Geheimes Topmodell: Intel Pentium Extreme Edition 980 aufgetaucht - mit 4,0 Ghz
Angeblich hatte Intel 2006 ein bislang geheimes Topmodell in Arbeit, das nie auf den Markt kam: den Pentium Extreme Edition 980 mit stolzen 4,0 GHz. Vermutlich wurde der Release aber durch die Nachfolgegeneration abgeschnürt.
In den ersten Jahrzehnten der CPU-Entwicklung ließen sich Leistungssteigerungen vor allem auch durch einen immer höheren Kerntakt erreichen. Vor rund 20 Jahren kam dieser Ansatz aber an seine Grenzen. Ursprünglich wollte Intel mit den Pentium-4-Prozessoren bis zu 10 GHz erreichen. Daran scheiterte das Unternehmen aber kläglich. Mehr als 3,8 GHz wurden es nie - der Stromverbrauch stieg für mehr deutlich zu stark an. In den kommenden Jahren ändert sich dann der Fokus - hin zu einer höheren IPC und Multicore-Systemen.
Der Prozessor, der nie erschien
Letztere gab es unter dem Namen Pentium D auch schon mit Pentium-4-Technik. 2006 stellte Intel das Flaggschiff Pentium Extreme Edition 965 mit immerhin zweimal 3,73 GHz vor. Doch angeblich war noch ein bislang geheimes, schnelleres Modell in Arbeit. Dafür spricht zumindest ein Fund des Reddit-Nutzers diegunguyman: Dieser hat einen CPU-Z-Screenshot eines angeblichen Pentium Extreme Edition 980 veröffentlicht, der offenbar über zwei Kerne mit bis zu 4,0 GHz verfügte. Architektonische Unterschiede zum Pentium Extreme Edition 965 gibt es dabei keine - der Pentium Extreme Edition 980 wäre wohl einfach mit noch höherem Takt erschienen.
Weitere Details zum Pentium Extreme Edition 980 sind leider rar. Zwar hat diegunguyman auf Reddit auch noch zwei Bilder der CPU veröffentlicht - inklusive Edding-Beschriftung des Heatspreaders. Doch das liefert kaum weitere Informationen. Vermutlich hat Intel die Veröffentlichung eines noch schnelleren Pentium-4/D-Prozessors aber schlicht als unnötig erachtet. Das weitere Leistungsplus hätte man schließlich durch einen höheren Energieverbrauch erkauft.
Zudem erschienen bereits wenige Monate nach dem Pentium Extreme Edition 965 die ersten Core-2-Prozessoren. Dank einer neuen Architektur konnten diese mit deutlich niedrigerem Takt und Energieverbrauch ein Leistungsplus liefern, das den Pentium Extreme Edition 980 direkt obsolet gemacht hätte. Das nie erschienene, geheime Intel-Topmodell wurde also vermutlich einfach von der Nachfolgegeneration überrollt.
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Quelle: Reddit via Tom's Hardware

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Nur hätte sich die Frage gestellt, ob Intel den dann für 1500€ hätte verkaufen wollen. Vielleicht wären ein paar drauf reingefallen, der Rest der Intel-Enthusiasten hätten sich den 965er gekauft und händisch getuned...
Es gab nur zwei Probleme:
- Die Kunden haben Stromverbräuche von über 130 W nicht akzeptiert, sondern deutlich niedrigere gefordert.
- Conroe war einfach besser und einsatzbereit.
Schneller als die letzte Generation P3 war der nicht wirklich.
Nur wurde der wegen Instabilitäten zurückgezogen und dann nie an den Endkunden ausgeliefert.
War doch damals der Wettstreit und das Gesprächsthema schlechthin, wer zuert die 4Ghz knackt.
Es war ja oft genug in den Medien, wann was kommen soll.
Im Gegensatz zu deiner Darstellung gab es 2006 nämlich keinen Wettstreit. AMD war nach dem (knapp gewonnen) 1-Gigahertz-Rennen aus der Taktjagd ausgestiegen und setzte auf IPC sowie Verkaufslabels. Die erste 2-GHz-CPU ging ebenso kampflos an Intel, wie das erste Mal 3 GHz. Letzteres Niveau hat AMD überhaupt erst Ende 2006 erreicht (und das nicht einmal im regulären Desktop), als Intel die ersten Core 2 Quad vorstellte und die hier diskutierte letzte Netburst-Generation schon im Grab lag. Es dauerte noch weitere zwei Jahre, bis bei AMD ein hochgepushtes Altdesign auf 3,1 GHz erhöhte, während die Potfoliospitze mit Phenom sogar wieder in den unteren 2,x-Bereich zurück fiel. Erste 2011 konnte ein Phenom II 3,6 GHz liefern – die hatte der Pentium 4 560 schon 2004 vorgelegt. 2006 hat also garantiert absolut niemand darüber diskutiert, wer die nächste GHz-Stufe als erster schaffen konnte. Die Frage war nur, wann Intel über den eigenen Schatten springt und statt immer mal wieder um-die-3,8-GHz eine saubere 4,0 veröffentlicht.
(Erstaunlicherweise lautete die Antwort lange Zeit "nie": Obwohl jeder einzelne Intel-Kern seit dem 2002er Northwood A auf 4,0 GHz übertaktet wurde, ab den 2003er Northwood B auch zunehmend häufiger mit Retail-tauglichen Kühllösungen, und obwohl mehrfach Intel-Prototypen und sogar verkaufte Off-Label-Exemplare mit entsprechender Selektierung aufgetaucht sind, hat Intel von 2004 bis in die späte Core-i-Generation nie wieder versucht, mit besonders hohen Taktraten Werbung zu machen. "first 4,0" ging 2011 an Bulldozer, während Intel bis 2012 systematisch nur 3,80/3,86/3,90 verkaufte; "5,0 ab Werk" blieb sogar vom 2013er Bulldozer bis zum 2018er Coffee Lake AMD-exklusiv – obwohl bereits die hier diskutierte 2006er Netburst-Generation luftgekühlt auf über 7 GHz übertaktet werden kann.)
Nur wurde der wegen Instabilitäten zurückgezogen und dann nie an den Endkunden ausgeliefert.
War doch damals der Wettstreit und das Gesprächsthema schlechthin, wer zuert die 4Ghz knackt.
Es war ja oft genug in den Medien, wann was kommen soll.
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Das Intel seine Fertigungsstraßen nicht im Griff hat ist also nichts neues, das konnten die immer schon so extrem gut wie heute.
Auch wäre Intel fast am x64 Befehlssatz implodiert.
Da hat AMD denen den Arsch schon mal gerettet.
Und jetzt soll man vermutlich auf Druck der Regierung bei denen produzieren lassen, damit die irgendwie am Leben bleiben?
Als unbestrittener dominanter Marktführer sind die ziemlich oft mit Produkten und diversen Problemen in der Krise gewesen.
Schneller als die letzte Generation P3 war der nicht wirklich. Gezockt wurde in dieser Zeit dann, wie kann es anders sein: Operation Flashpoint 🤗