Fundstück: "DDR-CPU" zeigt Dresdner Zwinger auf dem Metal Layer

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Fundstück: "DDR-CPU" zeigt Dresdner Zwinger auf dem Metal Layer
Quelle: @duke_cpu (X) [1]

Der X-Nutzer @duke_cpu hat Makroaufnahmen einer seltenen DDR-CPU veröffentlicht. Die Bilder des U8032C zeigen unter anderem den stilisierten Dresdner Zwinger, den die Entwickler dort eingeätzt haben.

Foundrys gibt es zwar über ganz Deutschland verteilt, an einem Ort sind diese aber besonders stark konzentriert: in Dresden. Vor der Wiedervereinigung nutzte die DDR das Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD) als Haupt-Entwicklungsort für Mikrochips. Inzwischen ist das Unternehmen zwar nicht mehr am Markt aktiv, der Standort hat seine Attraktivität aber behalten und zahlreiche Halbleiterkonzerne angelockt.

DDR-Chip zeigt die Heimat

Gleichzeitig sind vereinzelt auch noch Chips vom ZMD im Umlauf. Und zu einem von diesen - der "DDR-CPU" U8032C - veröffentlichte der X-Nutzer @duke_cpu in den letzten Tagen einige Makro-Aufnahmen. Wie für seine Zeit üblich - der U8032C wurde Anfang der 1980er Jahre veröffentlicht - sind die sichtbaren Strukturen dabei sehr grob. Gleichzeitig zeigt ihr Metal Layer ein Easter Egg: Dort wurde eine Grafik eingeätzt, die den Hauptturm des Dresdner Zwingers zeigt. Die noch heute bestehende Tradition, einen Freiraum im Metal Layer entsprechend zu verzieren, war also nicht nur im Westen verbreitet.

Auf X hat @duke_cpu mehrere Bilder des U8032 veröffentlicht. Eines davon zeigt die Nachbildung des Dresdner Zwinger. Quelle: @duke_cpu (X) [2], @duke_cpu (X) [3] Auf X hat @duke_cpu mehrere Bilder des U8032 veröffentlicht. Eines davon zeigt die Nachbildung des Dresdner Zwinger. Konkrete technische Details hat @duke_cpu zum U8032C leider nicht parat. Und auch im Netz ist die Informationslage dünn. Offenbar handelte es sich bei dem Chip aber um ein 16-Bit-Schaltwerk, das passend zur damaligen Zeit erst zusammen mit anderen Chips zu einem richtigen Prozessor wurde. Bei Bedarf ließen sich dabei vier U8032C hintereinanderschalten, sodass man mit 64-Bit-Zahlen rechnen konnte.

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Wer sich für den U8032 interessiert, kann das Modell übrigens auch heute noch kaufen - zumindest beim Händler Electromyne wird ein entsprechender Chip angeboten. Der aufgerufene Preis dürfte aber selbst für viele Sammler zu hoch sein, es werden knapp 190 Euro verlangt. Für die meisten Nutzer ist es daher wohl vernünftiger, sich mit den von @duke_cpu veröffentlichten Bildern zu begnügen.

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Quelle: @duke_cpu (X, Thread)

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Cleriker
        Warum? Was ätzt dennNvidia beispielsweise in Ihre Chips... Dollarnoten?

        Mir war sowas überhaupt nicht bewusst und ich finde das eine sehr schöne Tradition.

        Es gibt sogar einen Wikipedia Artikel wie ich gerade mit Erstaunen festgestellt habe:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Cleriker
        Warum? Was ätzt dennNvidia beispielsweise in Ihre Chips... Dollarnoten?

        Mir war sowas überhaupt nicht bewusst und ich finde das eine sehr schöne Tradition.

        Es gibt sogar einen Wikipedia Artikel wie ich gerade mit Erstaunen festgestellt habe:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat


        Die noch heute bestehende Tradition, einen Freiraum im Metal Layer entsprechend zu verzieren, war also nicht nur im Westen verbreitet.
        Warum? Was ätzt dennNvidia beispielsweise in Ihre Chips... Dollarnoten?

        Mir war sowas überhaupt nicht bewusst und ich finde das eine sehr schöne Tradition.
      • Von Schrottbold Schraubenverwechsler(in)
        Meine erste CPU war,wie bei so vielen anderen, der MOS Technology 6510 in meinem C-64. Vorher war nur das Atari 2600. Hat zwar auch eine CPU aber naja
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