Intel: Raja Koduri und Randhir Thakur müssen gehen und Stuart Pann übernimmt die Intel Foundry Services
Großes Stühlerücken bei Intel. Wie der aktuelle CEO Pat Gelsinger über Twitter mitgeteilt hat, übernimmt Stuart Pann die Leitung der Intel Foundry Services von Randhir Thakur, der das Unternehmen verlässt. Auch der einstige GPU-Chef Raja Koduri muss Ende März gehen.
Ein großes Personalbeben hat sich in der Führungsebene bei Intel abgespielt. Wie der aktuelle Intel CEO Pat Gelsinger über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt hat, übernimmt Stuart Pann die Leitung der zuletzt immer wieder arg ins Stocken geratenen Intel Foundry Services von Randhir Thakur, der das Unternehmen verlässt. Außerdem muss der einstige GPU-Chef Raja Koduri, welcher unter anderem maßgeblich für die aktuelle Arc-Grafikkartenserie ("Alchemist") mitverantwortlich gewesen ist, den strauchelnden Chip-Giganten zum Ende dieses Monats verlassen.
Stuart Pann übernimmt die Intel Foundry Services
Kurz zuvor hatte Intel den Führungswechsel an der Spitze der für das Unternehmen so wichtigen Intel Foundry Services, die auch Drittherstellern ihre integrierte Post-Silicon Services für eine Fertigung im großen Umfang anbieten, mit einer offiziellen Pressemitteilung auf seinem Twitter-Account bekannt gegeben.
Raja Koduri nur noch eine Randnotiz bei Intel
Nachdem der ehemalige GPU-Chef Raja Koduri bereits im Dezember des vergangenen Jahres in gewisser Weise von seinen Kompetenzen entbunden und in seine frühere Rolle als Intel Chief Architect zurückversetzt wurde, war er dem Unternehmen mittlerweile ganz offensichtlich nicht mehr als eine Randnotiz wert.
Erst ein Jahr vor der Degradierung übernahm Raja Koduri die Leitung der Geschäftseinheit Accelerated Computing Systems and Graphics (AXG), die unter anderem die erste Generation der Arc-Grafikkarten zu verantworten hat. Die Einheit wurde in zwei separate Gruppen für Verbraucher und Rechenzentren aufgespalten. Auf die Grafikkarten-Reihe Intel Arc soll dies jedoch keinen Einfluss haben.
Auch Raja Koduri äußerte sich bereits offiziell zu seinem Ausscheiden und bedankte sich bei Pat Gelsinger und Intel für die Zusammenarbeit der vergangenen fünf Jahre.
Arc Graphics ist Teil der Client Computing Group
Der Bereich Arc Graphics, der besonders für Spieler und andere Verbraucher interessant ist, wurde mittlerweile der Client Computing Group unter der Leitung von Lisa Pearce angegliedert. Diese war zuvor vor allem für ihre Arbeit als Leiterin der Software- und Treiberabteilungen des GPU-Teams bekannt.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was bedeutet das Personalbeben bei Intel für die Arc-Grafikkarten? Ist das Experiment bereits nach einer Generation zum Scheitern verurteilt, oder wird Intel an seiner Grafikkarten-Strategie festhalten?
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So, und da ist es nunmal normal, dass immer wieder mal was nicht den Hoffnungen entspricht. Nicht weil wir versagt haben, dondern weil da auch vieles falsch nach außen kommuniziert wurde.
Es laufen hier grad 10+ Projekte, Parallel, die Projektmanagerin ist ein alter Hase. 90% wird genau nach Plan abgeliefert, 10% sind von Grund auf neue Projekte mit neuen Leuten, n
nicht eingespielt. Erwartungen von den Partnern und "Marketing" überzogen. Die werden scheitern. Das sehen wir schon jetzt. Man könnte es sofort abstellen, stattdessen wissen wir woran es liegt: Tesm neu, nicht eingespielt und wir wissen eigentlich erst im 3. gemeinsamen Projekt was wir wirklich in diesem Team schaffen können.
Bei Intel (übrigens ein Partner) ist es ähnlich, aber das Unterfangen viel größer. Es ist schlichtweg unmöglich gleich mit erfahrenen Teams mitzuziehen, außer wenn wir scheitern, lernen und es nochmal probieren. Niemand kann sofort sein Maximum abrufen .
Zumal es grad im professionellen Bereich besser ist, es kommt etwas nicht, als in erschreckender Qualität
Ich würde, wie gesagt, keinen Hass gegen ihn persönlich entwickeln. Aber dass er in keiner der Positionen, die er bei Intel hatte, großartiges geleistet hat, ist meiner Meinung nach offensichtlich und seine Abberufung somit angemessen.
Einfach mal die Tests/Benches durch scrollen (RT und RR mit 10 Games) und vergleichen. Danke.
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Im Raster ist die A770 16Gb/8Gb auf dem Level der 6700 (was ziemlich genau der 6650XT entspricht), beim RT setzt sich nur die A770 16Gb wirklich ab, was hauptsächlich an den 16Gb Vram liegt (ist ja auch +21% vor der A770 8Gb). Die A770 16Gb ist aber preislich konkurrent zur 6700XT (aktuell 20€ unterschied) und da tauscht man dann +13% bei RT gegen etwa den gleichen Wert beim Raster, da muss ich aber nicht lange überlegen was ich nehmen würde. Was das angeht bin ich aber auch hart biased, auf den kleine Karten macht RT mMn (noch) wenig Sinn, denn in den Spielen wo sie mit RT spielbare FPS erreichen ist RT meist nur homöopathisch vorhanden und macht visuell kaum einen Unterschied. Gerade ab WQHD würde ich dann in jedem Spiel RT auf solchen Karten deaktivieren, was die Funktion recht sinnlos macht (man kauft ja keine A770 16Gb, um dann in FHD zu spielen).
RT kann man sicherlich auch anders bewerten, trotzdem stellt sich mir die Frage, warum ich einem Newcomer bei den dGPU's ne Chance geben sollte, wenn er sich preislich nicht mal von der bestehenden Konkurrenz absetzen kann? Die Treiber sind ja weiterhin fragwürdig und da ist es mir als Kunde auch egal, dass das "erwartbar" ist. Ich bekomme ein attraktiveres Produkt (mindestens beim Raster) vom etablierten Produzenten AMD deutlich günstiger, da muss ich mir dann auch keine Sorgen um abstürzende Spiele und Grafikfehler (oder Leerlauf-Powerdraw) machen, alles weiterhin reale Probleme (die auch im Nachtest hier auf PCGH angesprochen werden). Intel müsste mich als Käufer subventionieren und nicht einfach bestenfalls die gleichen Preise wie AMD ansetzen. Ich schließe mich da auch dem Fazit von Raff an, für Bastler ist Intel Arc ne coole Sache, wer "einfach zocken will" sollte sich den Kauf wirklich gut überlegen. Die Verkaufszahlen bei MF (welche immer mit die günstigsten Angebote haben) sprechen dann auch eine sehr eindeutige Sprache.
Natürlich kann Intel nicht mit den Technologien bei AMD und Nvidia gleichziehen was Chipgröße, Effizienz und Co angeht, aber besonders weit entfernt ist man auch nicht, wenn man die A770 16GB mit einer RX 6800 vergleicht. Man kann sogar inkl. RT zu der Karte aufschließen.
Ich bleibe aber dabei, dass bei einer Karte für die "Masse" RT nicht wirklich wichtig ist, erst recht nicht in so kleinen Spielen wie Lego Builders Journey, die hier bei PCGH einen großen Teil zum Vorsprung beitragen. Dazu weise ich auch mal auf eine YouTube-Umfrage von HardwareUnboxed mit 65k Votes hin, bei der 85% angegeben haben im Performancebereich einer 3060 keinen Wert auf RT zu legen. Sicher nicht repräsentativ, aber schon ein recht guter Einblick.
Ich kenne halt ein qltes Interview mit ihm, das schon sehr früh eine notwendige Abspaltung der Architekturen andeutet