Eigene CPU: Nvidia hat Pläne für den Massenmarkt
Bereits seit einiger Zeit hat Nvidia neben GPUs auch CPUs auf dem Plan, und jetzt hat Unternehmenschef Jensen Huang dahingehende Bestrebungen konkretisiert.
Dass Nvidia in diesem Jahr mit einer eigenen Arm-CPU in Konkurrenz zu AMD, Intel und Qualcomm auch den Hauptprozessormarkt unsicher machen könnte, ist nicht neu, und im Rahmen der derzeit laufenden Unterhaltungselektronikmesse CES hat Geschäftsführer Jensen Huang derlei Pläne bestätigt. Nachdem mit Project Digits ein kleiner "KI-Supercomputer" für Entwickler mit Grace-Blackwell-Chip vorgestellt wurde, hat Huang vor Investoren und Analysten angedeutet, dass es noch größere Pläne für die Arm-basierte CPU des Chips gibt, der gemeinsam mit Mediatek entwickelt wurde.
"Wissen Sie, offensichtlich haben wir Pläne", sagte Huang während einer Investorenpräsentation und bezog sich dabei auf die neue 20-Kern-Desktop-CPU, aber er würde noch damit warten, zu verraten, welche das genau sind. Mitentwickler Mediatek hat jedoch eigene Ambitionen und Huang deutete an, dass die CPU auch unabhängig von Nvidia auf den Markt kommen könnte.
"Jetzt können sie es uns zur Verfügung stellen und sie können ihn für sich behalten und den Markt bedienen. Und so war es ein großer Win-Win", bekundete Huang. "Wir werden daraus ein Mainstream-Produkt machen. Wir werden es mit all den Dingen unterstützen, die wir tun, um professionelle und hochwertige Software zu unterstützen, und die PC-(Hersteller) werden es den Endbenutzern zur Verfügung stellen." Später in der Fragerunde sagte Huang auch, dass Nvidia glaubt, die Lücke zwischen dem Linux-Betriebssystem, das die meisten KI-Entwickler verwenden, und Microsofts Windows schließen zu können.
Nvidias Project Digits: Vorläufer zum Massenmarkt
Der 3.000 US-Dollar kostende Mini-PC Project Digits selbst ist derweil noch kein Produkt für den Massenmarkt und läuft auf einem speziell für KI-Entwickler entwickelten Linux-System. Doch Nvidias Pläne im Bereich von CPUs für Endkunden sind bereits seit Oktober 2023 bekannt, als berichtet wurde, dass das Unternehmen wie auch Wettbewerber AMD an Arm-basierten Chips arbeitet, die 2025 auf den Markt kommen sollen. Unterdessen wird der Markt für Arm-basierte CPUs für Windows-PCs seit dem letzten Jahr von Qualcomm mit der Einführung der Snapdragon X Elite-Prozessoren dominiert, in Konkurrenz zu den herkömmlichen x86-Prozessoren von AMD und Intel.
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Bisher konnte leider keiner der CPUs wirklich überzeugen.
Die Tegra Chips sind inzwischen mehrere ARM Generationen alt.
Die DGX Units (und andere Anwengdungen im Automotive Bereich) sind seit ein paar Jahren rückläufig... wenn man sich den Automotive Umsatz laut Quartalsberichten ansieht.
Wenn ich mich recht erinnere, waren die Umsätze zu Zeiten von DGX1 bei um 400 Mio USD... inzwischen sind die bei 221 Mio USD gelandet.
Das schließt auch deren "gefeierte" Infotainment Wins ein.
Der Chip in der Switch ist nicht mal die neueste Tegra Generation.
In der Switch 2 kommt dann wohl endlich mal ein neuerer Tegra zum Einsatz... aber da wird nicht viel mehr bei rum kommen... ein komplett neuer Chip .... vielleicht... aber eher unwahrscheinlich.
Nvidia Shield kam 2015 raus... der letzte Refresh 2019... vor fast 6 Jahren.
Da kam der Wechsel der iGPU auf Maxwell - bei nahezu unveränderter CPU.
Tegra X1 auf Tegra X1+
Das waren bisher immer so halbgare Versuche....
Alles immer mit dem Nimbus: Nehmt, was wir euch anbieten. Extrwawünsche gibt's nicht.
Und so waren diese Chips immer ziemlich genau am Markt vorbei gebaut.
Bin mal gespannt, ob mal ein richtig moderner Tegra in die Switch 2 kommt, oder doch nur ein leicht aufgebohrter X1.
Dann zählt immer die Gesamtperformance