Gordon Moore: Intel-Mitgründer mit 94 Jahren verstorben

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Gordon Moore: Intel-Mitgründer mit 94 Jahren verstorben
Quelle: Intel

Intel-Mitgründer Gordon Moore, der 1965 das bekannte "Mooresche Gesetz" formulierte, ist gestern im Alter von 94 Jahren verstorben. Bei Intel war er so lange tätig wie wohl kaum ein anderer: Ab Gründung des Unternehmens arbeitete Moore dort bis 2006 in verschiedenen Positionen.

Die Welt wäre heute eine andere, hätten Robert Noyce und Gordon Moore nicht 1968 den Chip-Hersteller Intel gegründet. Nachdem Noyce bereits 1990 an einem Herzinfarkt verstarb, folgte ihm gestern nun auch Moore im Alter von 94 Jahren. Laut Intel starb er im Kreis seiner Familie auf Hawaii. Er hinterlässt seine langjährige Ehefrau, zwei Söhne und vier Enkelkinder.

Intel, eine Stiftung und ein Gesetz

Für Intel hatte Moore auch nach der Gründung eine immense Bedeutung: Bis 1975 war er leitender Vizepräsident, dann Präsident und 1979 CEO der Chipschmiede. 1987 wechselte er schließlich in das Board of Directors, dem er bis 2006 angehörte. Zuvor gründete er im Jahr 2000 zusammen mit seiner Frau die Gordon and Betty Moore Foundation, die unter anderem Themen aus der Forschung, dem Umweltschutz und der Patientenversorgung finanziert. Außerdem liegt ein besonderer Fokus der Stiftung auf dem Erhalt des San Francisco Bay Area, wo Moore 1929 geboren ist.

Anlässlich seines Todes hob Stiftungsleiter Harvey Fineberg noch einmal die Qualitäten von Moore hervor. Demnach war dieser bescheiden und großzügig. Laut Fineberg hat Moore außerdem nie nach Bekanntheit gestrebt und trotzdem mit seinen Entwicklungen und Spenden die Welt verändert.

"Diejenigen von uns, die Gordon kennengelernt und mit ihm zusammengearbeitet haben, werden für immer von seiner Weisheit, Bescheidenheit und Großzügigkeit inspiriert sein. Obwohl er nie danach strebte, ein bekannter Name zu sein, haben Gordons Vision und sein Lebenswerk die phänomenalen Innovationen und technologischen Entwicklungen ermöglicht, die unser tägliches Leben prägen. Doch diese historischen Errungenschaften sind nur ein Teil seines Vermächtnisses. Seine und Bettys Großzügigkeit als Philanthropen werden die Welt für kommende Generationen prägen."

Zuletzt bei Intel: Raja Koduri und Randhir Thakur müssen gehen und Stuart Pann übernimmt die Intel Foundry Services

Auch wenn Moore nicht nach Bekanntheit gestrebt hat, hat er diese doch erreicht. Das erstmals 1965 formulierte und 1975 korrigierte "Mooresche Gesetz" wird schließlich auch heute noch häufig zitiert und gilt für viele Unternehmen der Halbleiter-Branche als Maßstab. Damals sagte Moore eine periodische Verdopplung der Komplexität integrierter Schaltungen voraus, die ab 1975 alle zwei Jahre erfolgen sollte. Mit leichten Abweichungen kann dieser Richtwert bis heute eingehalten werden, wodurch modernere Entwicklungen wie Computer, das Internet oder Smartphones überhaupt erst möglich wurden.

Quelle: Intel via Tom's Hardware

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Ja, wobei er es glaube ich selbst nie als Law, sondern als Beobachtung/Prediction/Voraussage/Einschätzung geshen hat und zwar von 1965 bis 75 und dann nochmal.
        Ein Gesetz wurde es eigentlich ja nie so wirklich (wissen wir) sondern bleibt eine Vorhersage/Prognose.
        Davon abgesehen hieß es immer bis die Elemente das nicht mehr hergeben, also wars immer eine Prognose mit Ablaufdatum. Es ist eigentlich weit mehr eine Ansage zum Entwicklungstempo und zur Kosteneffizienz gewesen. Soweit ich mich erinnere wird Moores Law meist auf die Transistormenge pro mm² gesehen, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es sich eben auch auf die Kosten pro Transistor bezog. Was der Grund ist, warum die Dinger nicht nur exponentiell schneller sondern eben auch leistbarer geworden sind.
        Ist aber schon 20+ Jahre her, dass ich das studiert hab.
        Was Moore ursprünglich veröffentlicht hatte, war eine Vorhersage für die Schaltungskomplexität der günstigsten Mikrochips für das nächste Jahrzehnt. Später hat er die nochmal auf halbes Tempo korrigiert. Seitdem die Geschichte als "Law" hochgehalten bzw. zum allemeinen Ziel erklärt wurde, wird sie aber immer wieder umgedeutet. 12 Monate, 18 Monate, 24 Monate. Bezahlbare ICs, Mainstream-Topmodelle, GPUs, Server-CPUs oder einfach Fertigungen. Transistoren, Rechenrohleistung, Abschneiden in Cherry-Picked-Benchmarks. Pro Silizium-Chip, pro Sockel, pro System, pro mm², pro US-Doller, pro Watt. Seit Moore, seit der letzten besonders schlechten Generation; bis zu den bestehenden Chips, bis zu denen die man gerade einführt, bis zu denen die man für in zwei Jahren verspricht.

        Alles schon gesehen, alles frei kombinierbar. Irgendwie findet immer jemand irgend einen Weg, eine Linie in sein Diagramm zu malen, die "Moore's Law" entsprechen soll, auch wenn man letzteres in der dort angewandten Fassung nie zuvor gehört hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Ja, wobei er es glaube ich selbst nie als Law, sondern als Beobachtung/Prediction/Voraussage/Einschätzung geshen hat und zwar von 1965 bis 75 und dann nochmal.
        Ein Gesetz wurde es eigentlich ja nie so wirklich (wissen wir) sondern bleibt eine Vorhersage/Prognose.
        Davon abgesehen hieß es immer bis die Elemente das nicht mehr hergeben, also wars immer eine Prognose mit Ablaufdatum. Es ist eigentlich weit mehr eine Ansage zum Entwicklungstempo und zur Kosteneffizienz gewesen. Soweit ich mich erinnere wird Moores Law meist auf die Transistormenge pro mm² gesehen, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es sich eben auch auf die Kosten pro Transistor bezog. Was der Grund ist, warum die Dinger nicht nur exponentiell schneller sondern eben auch leistbarer geworden sind.
        Ist aber schon 20+ Jahre her, dass ich das studiert hab.
        Was Moore ursprünglich veröffentlicht hatte, war eine Vorhersage für die Schaltungskomplexität der günstigsten Mikrochips für das nächste Jahrzehnt. Später hat er die nochmal auf halbes Tempo korrigiert. Seitdem die Geschichte als "Law" hochgehalten bzw. zum allemeinen Ziel erklärt wurde, wird sie aber immer wieder umgedeutet. 12 Monate, 18 Monate, 24 Monate. Bezahlbare ICs, Mainstream-Topmodelle, GPUs, Server-CPUs oder einfach Fertigungen. Transistoren, Rechenrohleistung, Abschneiden in Cherry-Picked-Benchmarks. Pro Silizium-Chip, pro Sockel, pro System, pro mm², pro US-Doller, pro Watt. Seit Moore, seit der letzten besonders schlechten Generation; bis zu den bestehenden Chips, bis zu denen die man gerade einführt, bis zu denen die man für in zwei Jahren verspricht.

        Alles schon gesehen, alles frei kombinierbar. Irgendwie findet immer jemand irgend einen Weg, eine Linie in sein Diagramm zu malen, die "Moore's Law" entsprechen soll, auch wenn man letzteres in der dort angewandten Fassung nie zuvor gehört hat.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ein wahrer Visionär und Pionier in der Computerbranche.
        Er hat ein stolzes Alter erreicht.
        R.I.P. und danke!
      • Von DoctorChandra
        R.I.P. Gordon !
        Und Danke für alles.
      • Von oldsql.Triso Volt-Modder(in)
        Zitat von hrIntelNvidia
        RIP Gordon Moore. Die Leistungen dieses Mannes sind unglaublich. Wo wären wir heute ohne Menschen wie ihn?
        Also wenn man davon ausgeht dass es genügend andere schlaue Menschen gibt, genau da wo wir sind. Wenn man deine Frage anders liest, wären wir noch mit Keulen unterwegs. Und wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] richtig sagte bezog sich das (glaube ich auch) auf die Kosten.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat

        ". Das erstmals 1965 formulierte und 1975 korrigierte "Mooresche Gesetz" wird schließlich auch heute noch häufig zitiert und gilt für viele Unternehmen der Halbleiter-Branche als Maßstab. Damals sagte Moore eine periodische Verdopplung der Komplexität integrierter Schaltungen voraus, die ab 1975 alle zwei Jahre erfolgen sollte."
        Ja, wobei er es glaube ich selbst nie als Law, sondern als Beobachtung/Prediction/Voraussage/Einschätzung geshen hat und zwar von 1965 bis 75 und dann nochmal.
        Ein Gesetz wurde es eigentlich ja nie so wirklich (wissen wir) sondern bleibt eine Vorhersage/Prognose.
        Davon abgesehen hieß es immer bis die Elemente das nicht mehr hergeben, also wars immer eine Prognose mit Ablaufdatum. Es ist eigentlich weit mehr eine Ansage zum Entwicklungstempo und zur Kosteneffizienz gewesen. Soweit ich mich erinnere wird Moores Law meist auf die Transistormenge pro mm² gesehen, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es sich eben auch auf die Kosten pro Transistor bezog. Was der Grund ist, warum die Dinger nicht nur exponentiell schneller sondern eben auch leistbarer geworden sind.
        Ist aber schon 20+ Jahre her, dass ich das studiert hab.
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