, wenn man sich die uralten Systeme in der Signatur anschaut .