Die-Shot und erste Benchmarks zur neuen G-Serie von AMD
Neben einem Die-Shot hat AMD auch erste Benchmarkergebnisse zu seiner neuen G-Serie auf Kabini-Basis veröffentlicht. Allerdings hinkt der Vergleich bei den gezeigten Resultaten der Benchmarks. Als Referenz hat AMD das veraltete Intel-Pineview-Modell Atom D525 herangezogen, das aus dem Jahr 2010.
Mit der neuen G-Serie von AMD, die auf Kabini-Basis gefertigt wird, bringt AMD eine Chipgeneration auf den Markt. Die System-on-Chip genannten Prozessoren bringen alle relevanten Bauteile auf einem Die unter. AMD hat nun einen ersten Die-Shot veröffentlicht, welcher die neue Architektur im Detail zeigt. Zur Referenz der verschiedenen Bauteile kann die Übersicht über die neue Architektur der Kabini-SoCs herangezogen werden.
Bei den Benchmarks die AMD im Zuge der neuen G-Serie mit ihrem Marketing-Material in Umlauf bringt, handelt es sich allerdings im Moment nur um Listen mit grobem Vergleichswert. AMD vergleicht in seinen Benchmark-Ergebnissen das momentane Topmodell der Kabini-Chips, den GX-415GA, mit dem dem G-T56N auf Brazos-Basis sowie mit einem Intel Atom D525. Die Wahl beider AMD-Vergleichschips zur Ermittlung der Grafikleistung ist ungünstig, da bei beiden AMD-Testsystemen durch den Einsatz von Single-Channel-Speicher die Grafikeinheit mit geringer Bandbreite angebunden ist. So kann sie nicht ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen und die Entwicklung kann nicht in vollem Maße nachvollzogen werden. Auch der CPU-Vergleich hinkt: Das Intel-Modell, welches zum Einsatz kommt - der Atom D525 -, ist bereits stark veraltet und wird mit nur einem statt vier GiByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Statt des Pineview-Modells von 2010 hätte AMD auch einen aktuellen Atom D2560 von 2012 zum CPU-Vergleich heranziehen können.
Die Grafikleistung steigt laut AMD mit den 128 GNC-ALUs des GX-415GA um circa 20 Prozent im Vergleich zu den 80 VLIW5-ALUs beim G-T56N (die theoretische Rechenleistung hingegen verdoppelt sich nahezu), was bei DDR-1600 statt DDR3-1066 verwundert. Die CPU-Leistung steigt gemäß Herstellerangaben um mehr als das Doppelte, kein Wunder bei der Verdopplung von zwei auf vier Kerne plus verbesserte Architektur.
Quelle: AMD-Pressemitteilung

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