Epyc statt Ryzen 5000: Linus spielt mit dem 9.140 Euro teuren 64-Kerner

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Epyc statt Ryzen 5000: Linus spielt mit dem 9.140 Euro teuren 64-Kerner (1)
Quelle: AMD

Linus Sebastian von "Linus Tech Tips" hat sich einen 9.140 Euro teuren AMD Epyc 7763 geschnappt und damit verschiedene Games gespielt. Obwohl die Anwendungsleistung sämtlichen Desktop-Prozessoren weit überlegen ist, kann der Zen-3-Prozessor seine Leistung in Spielen nicht ausspielen.

Linus Sebastian, der den Hardware-Kanal "Linus Tech Tips" auf Youtube betreibt, hat einen AMD Epyc 7763 mit sage und schreibe 64 Kernen in Spielen getestet. Wie bei Ryzen 5000 kommen Zen-3-Rechenherzen zum Einsatz, allerdings wesentlich mehr davon. Auch der L3-Cache ist mit 256 MiByte viermal so hoch wie bei einem Ryzen 9 5950X mit seinen 16 Kernen. Mit dem Preis braucht man den allermeisten Gamern vermutlich gar nicht erst kommen: Ab etwa 9.140 Euro gibt es den Server-Chip in unserem Preisvergleich. Dafür erhält man selbst bei den aktuellen Grafikkartenpreisen mehrere High-End-Rechner mit Geforce RTX 3090, 3080 Ti oder Radeon RX 6900 XT.

Neben dem 64-Kerner hat Linus ein Tyan Tomcat HX S8030 zum Einsatz gebracht, das gegenüber Desktop-Mainboards zusätzlich von Octa-Channel-ECC-RAM profiziert. Gespielt wurde überdies mit einer MSI Geforce RTX 3090 Suprim X. Obwohl man zuweilen hört, dass Games bei 64 Kernen straucheln, weil sie mit den vielen Threads überfordert sind, lief der Test bei Linus rund. Wirklich profitieren können Games von der Server-CPU jedoch nicht.

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280 Watt TDP und wenig Takt: Gamer kaufen anders

Das liegt zum einen daran, dass der Epyc 7763 nur einen Basistakt von 2,45 GHz bietet und auf bis 3,5 GHz boostet, während ein für die allermeisten Games bereits überdimensionierter Ryzen 9 5950X mit sehr viel höheren 3,4 bis 4,9 GHz unterwegs ist. Zum anderen hat Linus in 4K-Auflösung gespielt. Damit bewegen sich Spiele im Zweifel im GPU- und nicht im CPU-Limit, was Leistungsunterschiede bei Prozessoren doch ziemlich relativiert. Im technisch wenig anspruchsvollen Apex Legends erzielte Linus beispielsweise 144 Bilder pro Sekunde, bei denen das Game aber ohnehin limitiert.

In F1 2020 liegen die FPS (99th Percentile) laut Linus bei 150, was im Prinzip auch keine Sensation darstellt. Seine Testszene lässt sich zwar kaum 100-prozentig nachstellen, aber auch hier sollte er sich im Grafik- und nicht im CPU-Limit befinden. Ähnlich sieht das in Crysis 3 aus, wo sein System lediglich 57 Fps erreicht.

Mehr zum Thema: Intel Alder Lake: Taktraten eines Core i9-12900K QS, Kernkonfigurationen und Windows 11

Gegen die Server-CPU und den vermutlich ähnlich gehaltenen Ryzen Threadripper 5990X, den man fürs dritte Quartal 2021 erwartet, sprechen neben den Anschaffungskosten auch die energetischen Ansprüche. So hat der AMD Epyc 7763 eine TDP von 280 Watt. Das kostet Strom, heizt den Raum auf und setzt besondere Kühlkomponenten voraus. Wer nebenher nicht noch exzessiv Videos rendert, ist mit einem aktuellen Ryzen-5000- oder Core-ix-11000-Prozessor vermutlich deutlich besser beraten.

Quelle: Youtube

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Unfaced Software-Overclocker(in)
        Hat irgendwer auch das Video gesehen? Linus hat klar gesagt dass das kein Anwendungsszenario für so eine CPU ist. Aber da viele seiner Zuseher Gamer sind, hat es eben einen Gamingtest auch gegeben. Zu keinem Zeitpunkt hat er sich für diese CPU als Gaming CPU ausgesprochen.
      • Von Unfaced Software-Overclocker(in)
        Hat irgendwer auch das Video gesehen? Linus hat klar gesagt dass das kein Anwendungsszenario für so eine CPU ist. Aber da viele seiner Zuseher Gamer sind, hat es eben einen Gamingtest auch gegeben. Zu keinem Zeitpunkt hat er sich für diese CPU als Gaming CPU ausgesprochen.
      • Von wurstkuchen BIOS-Overclocker(in)
        Das ist kein Spielzeug. Ich weiß schon wieso ich Linus Dau Tipps nicht mag
      • Von P1Jay PC-Selbstbauer(in)
        Ich möchte nicht wissen wie viele Gamer es gibt die glauben, dass mehr auch mehr ist. Denn wenn ein Server mehrere Windows gleichzeitig laufen lassen kann, dann müssten doch Spiele um ein vielfaches besser laufen. Genau dazu sind solche Videos doch da: Lernen, verstehen und begreifen.
        Nicht immer davon ausgehen, dass jeder alles weiß! Wir haben uns unser Wissen schließlic auch erst aneignen müssen und wurden nicht damit geboren!
      • Von Gast1659561002
        Zitat

        Zum anderen hat Linus in 4K-Auflösung gespielt. Damit bewegen sich Spiele im Zweifel im GPU- und nicht im CPU-Limit, was Leistungsunterschiede bei Prozessoren doch ziemlich relativiert.
        ergo: einfach mal mit sinnbefreiten videos einnahmen generieren - auch ne möglichkeit. ^^
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von Tiltproof100
        Es zeigt dass die CPU heute eine niedrigere Rolle spielt in den meisten Spielen. Wenn ich auf die CPU und GPU Auslast beim spielen gucke, ist die GPU bei 95-100%, die CPU dümpeld bei <50% herum.
        Ist schon seit 15+ Jahren so.
        Dürfte der Grund sein warum viele Tester die CPUs in 720p testen.
      Direkt zum Diskussionsende
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