AMD stellt den Athlon-Nachfolger "Phenom" vor (Update)

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Das AMD-Aufgebot heute... Das AMD-Aufgebot heute... Der Athlon ist tot - es lebe der Phenom. Unter diesem Namen präsentiert AMD heute der Weltöffentlichkeit die nächste Generation der Desktop-Prozessoren, die bislang unter ihrem Codenamen "Agena" bekannt war. Die Server-Variante der neuen Architektur mit Namen "Barcelona" wird der Hersteller erst später in diesem Jahr vorstellen.

Größte Neuerung der Agena-Architektur sind die vier Prozessorkerne. Damit ist der Phenom der erste "echte" Quad-Core-Prozessor, wie AMD zu betonen nicht müde wird: Schließlich hat Konkurrent Intel beim Kentsfield-Prozessor einfach zwei vollwertige Dual-Core-Prozessoren in ein CPU-Gehäuse gequetscht, die miteinander über den langsamen Front Side Bus kommunizieren müssen - das kostet Performance. Selbstverständlich verspricht AMD neue Leistungsrekorde und spricht von einer "phenomenal experience" für "Megatasking"-Applikationen - konkrete Performance-Werte bleibt der Prozessorspezialist allerdings schuldig.

Viele technische Details sind bislang ebenfalls nicht zu erfahren. Die vier Kerne verfügen jeweils über L1- und L2-Caches und teilen sich überdies einen gemeinsamen Level-3-Zwischenspeicher. Der Speichercontroller verbleibt natürlich wie beim K8 im Prozessor und unterstützt zeitgemäßen DDR2-Speicher, anders als Intel plant AMD also vorerst keinen Wechsel auf DDR3. Der AM2+ getaufte Sockel bleibt zum bewährten AM2 kompatibel.

Die Leistungsspitze im neuen AMD-Angebot bildet der Phenom FX, der die Rolle des teuren Athlon FX im Highest-End-Segment übernimmt. Er wird sich in einem Dual-Sockel-System auch paarweise einsetzen lassen und bildet dann ein Octa-Core-Gespann - die Quad-FX-Plattform stirbt also nicht aus. Darunter ist der "normale" Phenom angesiedelt, den es als X2 mit zwei und als X4 mit vier Kernen geben wird. Das mittlere Preissegment übernimmt nun der bekannte Athlon X2 mit zwei Kernen - eine Parallele zu Intel, wo der altgediente Pentium ebenfalls als günstige Dual-Core-Alternative zum teureren Core 2 weiterlebt. Den Low-Cost-Markt deckt - wie bei Intel der Celeron - nach wie vor der einkernige Sempron ab.

Ein genaues Datum für den Markteintritt war noch nicht zu erfahren - es wird auf jeden Fall in der zweiten Jahreshälfte so weit sein, nach Angaben von AMD noch "vor Weihnachten". Auch Preise gibt's noch nicht. Es bleibt also spannend.

Update: AMD hat uns mittlerweile auch ein kleines Demo-Video und die komplette Launch-Präsentation zur Verfügung gestellt. Sie finden die Dateien unten unter "Downloads".

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