Intel Meteor Lake: GPU von Core i-14000 mit Raytracing aber ohne XMX

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Intel Meteor Lake: GPU von Core 14000 mit Raytracing aber ohne XMX
Quelle: Techpowerup

Laut einem Patch für Intels Grafiktreiber wird die IGP der Meteor-Lake-CPUs (Intel Core 14000) über Raytracing-Beschleuniger verfügen. Eine beschleunigte Ausführung mancher Matrix-Operationen (XMX) soll hingegen weggelassen werden.

Bis zum Jahresende wird Intel mit den Core-12000-Prozessoren, alias Raptor Lake, eine neue CPU-Generation auf den Markt bringen und damit die bisher aktuellen Alder-Lake-CPUs ablösen. Als größte Neuerungen werden dabei mehr E- und überarbeitete P-Kerne auf Basis der Raptor-Cove-Architektur erwartet, wohingegen die Grafik- und E-Kern-Architektur sowie die Fertigung identisch bleiben sollen.

Mit Raytracing und ohne Matrizen-Beschleuniger

Deutlich größere Änderungen wird es laut aktuellem Kenntnisstand hingegen mit der Nachfolgegeneration von Raptor Lake, also mit Meteor Lake geben. Die Core-14000-CPUs sollen dabei einen neuen Sockel sowie eine neue Fertigung mit sich bringen und sämtliche Architekturen überarbeiten. Mit Hinblick auf die integrierte Grafikeinheit wird dabei der Einsatz der Xe-LPG-Architektur erwartet, die als Abwandlung der für die Arc-Grafikkarten genutzten Xe-HPG-Architektur gilt.

Worin genau die Unterschiede zwischen Xe-HPG und Xe-LPG am Ende liegen werden, ist noch nicht vollends klar. Ein Patch in Intels Grafiktreiber spricht aber dafür, dass die Raytracing-Beschleuniger der Arc-Grafikkarten auch bei Xe-LPG verbaut werden. Im Treiber wird der Raytracing-Support durch den Patch ermittelt, indem ausgewertet wird, ob die genutzte Architektur auf Intels DG2 basiert. Das dürfte bei Xe-LPG der Fall sein, womit die IGP der Meteor-Lake-Prozessoren wohl eine Raytracing-Beschleunigung unterstützen wird. Damit würde Intel hier denselben Weg wie AMD gehen: Auch bei den Ryzen-6000-CPUs wurde die Raytracing-Unterstützung der RDNA2-Architektur übernommen.

Passend zum Thema: Intel Meteor Lake Sample mit bis zu 20 Kernen gesichtet

Was den Xe-LPG-GPUs hingegen fehlen dürfte, ist die Xe Matrix Engine, die von Intel als XMX vermarktet wird. Ein entsprechender Support wird im Treiber angeblich weiterhin nicht erwähnt, wodurch komplexe Matrix-Operationen, wie sie beispielsweise für Deep-Learning-Anwendungen genutzt werden, bei Meteor Lake wohl auf den ALUs ausgeführt werden müssen. Inwiefern das eine Bedeutung für Endkunden haben wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Coelacanth's Dream via Videocardz

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Worin genau die Unterschiede zwischen Xe-HPG und Xe-LPG am Ende liegen werden, ist noch nicht vollends klar.

        Für den gewillten Endkunden hoffentlich nicht mit dem selben Fiasko wie es die aktuellen Arc GPUs betrifft .
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Worin genau die Unterschiede zwischen Xe-HPG und Xe-LPG am Ende liegen werden, ist noch nicht vollends klar.

        Für den gewillten Endkunden hoffentlich nicht mit dem selben Fiasko wie es die aktuellen Arc GPUs betrifft .
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Eine eher unzutreffende Vermutung. Gemäß der bisherigen Ausweisung seitens Intel sind die Raytracing-Einheiten schlicht separate Fixed-Function-Einheiten, die nicht direkt integriert sondern absichtlich als optionale Funktionsblöcke in der Xe-Architektur konzipiert sind und so flexibel hinzugefügt werden können. Bei der Vorstellung auf der Hot Chips erklärte D. Blythe, dass man bei Bedarf auch bspw. mehrere Raytracing-Einheiten pro Subslice (oder Xe-Core) realisieren könnte, wenn man das später für sinnvoll erachtet.
        Was die Vermutung noch unplausibler macht ist, dass Intel auch Xe-LP hat, d. h. man hätte auch das bestehende LP, das weder über RT noch XMX verfügt, weiteroptimieren und eher dieses als Grundlage für die Meteor Lake tGPU nehmen können.
        Am Ende wird die Entscheidung auf dieser Hardware Raytracing anzubieten, schlicht eine markttechnische Notwendigkeit sein.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RyzA
        Macht es überhaupt Sinn den relativ schwachen IGPs eine Raytracing-Funktion zu spendieren?
        Das Entfernen der RT-Cores ist wahrscheinlich aufwendiger, ... weil man vermutlich das gleiche Design nur mit weniger Workgroups nutzt.
        Deswegen ala AMD-APU noch rudimentär enthalten.

        Man sollte das net unterschätzen, wieviel Arbeit so ein Chipdesign macht, ... da ist jede Vereinfachung und Vervielfältigung von Workgroups die einfachste Methode.
        Ganz nebenbei weiß man auch, das es funzt, solange man ein erstes ordentliches Teil als Grundlage hat.
        (ob nun A380 schon ideal ist, who knows, ... vllt. kann man ja den Speichercontroller noch verbessern)
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Feature Support ist manchmal wichtiger als absolute Leistung.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RyzA
        Macht es überhaupt Sinn den relativ schwachen IGPs eine Raytracing-Funktion zu spendieren?
        Die Frage müsstest du erst mal AMD stellen, die Raytracing-Hardware bereits auf den 6000ern haben. Und mit den Zen4-APUs setzt man das Schema fort. Die minimalistische iGPU der kommenden 7000er im IOD ist natürlich außen vor, da die gerade mal zum "anknipsen" des Displays reichen soll gemäß AMD (O-Ton), aber im Mobile-Segment scheint Raytracing nun ebenso grundsätzlich Einzug zu halten, letzten Endes auch nicht unerwartet, da Mobile-GPUs in ihren neuesten Iterationen auch mit Raytracing daherkommen. Für ein paar gezielte Effekte wird es absehbar durchaus reichen und die Größe der iGPUs bei x86 wird ja auch noch in den kommenden, zwei, drei Jahren wachsen, wie man der Gerüchteküche entnehmen kann.

        Zitat von dampflokfreund
        Meteor Lake wird wahrscheinlich einen neuralen Beschleuniger (VPU) auf dem Chip haben, auf dem dann Matrixberechnungen ausgeführt werden. Deswegen hat es keine XMX-Cores.
        Ja, wäre eine denkbare Erklärung. Meteor Lake soll über hochspezialisierte, dedizierte AI-Hardware verfügen, d. h. Intel könnte in diesem Fall möglicherweise derartige Funktionalität auf diese umrouten ... wird man abwarten müssen ... im Augenblick steht ja erst mal die Frage im Raum, ob der mobile Meteor Lake mit seiner 3nm-tGPU überhaupt noch zeitlich im Plan liegt?

        *) THW spekulierte hier, dass es ein spezialisierter ASIC oder auch nur Funktionsblock auf Basis von Movidius sein könnte, die schon seit einigen Jahren zu Intel gehören. Dass es sich dagegen um eine komplette VPU (Visual Processing Unit) handelt, darf eher bezweifelt werden. Absehbar wird hier lediglich etwas wie die Neural Compute Engine von deren bisherigen Produkten realisiert werden, da es in einer CPU eher um generalisierte Funktionalität geht, hier um das effiziente Bereitstellen von MMA-Operationen für das Inferencing von (D)NNs.

        Zitat von T-MAXX
        Aber wer weiß was 2025 bringen wird...
        Mit 2025 hat das nichts zu tun, Meteor Lake U/Y sollen in 2023 erscheinen, eher früher als später.
        Darüber hinaus, bereits für das Jahr 2024 ist bei Intel die Rede von einigen Mobile-CPUs mit 320 bis ggf. gar hin zu 384 EUs.
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