Power9: IBM kündigt AC922-Systeme mit bis zu sechs Tesla-V100-Beschleunigerkarten an

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Power9: IBM kündigt AC922-Systeme mit bis zu sechs Tesla-V100-Beschleunigerkarten an
Quelle: IBM

IBM hat die HPC-Systeme AC922 angekündigt, die erstmals mit den hauseigenen Power9-Prozessoren ausgestattet sind. Anstatt die Leistung der 20-Kern-CPUs alleine zu vermarkten, spricht IBM die Vorteile der gesamten Plattform an. Dank der NV-Link-2.0-Anbindung der zwei bis sechs Volta-Beschleunigerkarten Tesla V100 könnten AI-Berechnungen bis zum Faktor 4 beschleunigt werden.

IBMs Power9-Prozessoren gehören zu den fortschrittlichsten Modellen, was die Anschlussvielfalt angeht. Sie beherrschen bereits PCI-Express 4.0 und als einzige CPUs Nvidias NV-Link 2.0 zur schnelleren Anbindung von Volta-basierten Beschleunigerkarten mit GV100-GPU. Darüber hinaus werden CAPI 2.0 und OpenCAPI unterstützt. Im Rahmen einer Pressemitteilung hat IBM nun die ersten entsprechenden HPC-Systeme angekündigt, ohne eine Auslieferung einzelner Power9-CPUs in Aussicht zu stellen.

Der Chiphersteller beschreibt die Vorteile der gesamten AC922-Plattform im Bereich Machine Learning, womit sich die Systeme gut für das Feld künstliche Intelligenz eignen sollen. Zwei Power9-CPUs mit je 20 (80 Threads, 2,0-2,9 GHz) beziehungsweise 16 Kernen (64 Threads, 2,6-3,1 GHz) werden mit 1 TiByte DDR4-RAM und zwei bis sechs Tesla-V100-Beschleunigerkarten kombiniert. IBM nennt in gängigen AI-Anwendungen einen Performance-Zuwachs um den Faktor 4, wobei der Chiphersteller ACC922-Systeme mit zwei 20-Kernern gegen Intel-Workstations mit zwei Xeon E5-2640 v4 (Broadwell-EP, je 10 Kerne/20 Threads, 2,4-3,4 GHz) stellt. In beiden stecken vier Tesla V100.

Die Geschwindigkeitszuwächse kommen nicht unbedingt durch die zusätzlichen CPU-Kerne, sondern durch die Kommunikation zwischen CPUs und GPUs über NV-Link 2.0, womit ein Flaschenhals gelöst wird. Die CPUs können Daten mit 80 GB/s an die GPUs übertragen, wohingegen PCI-Express 3.0 x16 in Intels Fall nur knapp 16 GB/s schafft. Zudem ermöglicht NV-Link 2.0 einen kohärenten Speicherzugriff auf den RAM. Je nachdem, wie viele Tesla-V100-Beschleunigerkarten eingesetzt werden, können sie untereinander mit 80 oder 160 GB/s kommunizieren - das funktioniert auch in System mit Intel-CPUs. Erweiterungskarten werden an die Power9-Prozessoren derweil über PCI-Express 4.0 angeschlossenen, das die Bandbreite gegenüber 3.0 grob verdoppelt.

Laut heise.de möchte IBM die Auslieferung der ersten AC922-Systeme mit Luftkühlung und bis zu vier Tesla V100 gegen Ende Dezember beginnen. Höhertaktende Ausführungen mit Wasserkühlungen und bis zu sechs Tesla V100 sollen laut forbes.com bis zum Sommer 2018 erscheinen. Preise nennt IBM wie üblich nur individuell auf Nachfrage.

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