AMD steigt bei Transmeta ein (Update)
Quelle: Transmeta
Efficeon-Prozessor
AMD sieht sich offenbar nach weiteren Partnern um: Der Chiphersteller hat für 7,5 Millionen US-Dollar Vorzugsaktien des kränkelnden Technikkonzerns Transmeta gekauft, berichtet der Börsendienst Streetinsider.com. AMD habe allerdings keine Pläne, Transmeta komplett zu übernehmen, sagte AMD-Sprecher Stephan Schwolow auf Anfrage von PC Games Hardware.
Die Investition sei Teil einer erweiterten strategischen Verbindung der Unternehmen, sagte Schwolow. Damit solle die Grundlage geschaffen werden, um künftig bei der Entwicklung neuer Technologien zusammenzuarbeiten. Von einer kompletten Übernahme ist AMD auch noch ein gutes Stück entfernt, die Marktkapitalisierung des Stromsparspezialisten beträgt rund 155 Millionen Euro. Möglicherweise will AMD bestimmte Techniken wie Longrun einsetzen und sich durch den Einstieg eine günstige Ausgangsposition verschaffen.
Transmeta ist vor allem durch stromsparende CPUs bekannt - die Crusoe- und Efficeon-CPUs zeichneten sich durch eine sehr geringe Leistungsaufnahme aus. Probleme bei der Chipausbeute und die im Vergleich zu Intel- und AMD-Prozessoren geringe Leistung verhinderten allerdings den Durchbruch. Mittlerweile stellt Transmeta keine CPUs mehr selbst her, sondern lizenziert nur noch Technologien an andere Firmen. Große Aufmerksamkeit erregte Transmeta auch, weil Linux-Schöpfer Linus Torvalds eine Zeitlang für den Konzern arbeitete.
Update: AMD größter Anteilseigner bei Transmeta
Durch die Investition ist AMD größter Anteilseigner bei Transmeta geworden. AMD hat für die 7,5 Mio. US-Dollar eine Million "Serie-B"-Aktien bekommen, die in 14.269.400 reguläre Aktien gewandelt werden können - dies entspricht einem Anteil von 6,7 Prozent.
Quelle: Transmeta
Crusoe-Prozessor
Zwar gibt es noch sechs weitere Anteilseigner, die mehr als ein Prozent der Transmeta-Aktien halten, keiner kommt jedoch über die 6,7 Prozent von AMD.
