IDF: Penryn, Nehalem, Xeon - 45-Nanometer-Generation im Überblick

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Steve Smith zeigte uns die neue Penryn-Generation. Links: das Dual-Core-Modell Wolfdale, rechts: die Quad-Core-Variante Yorkfield. (Bild: PCGH) Steve Smith zeigte uns die neue Penryn-Generation. Links: das Dual-Core-Modell Wolfdale, rechts: die Quad-Core-Variante Yorkfield. (Bild: PCGH) Bereits in der ersten Präsentation am Dienstagmorgen auf dem IDF in San Francicso (Dienstagnachmittag in Deutschland) ging Intels Paul Otellini kurz auf die ersten 45-Nanometer-Prozessoren ein. Genauere Details erfuhren wir allerdings erst im Verlauf des Tages.

Zuerst kommt der Penryn als Nachfolger zur aktuellen Core-2-Generation. Erste CPUs sollen bereits am 12. November gelaunched werden, weitere Modelle folgen im ersten Quartal 2008. Die Dual-Core-Variante heißt Wolfdale, Yorkfield ist die Quad-Core-Version. Die Architektur ist größtenteils identisch zu aktuellen Core-2-Prozessoren. Dafür verfügen Penryn-Modelle wie bereits bekannt ist über einen größeren L2-Cache: Bei Wolfdale sind es sechs, bei Yorkfield dementsprechend zwölf MByte. Dieser wird neuerdings über 24 Wege angesprochen. Zudem könnte es Desktop-Modelle mit 400 MHz FSB geben, wie Steve Smith im Gespräch andeutete. Der Befehlssatz wurde auf die Version SSE 4.2 erweitert und die Virtualisierungs-Technik verbessert. Die Taktraten sollen zunächst bei maximal drei GHz liegen. Vielleicht bekommen wir - genau wie beim letzten Jahr mit dem ersten Conroe-System - auch dieses Mal die Gelegenheit, eigene Benchmarks mit einem Penryn-PC durchzuführen.

Bei der Nehalem-Variante handelt es sich hingegen um eine komplett neue Architektur. Dazu gehört ein integrierter Speicher-Controller für buffered oder unbuffered DDR3-Module. Anders als bisher angenommen, kommt der RAM-Controller bei allen Nehalem-Prozessoren zum Einsatz. Ebenfalls neu: Per Quickpath kommuniziert die CPU mit dem Speicher oder (in einem Multi-Sockel-System) mit weiteren Prozessoren. Außerdem sollen bei den ersten Varianten jeder Kern dank Simultaneous Multi-Threading (SMT) über zwei Threads verfügen. Somit hat ein Quad-Core-Prozessor insgesamt acht Threads. Doch auch die Single-Thread-Performance will Intel gegenüber aktuellen Core-2-Prozessoren gesteigert haben.

Als erstes soll ein Vierkern-Nehalem-Modell auf den Markt kommen. 2008 folgt eine Achtkern-Variante. Bei der Präsentation zeigte Intel bereits ein Dual-Sockel-System mit zwei Quad-Core-Nehalem-Modellen. Das System verfügte also insgesamt über 16 Threads, die auch korrekt im Task-Manager dargestellt wurden (siehe Bild in unserer Galerie). Besonders stolz ist Intel auf die Skalierbarkeit der neuen Architektur. So kann der Hersteller einfach die Cache-Größe oder die Anzahl von Threads sowie Kernen bestimmen. Eine Dreikern-Variante wie bei AMDs Phenom soll es laut Steve Smith aber voraussichtlich nicht geben.

Von der Server-Version Xeon mit 45-Nanometer-Fertigung präsentierte Intel bereits erste Benchmark-Ergebnisse. So soll der neue Xeon 5400 mit 3,2 GHz und 400 MHz FSB beim Specfp-Test vor einem Opteron 2360 (Barcelona mit 2,5 GHz) liegen.

Zwei Intel-Fabs produzieren bereits 45-Nanometer-Prozessoren, zwei weitere sollen im ersten und zweiten Halbjahr 2008 folgen.

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