Auslieferung von Intels 48-Kern-CPU beginnt im zweiten Quartal
Noch dieses Quartal wird Intel erste Systeme mit der Forschungs-CPU Rock Creek an ausgewählte Forschungseinrichtungen liefern.
Quelle: Intel
Rock Creek: 24 Tiles mit zusammen 48 Kernen in 6 Clustern angeordnet. Dazu kommen 4 DDR3 Controller für bis zu 64 Gigabyte Speicher und weitere I/O-Einheiten.
Vor gut 5 Monaten stellte Intel den "Single Chip Cloud Computer" vor. Der Chip mit dem Codenamen Rock Creek wurde im Rahmen des Terascale-Projektes entwickelt, um Techniken für zukünftige Multi-Core-CPUs zu testen und um Programmierverfahren zu entwickeln, die diese ausnutzen können. Im Rahmen des Projektes steht die CPU verschiedenen Forschungseinrichtungen und Universitäten zur Verfügung, die in diesem Quartal erste Systeme erhalten.
Die Taktraten der Samples sollen im Bereich aktueller Atom-CPUs liegen, die mit 1,66 bis 1,86 GHz verkauft werden. Unklar ist allerdings, wie groß die pro-Takt-Rechenleistung eines einzelnen Kernes ist. Ein deutlich einfacherer Aufbau als bei aktuellen Core-CPUs gilt als wahrscheinlich, da die in 45nm gefertigte CPU mit einer TDP von 125W auskommen soll. Auch geht es bei der Forschung nach effizienten Ansprechverfahren für Multi-Core-CPUs mehr um die Verknüpfung der vielen Recheneinheiten, denn um maximale Leistung. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der Polaris-CPU mit 80-Kernen, basiert Rock Creek aber bereits auf einer Intel Architektur. Auf seiner Basis entwickelte Software ist somit deutlich kompatibler zu bestehenden x86- oder Itanium-CPUs (IA-32 mit AMD64/Intel64 beziehungsweise IA-64), als vorangegangene Projekte.

Dave Probert von MS zum Thema: "Umverteilung der Aufgaben im Betriebssystem?"
Das ganze ist noch Zukunftsmusik, aber vom Grundgedanken sicher nicht verkehrt.
Du kannst mit quasi jeder aktuellen Hardware Raytraycing in Echtzeit betreiben - musst nur die Aufwendigkeit der Szene, die Zahl der Reflexionen und die Auflösung tief genug ansetzen. Die interessantere Frage wäre, ob Raytraycing auf Rock Creek so effizient berechnet werden kann, dass es eine attraktive Alternative zu Rasterizing darstellt. (mein Tipp: Nö. Das Ding scheint auf den ersten Blick ein Larrabee ohne Speicherinterface auf Graka-Niveau und ohne spezialisierte SIMD-Coeinheiten zu sein. Und Larrabee1 war bekanntermaßen zu schwach, um aktuellen Rasterizern die Stirn zu bieten)
Anderer universeller Code wird auch eher schwierig, dazu sind GPUs zu eingeschränkt. Spezieller Code ist kein Problem -nennt sich CUDA-, aber nützt einem für die Entwicklung neuer CPUs eher wenig.