Chip-Fertigung bei TSMC: AMD Epyc-CPUs kontrollieren nun die Fabrikabläufe
Vor einigen Jahren hätte man sich kaum vorstellen können, dass sich AMD einige große Aufträge im Server-Bereich sichern kann - zu groß war die Dominanz der Intel Xeon-CPUs. Doch nun konnte man sogar einen sehr großen Erfolg erzielen, denn niemand geringeres als Chipfertiger TSMC vertraut nun die Kontrolle der Fertigungsabläufe den AMD Epyc-Prozessoren an.
Wenn es um allgemeine Workloads geht, griffen viele Firmen auch in der Vergangenheit bereits zu AMDs Server-CPUs. Doch in Bereichen, in denen es um für das operative Geschäft kritische Abläufe geht, dominierte bislang Intels Xeon-Riege (und auch die Intel Itanium-Chips). Doch auch in diesem Segment kann AMD nun einen großen Erfolg für sich verbuchen, denn niemand geringeres als Chipriese TSMC hat sich dazu entschieden, die Abläufe in den Fertigungshallen in die Hände der Epyc-Prozessoren zu legen.
C-3PO wäre entsetzt
"Maschinen erschaffen Maschinen..." - man könnte an dieser Stelle darüber scherzen, dass AMD-CPUs nun dabei helfen, AMD-CPUs zu fertigen. Aber natürlich fertigt TSMC auch die Chips für andere Kunden. Für die Industrie ist die Entscheidung des taiwanischen Chip-Fertigers, in einem geschäftskritischen Bereich auf AMD zu vertrauen, ein Zeichen mit Signalwirkung. Simon Wang (Director of Infrastructure and Communication Services Division) von TSMC äußerte sich hierzu wie folgt:
"Für die Automatisierung benötigt jede unserer Fertigungsmaschinen einen x86-Server, um die Betriebsgeschwindigkeit und die Bereitstellung von Wasser, Strom und Gas bzw. den Stromverbrauch zu steuern. Diese Maschinen sind sehr kostspielig. Sie können Milliarden von Dollar kosten, aber die Server, die sie steuern, sind viel günstiger. Ich muss sicherstellen, dass wir eine hohe Verfügbarkeit haben, und falls ein Rack ausfällt, können wir ein anderes Rack verwenden, um die Maschine zu unterstützen."
Auf die AMD-CPUs warten also viele verantwortungsvolle Aufgaben. Derzeit nutzt TSMC in ihren Datenzentren Rechner mit AMDs Epyc 7702P-Prozessor (64 Kerne, 2,0 GHz ~ 3,35 GHz). Im R&D-Sektor kommen 24-kernige Epyc 7F72-CPUs mit 3,20 GHz zum Einsatz. Welche Konfigurationen in den Fertigungshallen eingesetzt werden, bleibt jedoch geheim. Ob auch andere große Firmen in Zukunft ihre kritischsten Abläufe in die Hände des Intel-Konkurrenten legen, bleibt abzuwarten.

Ob auch andere große Firmen in Zukunft ihre kritischsten Abläufe in die Hände des Intel-Konkurrenten legen, bleibt abzuwarten.
Es ist um ein vielfaches günstiger ein gleichschnellen Intel-Server hinzustellen als z.b von SAP als ERP-System zu wechseln.
Wenn das soweit ist, nochmal melden. Ansonsten kannst anstatt "Maschinen welche Maschinen kontrollieren" auch n behinderten Hamster mit der Koordination betreuen, welchen gerade unter nem LKW Reifen von der Autobahn gekratzt hast.
Ob da jetzt 80 Intel Threads oder 128 Epyc Threads werkeln ist nicht so dar große Ding, aber gerade wenn man massenhaft SSD Speicher schnell anbinden kann, lassen sich Serverschränke verdichten. Intel protzt noch mit 8000€ CPUs und deren Benchmarks rum, wo man bei AMD für 1000€ schon 128 PCIe 4.0 Lanes bekommt und wie wild Daten von NVME auf 10 und 40GBit Karten pumpen kann. Bezahlbar, redundant und mit dem Speedvorteil dort wo es drauf ankommt und das ist nicht beim Primzahlen errechnen, sondern im Datenschaufeln.
48 PCIe 3.0 Lanes bei Intel gegen 128 PCIe 4.0 Lanes bei AMD. Das ist für sehr viele Serverkonfigurationen kein Wettbewerb, das ist ein Massaker.