Core i9-10900K vs. Core i9-11900K: Benchmarks mit 5,2 GHz

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Core i9-10900K vs. Core i9-11900K: Benchmarks mit 5,2 GHz (1)
Quelle: Intel

Aus Asien kommen Benchmarks, die den Core i9-10900K gegen den Core i9-11900K stellen; bei 5,2 GHz. Die Unterschiede bleiben in der Praxis überschaubar. Je nach Lastszenario kann man wohl das Ergebnis auf die eine oder andere Seite zwingen. Unterm Strich aber ist das Niveau sehr ähnlich.

Aus Asien kommt ein Vergleich zwischen einem Core i9-10900K und einem Qualification Sample des Core i9-11900K. Getestet wurde auf einem Z490-Mainboard mit DDR4-3600 und Geforce RTX 3090. Beide CPUs wurden auf 5,2 GHz übertaktet und mit nicht handelsüblicher Technik gekühlt - ein industrieller Kompressorkühler kommt zum Einsatz. Interessant ist der Vergleich zwischen Comet Lake und Rocket Lake.

In CPU-Z liefert der Core i9-11900K so 693 Punkte im Single-Threading ab und ist damit 11 Prozent schneller aus sein Vorgänger. Im Multi-Threading sind es 6.723 Punkte und 13 Prozent Vorsprung. Das ist insofern bemerkenswert, als der Core i9-10900K zwei Kerne mehr ins Feld führt und so 20 statt 16 Threads ausführt. Rocket Lake scheint also doch einigermaßen zuzulegen.

Im Cinebench gibt es dann gleich eine ganze Reihe Ergebnisse aus den Versionen R15, R20 und R23. Singlethreaded ist auch hier der Rocket Lake Prozessor schneller. Es scheint aber, dass Comet Lake bei Mehrkernlast dann doch die Oberhand behält. Cinebench profitiert allerdings auch sehr mit der Kernskalierung.

  R15 R20 R23
Core i9-11900K 250/2.356 610/5.672 1.582/13.864
Core i9-10900K 223/2.655 526/6.374 1.388/16.535

Im 3D Mark geht es generell recht knapp zu; die zwei Kerne mehr kann Comet Lake hier nicht so deutlich in ein Messergebnis umsetzen.

  Fire Strike Fire Strike Extreme Time Spy Time Spy Extreme
Core i9-11900K 31.294 19.303 11.339 8.289
Core i9-10900K 30.225 19.421 11.406 8.525

Die durchgeführten Spielebenchmarks decken sich nicht ganz mit dem, was Intels Marketing verspricht. Das kann natürlich durchaus so richtig sein, aber von außen lässt sich im Moment auch nicht ausschließen, ob es am Qualification Sample oder am Z490-Mainboard lag. Wenn man die Frames nicht einzeln zählt, ist auch die Frage, wie wichtig das dann noch ist, denn es scheint darauf hinauszulaufen, dass Rocket Lake auf Niveau von Comet Lake bleibt. Je nach Lastsszenario schlägt Pendel dann mal links, mal rechts aus. Mehr als rund 10 Prozent Unterschied sind es in der Regel nicht. Man könnte natürlich Szenarien konstruieren, in denen der eine oder andere Prozessor besser aussieht. Cinebench wird wohl wegen der zwei Kerne mehr immer zugunsten von Comet Lake ausgehen; mit AVX512-Lasten wird Rocket Lake besser umgehen.

Spannend wird so vor allem der Preis. Andere Benchmarks zeigten, dass Intel auf dem Niveau des Ryzen 7 5800X unterwegs ist. Sollte die CPU preislich unter Ryzen liegen, könnte es noch mal spannend werden. Allerdings läuft die LGA1200-Plattform auf und ein erster Ausblick lässt ahnen, dass die Mainboards vornehmlich höherpreisig sind. Ob man so viel Geld noch in die Plattform stecken will, wird man sich überlegen müssen. Alder Lake jedenfalls ist für Herbst 2021 angesagt und nutzt Sockel LGA1700.

Quelle: Bilibili

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    • Kommentare (66)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Siriuz Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BigBoymann
        Woher du weißt?

        sprach Yoda

        Wenn ich mich tausche ist das aber keine Zeitleiste. Cypress Cove ist doch nur ein Backport auf 14nm von Sunny Cove? Dazu gibt es ja schon Tiger Lake alias Willow Cove, also sind es dann doch eher 8 vollständig neue Stufen. Bei Zen ist die Namensgebung meines Wissens nach anders gedacht, die Änderungen von Zen auf Zen+ waren marginal und selbst Zen2 war architektonisch kein großer Schritt und eher mit den zahlreichen Skylake Generationen zu vergleichen. Erst Zen3 ist ein richtiger Schritt, ähnlich Nehalem zu Sandy
        Weil der 11900K eine reine Gaming CPU ist und Intel den den Markt wieder haben möchte. Wirste sehen, mein Guter. Reine Marktwirtschaft.
      • Von Siriuz Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BigBoymann
        Woher du weißt?

        sprach Yoda

        Wenn ich mich tausche ist das aber keine Zeitleiste. Cypress Cove ist doch nur ein Backport auf 14nm von Sunny Cove? Dazu gibt es ja schon Tiger Lake alias Willow Cove, also sind es dann doch eher 8 vollständig neue Stufen. Bei Zen ist die Namensgebung meines Wissens nach anders gedacht, die Änderungen von Zen auf Zen+ waren marginal und selbst Zen2 war architektonisch kein großer Schritt und eher mit den zahlreichen Skylake Generationen zu vergleichen. Erst Zen3 ist ein richtiger Schritt, ähnlich Nehalem zu Sandy
        Weil der 11900K eine reine Gaming CPU ist und Intel den den Markt wieder haben möchte. Wirste sehen, mein Guter. Reine Marktwirtschaft.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Der nächste echte Sprung ist gerüchteweise Alderlake ("GoldenCove") dem +50% IPC zu Skylake nachgesagt wird was sicher nicht mehr durch hier und da Core optimieren passieren kann.
        Also z.B. 50% mehr IPC als ein 10900K? Das hört sich echt utopisch an.
        Wobei da ja 4 Generationen dazwischen liegen laut der Grafik welche du weiter oben gespostet hast.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        die Änderungen von Zen auf Zen+ waren marginal und selbst Zen2 war architektonisch kein großer Schritt und eher mit den zahlreichen Skylake Generationen zu vergleichen. Erst Zen3 ist ein richtiger Schritt, ähnlich Nehalem zu Sandy
        Oha...
        Von Zen Auf Zen+ war zwar "nur" eine Detailoptimierung, hat ähnlich viel (/wenig) IPC-Performance gebracht als Intel von 6000 bis 10000 über viele Jahre. Technisch wars im Wesentlichen optimiertes Prefetching und Latenzen. Also kaum Veränderung.

        Zen2 hat eine Architektur aufs Chipletdesign gebracht was quasi ein komplettes Redesign ist, sowas hat Intel in der ganzen Core-Geschichte nicht. Man hat nebenbei noch den µOP Cache redesigned, die FPU verdoppelt, Register und Scheduler aufgeblasen und die Speicheranbindung des Caches von 4-fach auf 8-fach verdoppelt. Das Ding wäre technisch gesehen als neue Architektur durchgegangen wenn man gewollt hätte. Und das alles noch auf nen brandneuen 7nm Node belichtet. "Kein großer Schritt" ist gut, das war einer der größten Sprünge (und ein sehr großes Risiko für AMD) der jüngeren Geschichte auf Hardwareebene.

        Technisch ist der Schritt von ZEN2 auf 3 dagegen zwar der Mainstream-Performanceintensivste gewesen aber intern waren das keine so großen Änderungen. Man hat Einheiten etwas verbreitert, Latenzen optimiert, die Sprungvorhersage verbessert und den L3 zusammengefasst. Keine technisch irren Veränderungen an der Architektur, nur genau die richtigen. Zen3 ist böse gesagt eigentlich "nur" ein Zen2 mit mehr Takt und nem Unified Cache + Detailoptimierungen.

        Intel hat seit Skylake, also den 6000ern, praktisch nichts mehr an der Architektur gemacht außer Sicherheitslücken notdürftig zu stopfen, zu rebranden und irgendwie den 14nm-Node höher zu takten. Rocketlake ist die erste generation seit langem wo man technisch mal wieder was gemacht hat, wobei da nach meinem Kenntnisstand auch "nur" Interne Einheiten aufgeblasen/vermehrt wurden und das Cachesystem neu geplant wurde (L2 von 8fach 512KB auf 20fach 1,25MB) ohne aber an der grundlegenden Skylakesache was zu ändern.

        Man muss unterscheiden zwischen großen Architektonischen Veränderungen die ggf. mittelfristig wegweisend sind auch wenn sie aktuell weniger Performance bringen (wie ZEN1 --> ZEN2) oder Optimierungen an der Architektur, die technisch gar keine so massiven Veränderungen sind (auch wenn sie durchaus schwierig umzusetzen sein können) aber viel Performance bringen (wie ZEN2 --> ZEN3).

        Der nächste echte Sprung ist gerüchteweise Alderlake ("GoldenCove") dem +50% IPC zu Skylake nachgesagt wird was sicher nicht mehr durch hier und da Core optimieren passieren kann. Details wie Intel das anstellen will sind aber noch unbekannt. ZEN4 dagegen wird "nur" mit weiteren +20% IPC gehandelt.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Siriuz
        Eher nicht. Der 11900k wird um die 400-450€ kosten.
        Woher du weißt?

        sprach Yoda
        Zitat von Incredible Alk
        Nein, die haben nur andere Schemata.
        Oder sagen wir mal so, AMD hat ein Grundgerüst (ZEN) und nennt die Ausbaustufen der Architektur halt 1,2,3,4...
        Intel hat ein Grundgerüst (Core) und gibt den Ausbaustufen von Architekturen und Segmenten und Fertigungen völlig konfuse Namen wo man nur durchblickt wenn mans nachschlägt
        Hier, das ist alles aus der "Core-Architektur"
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ob "so viel Zeit" ein Vor oder Nachteil ist ist strittig. Klar konnten sie ewig ausoptimieren aber wer 15 Jahre auf Core rumreitet hat eben auch keine überlegen neue Arch entwickelt bzw. in der berühmten Schublade.
        Wenn ich mich tausche ist das aber keine Zeitleiste. Cypress Cove ist doch nur ein Backport auf 14nm von Sunny Cove? Dazu gibt es ja schon Tiger Lake alias Willow Cove, also sind es dann doch eher 8 vollständig neue Stufen. Bei Zen ist die Namensgebung meines Wissens nach anders gedacht, die Änderungen von Zen auf Zen+ waren marginal und selbst Zen2 war architektonisch kein großer Schritt und eher mit den zahlreichen Skylake Generationen zu vergleichen. Erst Zen3 ist ein richtiger Schritt, ähnlich Nehalem zu Sandy
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von RyzA
        Danke. Aus Wikipedia?
        Ja. Siehste für solche eigentlich belanglosen Infos is das super.
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