Geizhals analysiert: CPUs sind die Preistreiber 2024
Besonders bei Prozessoren mussten PC-Gamer 2024 tiefer in die Tasche greifen, aber es gab auch Sparpotenziale wie etwa bei Monitoren.
Lange waren Grafikkarten die treibende Kraft hinter Preissteigerungen im PC-Gaming-Segment, doch das hat sich 2024 geändert. Wie Geizhals, auf dem auch der PCGH-Preisvergleich basiert, analysiert hat, muss sich auch AMD diese fragwürdige Auszeichnung gefallen lassen, denn Prozessoren waren die treibende Kraft hinter weiteren Preisanstiegen. Und AMD hat in den vergangenen Jahren genau das gemacht, was man nach dem Erfolg der Ryzen-Prozessoren und speziell der 3D-NAND-Modelle mit V-Cache erwarten würde - die Preise erhöht.
"Besonders stark stiegen die Preise von Prozessoren (CPUs) mit einem satten Plus von 40 Prozent", so die Preiswächter, und weiter: "Unsere Auswertung zeigt ein differenziertes Bild mit teils deutlichen Preisveränderungen. Viele untersuchte Produkte weisen eine starke preisliche Entkopplung von der durchschnittlichen Teuerungsrate auf." Im PC-Gaming-Segment wird auch immer stärker vom Handel eine knappe Versorgungslage ausgenutzt. Denn da könnte man die Produkte einfach zur UVP verkaufen, bis sie vergriffen sind, aber das jüngste Beispiel des Ryzen 7 9800X3D zeigt, dass eine knappe Versorgung schnell zu Preiserhöhungen im regulären Handel führt und bei Scalpern sowieso.
Der Trend verstärkt sich seit der COVID-19-Pandemie, wo internationale Versorgungsketten unterbrochen wurden und so Engpässe entstanden. Wer eine Playstation 5 wollte, musste lange deutlich erhöhte Preise zahlen. Wer eine Grafikkarte wollte, hatte bisweilen auch mit dem Krypto-Boom zu kämpfen. Und dann kommt noch die reguläre Preiserhöhung der Hersteller. Zwei prominente Beispiele:
- Der Ryzen 8-Kerner mit 3D V-Cache hat sich vom Ryzen 7 5800X3D bis heute von 449 USD MRSP auf 479 US-Dollar erhöht. Halbwegs moderat, aber zusammen mit den Steuern und dem Markt ergibt sich ein gewisser Hebel, den Geizhals misst.
- Deutlicher ist es, wie jeder weiß, bei Nvidia-Grafikkarten. Exemplarisch stieg die 90er-Serie von 1.499 USD über 1.599 USD auf 1.999 USD. Das gesamte Segment ist aber im Plus, auch bei AMD. Da Geizhals Marktpreise misst, fallen auch die höherpreisigen Partner-Designs immer stärker ins Gewicht.
Vergleichen lohnt sich also, denn es kann auch gespart werden. PC-Gamer mussten etwa 2024 im Schnitt 20 Prozent weniger für einen Monitor ausgeben. Was denken Sie? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Es gab mal eine Zeit (oder zumindest kam es mir so vor), da konnte man mit Abwarten quasi nichts falsch machen ("Du musst nicht unbedingt jetzt aufrüsten, sondern kannst dir auch erlauben noch paar Monate abzuwarten? Perfekt, da wirst du garantiert mehr für dein Geld bekommen!").
Das gilt so einfach nicht mehr. AMD hat nahezu perfekte, runde Produkte wie den 5800X3D oder den 7800X3D herausgebracht, aber wenn du nicht zum richtigen Zeitpunkt gekauft hast, musst du im entsprechenden Preisbereich zu einer eindeutig schlechteren Alternative greifen, etwa 5700X3D oder 7600X3D. Klar, beides definitiv keine schlechten CPUs, aber wenn ein 7600X3D jetzt für 300€ erhältlich ist, ein 7800X3D letzten Sommer aber für 330 statt jetzt 480+ gelistet war... da kann man sich schonmal gewaltig ärgern, den "verpasst" zu haben.
Du willst jemanden einen ausgewogenen Rechner zusammenstellen und denkst dir "Wow, für die gleiche Hardware hätte man letztes Jahr 200€ weniger bezahlt und Besserung im gleichen Preis-/Leistungsbereich ist wohl auch erst wieder in XX Monaten in Sicht."
Langfristig sind SSDs natürlich im Preis gefallen, aber grundsätzlich sind die Preise für Modelle jenseits der 2TB immer noch durch die Bank unattraktiv. Von HDDs (ja, sowas kann man manchmal noch gebrauchen) will ich gar nicht anfangen, vor 6 Jahren eine externe WD mit 8TB für 135€ im Angebot geholt - ja die kosten mittlerweile regulär immer noch zwischen 150 und 180€. Was eine Stagnation. Dabei gibt es mittlerweile längst Modelle mit weit über 20 TB - nur dann halt jenseits der 300€, anstatt dass das ganze entsprechend nach unten skaliert.
Bin mal gespannt wie sich die Preise von 4070 und Co. über die nächsten Monate entwickeln, wenn die erste wahrscheinliche 5000er-Dürre überstanden ist und die flächendeckend zur UVP verfügbar sind.
Ist ja toll, wenn dann die Leistung der Vorgänger-Topmodelle endlich in humaneren Preisbereichen ankommt, man bei den neuen Karten aber schon wieder absehbare Flaschenhälse beim Speicher hat, und das nicht bei Budget-Karten, sondern auch jenseits der 600€.
Bitte, Nvidia, AMD, ausgewogene & gerne länger verfügbare Produkte über den gesamten Preisbereichs eures Portfolios, nicht nur tolle Gesamtpakete ausschließlich bei absurd teuren Halo-Produkten schnüren.
Wenigstens ist DDR5 mittlerweile bezahlbar, yay.
Wer warten kann - sicher auch nie ein Fehler.