CPUs aus der EU: European Processor Initiative präsentiert Roadmap und erstes Architekturdesign
Das von der EU-Kommission unterstützte Konsortium European Processor Initiative will eigene Prozessoren für das High-Performance-Computing sowie den Automobil-Sektor entwickeln. Nun wurden die ersten Pläne vorgestellt.
Prozessoren für Supercomputer, Rechenzentren und autonome Fahrzeuge sollen künftig auch aus der EU kommen. Die will nicht nur unabhängiger bei den Komponenten werden, sondern auch im Bereich der Supercomputer zu den USA und China aufschließen. Damit das gelingt, will die Europäische Kommission, wie im Januar 2018 angekündigt wurde, gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten der EU insgesamt rund eine Milliarde Euro in den Aufbau einer europäischen Supercomputer-Infrastruktur investieren.
Einen wesentlichen Beitrag soll dabei die European Processor Initiative (EPI) mit der Entwicklung eigener CPUs leisten. Das Konsortium, das aktuell 26 Partner zählt, hat nun das erste Architekturdesign vorgestellt und die Pläne für die kommenden Jahre konkretisiert.
2021 soll mit der Prozessorfamilie "Rhea" die erste Generation an General-Purpose-Prozessoren (GPP) der EPI starten. Als Standard wird die EPI Common Platform definiert, die auch Angaben zur Software enthält. Als Basis der Prozessoren führt die EPI unter anderem ARM und den freien Befehlssatz RISC-V auf.
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Mit Rhea soll zunächst noch das Fahrwasser ausgetestet werden. Gedacht ist die erste GPP-Generation der EPI zunächst für HPC-Systeme unterhalb des Exascale-Bereichs sowie als Proof-of-Concept für eine Automotive-CPU. Fahrt wird erst ab 2022 mit der geplanten Cronos-Prozessorfamilie aufgenommen, die in der Roadmap als zweite GPP-Generation aufgeführt wird. Angedacht ist der Einsatz in HPC-Systemen im Exascale-Bereich sowie als Automotive-CPU. Eine dritte Generation, die bislang noch namenlos ist, wird für 2024 in Aussicht gestellt.
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Hier stand Müll.
1 Milliarde mag sich nach viel anhören und für mich als Privatperson wär es auch mehr, als ich in meinem ganzen Restleben noch ausgeben könnte, aber im Bereich der Prozessorforschung erscheint mir dieser Betrag - gerade wenn man auch noch bedenkt, dass die Wirtschaftsleistung der EU dahinter steckt - doch recht knauserig (intel lag 2016 alleine schon bei 12.7 Mrd. $). Da kann man nur hoffen, dass diesem "Einstiegsbetrag" noch Folgeförderung in deutlich höherer Größe folgt. Es wäre alle Mal eine bessere Investition als z.B. weitere Millionen und Milliarden in die Verbrennungsmotortechnik zu stecken.
Ich finds GUT im Bereich Supercomputer EU-Intern zu entwickeln!
Je unabhängiger wir sind, desto stärker können wir uns "entnabeln". Ich bin für eine starke EU!
EU CPU ... ich weiß nicht was man davon halten soll... für den Endverbraucher wird wohl nichts bringen.
In Rechenzentren ..sicher.
Ne angepasste ARM CPU presst jeder Mobil-Konzern schell mal raus ..dafür braucht es ne Kommision ? usw
der RISC Befehlssatz den die meisten ARM-Kerne nutzen ist recht gut für manche Anwendungen geeignet.
HPC - ja warum nicht.
Der Grund aber warum sich x86/x86_64 durchgesetzt haben ist das sie sehr mächtig sind und damit in Anwendungen die wenige threads und nicht nur einfache Aufgaben erledigen verdammt schnell.
Es gibt ARM-Server CPUs die schon mal um 50% schneller als Intel/AMD sind, dazu günstiger und weniger Strom verbrauchen - in genau dem Anwendungsgebiet in dem sie halt gut sind ("einfache" Finzanzstatistik zB). Aber dort treffen sie dam meist schon auf GPUs in die sind dann dort wieder um Welten besser.
Mal schaun was draus wird.
Galileo ist ja noch immer ziemlich Mau - wenig Untersützung und selbst wenn ist die Leistung auch eher dürftig - wenn man mehrere Minuten wartet und maximal 2 Gali Sateliten empfangen werden und damit keine positionsbestimmung möglich ist, während man schon 5 GPSSignale hat. Man kann die Signale auch zusammen nutzen, nur da kann man dann wirklich an einer Hand abzählen wie viele Geräte/Programme das Unterstützen.