Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

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In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Carsten Spille über imaginäre Pläne der Grafikkartenanbieter, eigene Spiele-Studios zu Gründen.

In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Carsten Spille über imaginäre Pläne der Grafikkartenanbieter, eigene Spiele-Studios zu Gründen.

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende und wieder einmal jammern viele PC-Enthusiasten inklusive der (fast) kompletten PCGH-Redaktion über die Konsolen, welche hinterhältigerweise den technischen Fortschritt bremsen. Das ist zum Teil durchaus berechtigt, dürfte sich aber nächste, spätestens übernächstes Jahr etwas abschwächen - Playstation- und Xbox-Next sei Dank. Persönlich hoffe ich ja auf Tessellationseinsatz zur Geometriekompression, mal gucken. Aber eigentlich wollte ich auf etwas anderes hinaus – etwas, das viel provokanter ist: Warum nicht vom "Feind" lernen? Denn nicht nur Enthusiasten, auch AMD und Nvidia leiden unter Spielen, welche die Hardware kaum fordern und daher auch kaum Grund zum Aufrüsten liefern. Was läge also näher, als ein paar der vielen Millionen aus dem Budget für eigene Spiele, ein eigenes Studio zu verwenden. Natürlich dürfen die gern noch unter DirectX oder OpenGL laufen, könnten aber auf die jeweiligen High-End-Modelle zugeschnitten sein – und somit eine Optik erlauben, die uns heute in Techdemos noch die Kinnladen herunterklappen lässt. Zugleich würde das auch Druck auf die freien Publisher ausüben, nicht immer den Weg der geringsten Kosten zu gehen, denn Spieler würden gleichsam anspruchsvoller was die Optik angeht. Klingt bisher nur vorteilhaft? Ja, aber es besteht natürlich die Gefahr, dass daraus eine Lagerbildung wie beiden Konsolen entsteht, technisch ist es kein Problem, Spiele wenn schon nicht komplett verdonglet, so doch de facto an die eigene Hardware zu binden.

Ich glaube, ich wäre bereit, dieses Risiko testweise mitzugehen, sollten sich die Hersteller dazu entschließen. Was meinen Sie? Wären Sie für ein "Geforce Theft Auto" und ein "Radeon Faction: Armageddon" oder ist ein komplett freier Spielemarkt Ihrer Meinung nach nicht diskutierbar?

Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur seine Meinung über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben und zwar jeden Sonntag um 13:15 Uhr.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von OctoCore Lötkolbengott/-göttin
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        Das gibt es ja schon außerhalb der Konsolenwelt - zwar keine eigenen Spielestudios, sondern direkte Hardwareausnutzung der GPU. Aber nicht auf dem PC.
        Unter Android gibt es schon länger spezielle Games für Tegra-basierte Geräte, die dann ein paar Effekte ausnutzen, die vom Grafikstandard nicht abgedeckelt werden. Das macht nVidias GPUs zwar nicht schneller, aber manches Spiel doch etwas hübscher.

        Aber sowas möchte ich nicht wirklich auf dem PC haben. Denn gerade die Standards haben den Windows-PC zu der ultimativen Spielmaschine gemacht, die er jetzt ist.
        Alles andere wäre praktisch ein Rückfall ins Zeitalter der Homecomputer - je eine Version für Atari und Commodore und haste nicht gesehen.
      • Von OctoCore Lötkolbengott/-göttin
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        Das gibt es ja schon außerhalb der Konsolenwelt - zwar keine eigenen Spielestudios, sondern direkte Hardwareausnutzung der GPU. Aber nicht auf dem PC.
        Unter Android gibt es schon länger spezielle Games für Tegra-basierte Geräte, die dann ein paar Effekte ausnutzen, die vom Grafikstandard nicht abgedeckelt werden. Das macht nVidias GPUs zwar nicht schneller, aber manches Spiel doch etwas hübscher.

        Aber sowas möchte ich nicht wirklich auf dem PC haben. Denn gerade die Standards haben den Windows-PC zu der ultimativen Spielmaschine gemacht, die er jetzt ist.
        Alles andere wäre praktisch ein Rückfall ins Zeitalter der Homecomputer - je eine Version für Atari und Commodore und haste nicht gesehen.
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        Sowas will ich nun wirklich nicht, zwar wären die Spiele besser am PC angepasst, aber wenn ich dann nicht diese jeweilige Grafikkarte habe dann kann ich das Spiel nicht geniessen.
        Für die schon bestehenden Spielestudios die Millionen für ein Spiel ausgeben wäre sowas fatal. Sie müssten ihre Spiele auch so stark anpassen und wenn die es nicht schaffen dann verkaufen sich ihre Spiele schlecht was natürlich weniger Umsatz bedeutet.

        Die Konsolen sind nicht schuld daran das die Spiele von PCs nach ein paar Jahren nicht so viel besser aussehen als zu dem Zeitpunkt wo die Konsole erschienen ist. Denkt ihr etwa Konsolenhersteller bieten ein Hardwareupgrade an für die Konsolen zum kauf an?
        Die Konsole ist etwas fertiges was der Spieler einmal kauft und dann für ein paar Jahre jedes Spiel kaufen kann für diese Konsole kaufen kann ohne nachzudenken ob das Spiel mit der Hardware läuft.
      • Von Mashed PC-Selbstbauer(in)
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        Lieber nicht. Sie kriegen ja nicht mal ihre Grafiktreiber gebacken. (damit sind beide gemeint)
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        AMD und Nvidia zusammen oder jeder für sich ?
        Beide zusammen würde ich ok finden.
        Jeder für sich nicht.
        Dann würden Spiele von Nvidia Features haben die AMD nicht unterstützt und umgekehrt.
        Wir hätten dann zwei PC-Fraktionen.
        Mit PhysX haben wir das ja teilweise jetzt schon.
        Ich bin für ein einheitliches PC-System von AMD und Nvidia
      • Von Lios Nudin BIOS-Overclocker(in)
        AW: Warum nicht vom "Feind" lernen? AMD und Nvdia sollten Spiele-Studios gründen: Die PCGH-Redaktionskolumne

        An erster Stelle steht ein möglichst hoher Gewinn. Also entwickle ich bevorzugt plattformübergreifend. Da die Entwicklungskosten möglichst gering bleiben sollen, gibt es für die PC- Umsetzung nur in geringem Umfang eine extra Wurst, da der dadurch enstehende Kostenanstieg in keinem gesunden Verhältnis zum Mehrgewinn steht.

        Außerdem kann es nicht unser Anliegen sein, dass in einem von Amd entwickelten Spiel eine 7750 schneller ist als eine 670 gtx. So krass würde der Unterschied vielleicht nicht ausfallen, da Amd auch auf Käufer mit Nvidia Karten angewiesen ist, aber mir geht jetzt schon die ganze It's meant to be played Geschichte ziemlich auf den Zeiger. Das ganze gilt natürlich auch im umgekehrten Fall.
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