ISSCC 2011: AMD mit neuen Bulldozer-Details - Update: Taktfrequenzen und Die-Größe
Mit vier Präsentationen wird AMD bei der Halbleiterkonferenz ISCC vertreten sein. Erwartet werden unter anderem Details zu den kommenden Bulldozer-Doppelkernmodulen.
Update vom 23.02.2011: Neue Eckdaten
Quelle: AMD
AMD Bulldozer (1)
Nun liegen auch einige einige weitere (allerdings schon bekannte) Eckdaten zum Chip vor: Die Bulldozer-Taktfrequenzen werden bis zu 3,5 Gigahertz erreichen. Ein Doppelkern-Modul soll 213 MillionenTransistoren enthalten (das entspricht etwa einem Athlon 64 X2 [233 M] oder einem Pentium D [230 M]). Es verfügt dabei über zwei MiByte L2-Cache und eine Die-Größe von knapp 31 mm². Die Module werden den Angaben zufolge mit 11 Lagen ("Layern") im 32-Nanometer-Prozess gefertigt, die Kerpannung soll zwischen 0,8 und 1,3 Volt liegen.
Bulldozer soll auch eine "wesentlich aggressivere" Turbo-Core-Implementierung als Llano haben, schreibt Samuel Naffziger. Diese Implementierung biete maximale Performance falls nötig und maximale Effizienz wann immer dies "angemessen" sei.
Endlich vollzieht auch AMD einen Schritt, den Intel schon mit dem Core 2 Duo 2006 einführte: Das Design wird 4-fach superskalar, bisher war es 3-fach superskalar. Der Integer-Scheduler wird dazu aufgebohrt und kann nun vier Operationen zuweisen. Insgesamt können acht Befehle (bei zwei simultan laufenden Threads) pro Doppelkern-Modul abgearbeitet werden.
Die Leistung eines Bulldozer-Doppelkern-Moduls soll laut AMD-Ingenieur Michael Golden bei zirka 90 Prozent eines echten Doppelkern-Prozessors liegen. Da gleichzeitig aber wesentlich weniger Leistung aufgenommen wird, besitzt Bulldozer unter dem Strich das bessere Performance-pro-Watt-Verhältnis.
Wie wichtig eine Senkung der typischen Leistungsaufnahme der Prozessoren ist, unterstreicht AMD in einem neuen Blogeintrag. Demnach ist der Prozessor für knapp 50 Prozent des Energie"verbrauchs" während typischer Desktop-Aufgaben verantwortlich (siehe Grafik rechts).
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Original-Artikel vom 22.02.2011
Die Halbleiterkonferenz ISSCC ist weiter für Nachrichten gut. Nachdem Intel gestern einige Details zum Itanium mit Poulson-Kern enthüllte, betritt nun AMD mit insgesamt vier Präsentationen den Ring. Zwei der Präsentationen fanden bereits gestern statt, zwei weitere werden im Lauf des heutigen Tages erwartet.
Effizienz gesteigert
Quelle: AMD
AMD Bulldozer (4)
AMD will dabei vor allem die Energieeffizienz der Bulldozer-Doppelkerne deutlich gesteigert haben; es habe viele Optimierungen auf Schaltkreis-Ebene gegeben, unter anderem beim Clock Gating, der FPU und im L1-Cache, schreibt AMD-Fellow Tim Fischer im AMD-Blog.
AMD habe zudem die arithmetischen Einheiten samt der Kontrollstrukturen der FPU grundlegend überarbeitet, damit diese schneller ausgeführt werden können und trotzdem weniger Energie benötigen als bei bisherigen AMD-Prozessoren.
Die Bulldozer-FPU wird außerdem neue Befehlssatz-Erweiterungen unterstützen, darunter SSSE3, SSE4.1, SSE4.2, AVX, AES und Advanced Multiply-Add/Accumulate Operationen. Um diese Verbesserungen im Chipdesign unterzubringen, musste unter anderem die Pipeline neu strukturiert und das Layout ("Floorplan") geändert werden
Auch zur Integer-Einheit wird es bei der ISSCC eine eigene Präsentation geben.
Hintergründe zu Bulldozer
Unter dem Codenamen Bulldozer entwickelt AMD seit einiger Zeit den Nachfolger der K10-Architektur. Unter anderem werden bei Bulldozer je zwei CPU-Kerne zu einem "Modul" zusammengefasst, das sich Ansteuerungslogik, L2-Cache und FPU ("Floating Point", Gleitkomma)-Einheiten teilt. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft.
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Quellen: AMD Blog, Konferenzplan (Seite 20), Eetimes,

a) Die Folie ist fehlerhaft und wir sind so unwissend wie zuvor
b) Die Folie berücksichtigt nicht nur die Prinzipien der Architektur, sondern auch Fertigungstechnik,... . In dem Fall ist anzunehmen, dass die Leistungsangabe ihrerseits den gestiegenen Takt, Turbomodus,... berücksichtigt, was das ganze ebenfalls uninterpretierbar und wertlos macht.
Es bleibt also offen wie schnell ein BD Modul gegenüber alten Phenoms Dual Cores wirklich ist.
Nun hab ichs endlich auch verstanden
Bleibt jetzt nur die Frage, wieviel schneller
MfG