AMD mit 25,6 Prozent Marktanteil: Gebremst vom Lieferengpass
AMD kann auf ein erfolgreiches Geschäft im x86-Sektor zurückblicken: Laut Mercury Research hat man mit 25,6 Prozent Marktanteil ein Allzeithoch erreicht. Dabei sind es nicht einmal die Desktop-Prozessoren, die helfen, sondern Konsolen, Server und auch Mobile.
Nach den Daten von Mercury Research konnte AMD seinen Marktanteil bei Prozessoren positiv ausbauen und liegt nun bei 25,6 Prozent im Markt für x86-Prozessoren. Das ist nach den Zahlen von Mercury der höchste Weit seit Aufzeichnung der Daten. 2006 maß man 25,3 Prozent - damals hatte AMD den Athlon 64 in verschiedenen Ausbaustufen angeboten, K8, K9 und auch die ersten K10 trugen zum Erfolg bei. Um die Zahlen zu bewerten, muss man hier wissen, dass Mercury auch die Custom-Chips zählt, also die auch das, was Microsoft und Sony in ihren Konsolen verbauen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass der Gesamtmarkt wächst: Intel verliert also nicht direkt an abgesetzten Stückzahlen, sondern die Verhältnisse verschieben sich zueinander. AMD profitiert zum Beispiel zuletzt insbesondere im Mobile- und Server-Segment, während Desktop nachgegeben hat. Letztes kann daran liegen, dass AMD mehr mit der allgemeinen Liefersituation zu kämpfen hat und sein Kontingent bei TSMC gut planen muss. Da können die Zahlen auch im Detail davon beeinflusst werden, indem AMD sein Wafer-Agreement mehr für Server und Mobil-Prozessoren nutzt als für Desktop-CPUs. Vor allem muss man stets die Nachfrage an Custum-SOCs bedienen.
Quelle: Mercury Research
Unterm Strich bleibt die Entwicklung aber für AMD und den Gesamtmarkt positiv, denn Wettbewerb belebt das Geschäft. Intel kann auch unter dem Druck weiter wachsen, weil eben der Gesamtmarkt nach oben geht und man dank eigener Fertigung auch unabhängiger in der Produktion ist. Zwar leidet auch Intel unter Zulieferproblemen, dies wird aber als weniger signifikant eingeschätzt. Bei AMD steckt ein großes Potenzial in Office-Rechnern; ein Markt, den Intel mit hohen Stückzahlen von Mittelklasse-CPUs samt IGP bedient.
Serverpunkte zählen doppelt
Positiv stimmt bei AMD vorrangig die Entwicklung des Servergeschäftes, da Kurswechsel hier lange nicht so leicht von der Hand gehen wie etwa bei Gaming-Enthusiasten und jeder Prozentpunkt härter erkämpft werden muss. AMD tat sich lange schwer, bei Servern - trotzt des vermeintlich besseren Produktes - Traktion zu bekommen. 10,7 Prozent Marktanteil sind hier mühsam erkämpft und im Moment scheint es weiter nach oben zu gehen. Intel hat erst im Laufe des Jahres mit Sapphire Rapids eine potenzielle Gegenwehr im Programm. Die Mercury-Daten sollen zudem eher konservativ sein, andere Messverfahren sehen AMD bei Data-Center-Ausrüstung schon auf 18,3 Prozent. Ein Grund mehr warum man immer die Erhebung der Daten bewerten muss.
Auch spannend ist, dass der gesunde Wettbewerb auf dem CPU-Markt aktuell noch nicht in Preisschlachten ausartet. Beide Unternehmen können Umsätze steigern und meldeten zuletzt auch Rekordmargen. Trotz schwieriger Lage wurden 2021 mehr Prozessoren ausgeliefert als noch im Vorjahr. Traktion hat neben AMD auch Apple, wenngleich hier ARM-Technik verbaut wird. Mit dem M1 sieht man Apple auf einem rasanten Wachstumskurs. Das soll sich auch bei Data-Centern bemerkbar machen, wo man einen wachsenden Anteil an ARM-Technik sieht.

Das macht schon richtig viel aus.
Wenn AMD bei der Switch zum Zug gekommen wäre, dann würden sich die Zahlen, des Konsolengeschäftes wohl verdoppeln.
Ersteren muss man schätzen, die x86-Konsolen sind 100 Prozent AMD, die Gesamtmarktanteile stehen im Artikel. Ergebnis x ist der Anteil des Konsolenmarktes am Gesamtmarkt; (1-x) als Kehrwert der der klassichen Prozessoren.
100 Prozent * x / *(1-x)
Ist dann das Verhältnis von Konsolen-APUs zu anderen x86-Produkten AMDs. (Zwischenzeitlich korrigierter Denkfehler in meinem Originalpost: Der Nenner letzterer Gleichung beziffert nicht die Gesamtauslieferungen, das Endergebnis also keinen APU-Anteil an diesen, sondern die Relation zum klassischen Geschäft.)