Zen 3: AMD erfährt Wachstum auf dem Markt der Server-CPUs

7
News Oliver Jäger Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD verbucht Wachstum bei den Marktanteilen ihrer Serverprozessoren
Quelle: AMD

Bei den von Mercury Research veröffentlichten Marktanteilen bei CPUs für das erste Quartal 2021 stellte sich heraus, dass AMD ein Wachstum bei den Marktanteilen der Server-CPUs vorzuweisen hat. Im Desktop- und Laptopbereich stagnieren bzw. sinken die Zahlen.

Anfang Mai sind von Mercury Research, einem Marktforschungsinstitut im Bereich PC-Komponenten, die Zahlen der Marktanteile bei CPUs für das erste Quartal 2021 veröffentlicht worden. Die Zahlen zeigen, dass AMD ihren Marktanteil im Bereich der Server-CPUs steigern konnte, im Desktop- und Laptopbereich jedoch kein Wachstum oder sogar Verluste hinnehmen musste. Im Desktop-Bereich stagniert der Wert für AMD. Der Marktanteil liegt, wie im vierten Quartal 2020, immer noch bei 19,3 %. Im Laptopbereich hingegen sinkt der Marktanteil um 1 % im Vergleich zum vergangenen Quartal und liegt damit noch bei 18 %.

Ursachen dafür könnten sein, das AMD in diesen Bereichen mit der Kapazitätsbeschränkung beim taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC zu kämpfen hatte. Zudem soll Intel in dieser Zeit den Markt mit vielen günstigen Prozessoren in diesen Segmenten bedient haben.

Wachstum im Bereich der Server-CPUs

Bei den Serverprozessoren kann AMD hingegen im ersten Quartal 2021 ein Plus von 1,8 Prozentpunkten verbuchen und steigert damit ihren Marktanteil in diesem Bereich von noch 7,1 % im vierten Quartal 2020 auf 8,9 % im aktuellen Quartal. AMD selbst habe davon berichtet, dass ihr Marktanteil bei den Server-CPUs Ende 2020 bereits bei 10 % gelegen haben soll. Die Unterschiede zu den Zahlen von Mercury Research könnte durch eine andere Arithmetik, die das Institut verwendet, zustande gekommen sein.

Seit Ende 2017 werden die Veränderungen der Marktanteile bei AMDs Serverprozessoren von Mercury Research aufgezeichnet. Bereits 2018 ließ sich ein ähnliches Wachstum des Marktanteils beobachten, wie es jetzt der Fall ist. Vom dritten Quartal 2018 aufs vierte Quartal 2018 konnte AMD ein Plus von 1,6 % verbuchen. Es ist davon auszugehen, dass mit der Veröffentlichung der Epyc-Prozessoren der Modellgruppe 7003 auf Basis von Zen 3 das Wachstum noch einmal beschleunigt werden kann.

Quelle: via planet3dnow

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
7
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Vorab zwei Korrekturen: Deren 5nm-Ausbau selbst kommt den 7nm nicht zugute, sondern lediglich der Wechsel von Kunden von einer primären 7nm-Fertigung auf eine 5nm-Fertigung.
        Und ich schrieb, dass TSMC seine 7nm-Kapazitäten mittlerweile nicht mehr ausbaut (siehe #4). Die Daten beruhen auf einem kommerziellen Marktanalysereport, den SeekingAlpha vor einigen Wochen aufgriff und in Auszügen verwertete. Für 2020 und auch 2021 wurden/werden für 7nm jeweils 140 KWPM angegeben, also keine Änderungen mehr.

        Was KWPM bedeuten, hast du doch mit deiner ausgeschriebenen Schreibweise quasi schon selbst aufgeschlüsselt. Mit deren GigaFab(s) (vornehmlich Fab 15, ob noch kleine Anteile in der neuesten Fab 18 mitgefertigt werden, weiß ich nicht; grundsätzlich ist letztere primär für 5nm vorgesehen) hat TSMC mal ursprünglich mit um die 1 Mio. 7nm-Wafer pro Jahr "begonnen".

        "Mehr Chips als" in 5nm, ja, wäre möglich, wenn 5nm bis zum Ende des Jahres vollkommen ausgelastet werden können. Den Chipsausstoß könnte man jedoch auch bei 7nm jederzeit beträchtlich steigern, indem man bspw. die GPU-Fertigung einstellt und nur noch Zen2/3-CCDs und Mobile-Chips fertigen würde (und vor allem sollten man die in diesem Kontext zahlenvernichtende Wafer-Scale-Engine einstellen). Für TSMC selbst ist das aber eher ein irrelevanter Wert, denn die verkaufen gefertigte Wafer und nicht etwa einzelne Chips.

        5nm werden an der Mangelsituation vermutlich nicht viel ändern. Einerseits sind die derzeit nur für Mobile-Produkte relevant, andererseits muss TSMC seine "Fertigungsbeschränkungen" voraussichtlich über alle Produktlines halbwegs ausgeglichen mitteln. Würde man bspw. sagen, man hat bspw. Substratmangel aber lässt Apple und AMD mit voller Kapazität fertigen und lässt die kleineren Nodes dafür vor die Wand fahren, würde das ein sehr eindeutiges Zeichen setzen und könnte mittelfristig zum Verlust wichtiger Kunden führen. TSMC machte in 2020 um die 59 % mit Nodes >= 12nm; das ist ein Volumen, dass man nicht mal so eben zugunsten seiner Topkunden ignorieren kann und in dem Bereich wird die Konkurrenz deutlich größer. Hier können Kunden auch zu den diversen anderen Foundries abwandern, wenn man ihnen einen Grund gibt. Einzig TSMCs Kapazitäten sind da ein triftiger, guter Grund dagegen, jedoch werden die sich vermutlich nicht auf diesem einen ausruhen (können/wollen).
        Darüber hinaus steht ja immer noch die noch nicht allzu alte Aussage von TSMCs CEO im Raum, dass nach dessen Meinung TSMCs Kapazitäten ausreichend wären, wenn da nicht Material/Lieferprobleme im Markt entstanden wäre, d. h. die reine Fertigungskapazität von TSMC an sich scheint eher weniger das Problem zu sein.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Vorab zwei Korrekturen: Deren 5nm-Ausbau selbst kommt den 7nm nicht zugute, sondern lediglich der Wechsel von Kunden von einer primären 7nm-Fertigung auf eine 5nm-Fertigung.
        Und ich schrieb, dass TSMC seine 7nm-Kapazitäten mittlerweile nicht mehr ausbaut (siehe #4). Die Daten beruhen auf einem kommerziellen Marktanalysereport, den SeekingAlpha vor einigen Wochen aufgriff und in Auszügen verwertete. Für 2020 und auch 2021 wurden/werden für 7nm jeweils 140 KWPM angegeben, also keine Änderungen mehr.

        Was KWPM bedeuten, hast du doch mit deiner ausgeschriebenen Schreibweise quasi schon selbst aufgeschlüsselt. Mit deren GigaFab(s) (vornehmlich Fab 15, ob noch kleine Anteile in der neuesten Fab 18 mitgefertigt werden, weiß ich nicht; grundsätzlich ist letztere primär für 5nm vorgesehen) hat TSMC mal ursprünglich mit um die 1 Mio. 7nm-Wafer pro Jahr "begonnen".

        "Mehr Chips als" in 5nm, ja, wäre möglich, wenn 5nm bis zum Ende des Jahres vollkommen ausgelastet werden können. Den Chipsausstoß könnte man jedoch auch bei 7nm jederzeit beträchtlich steigern, indem man bspw. die GPU-Fertigung einstellt und nur noch Zen2/3-CCDs und Mobile-Chips fertigen würde (und vor allem sollten man die in diesem Kontext zahlenvernichtende Wafer-Scale-Engine einstellen). Für TSMC selbst ist das aber eher ein irrelevanter Wert, denn die verkaufen gefertigte Wafer und nicht etwa einzelne Chips.

        5nm werden an der Mangelsituation vermutlich nicht viel ändern. Einerseits sind die derzeit nur für Mobile-Produkte relevant, andererseits muss TSMC seine "Fertigungsbeschränkungen" voraussichtlich über alle Produktlines halbwegs ausgeglichen mitteln. Würde man bspw. sagen, man hat bspw. Substratmangel aber lässt Apple und AMD mit voller Kapazität fertigen und lässt die kleineren Nodes dafür vor die Wand fahren, würde das ein sehr eindeutiges Zeichen setzen und könnte mittelfristig zum Verlust wichtiger Kunden führen. TSMC machte in 2020 um die 59 % mit Nodes >= 12nm; das ist ein Volumen, dass man nicht mal so eben zugunsten seiner Topkunden ignorieren kann und in dem Bereich wird die Konkurrenz deutlich größer. Hier können Kunden auch zu den diversen anderen Foundries abwandern, wenn man ihnen einen Grund gibt. Einzig TSMCs Kapazitäten sind da ein triftiger, guter Grund dagegen, jedoch werden die sich vermutlich nicht auf diesem einen ausruhen (können/wollen).
        Darüber hinaus steht ja immer noch die noch nicht allzu alte Aussage von TSMCs CEO im Raum, dass nach dessen Meinung TSMCs Kapazitäten ausreichend wären, wenn da nicht Material/Lieferprobleme im Markt entstanden wäre, d. h. die reine Fertigungskapazität von TSMC an sich scheint eher weniger das Problem zu sein.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von gerX7a
        apazitäten sukzessive ausgebaut seit 2019. Ebenso steigern sie aktuell ihre 5nm-Kapazitäten. Nach letzten Reporten haben sie derzeit um die 140 KWPM für 7nm (absehbar inkl. 6nm, wobei es sich ebenfall um ein 7nm-Derivat handelt). Entsprechende Zahlen lassen sich auch relativ gut aus deren Umsatzanteilen ableiten, denn die Kosten pro Wafer für einen bestimmten Node werden recht gut abgeschätzt und stehen zur Verfügung. Beispielsweise baut TSMC mittlerweile 7nm nicht mehr aus; der Fokus liegt nun auf 5nm und hier haben sie angeblich schon
        Da hatte ich tatsächlich einen Denkfehler, klar der Ausbau in 5nm kommt ja dann letztlich auch dem 7nm Kontingent zu Gute.

        Aber woher hast du die Info, dass TSMC derzeit noch 7nm ausbaut? Ich habe gestern versucht etwas darüber herauszufinden, aber außer, dass man zwischen den Produkten wechselt und die Werke auf 102-103% Auslastung hochgefahren hat, wäre mir nicht bekannt, dass man in 2021 noch die 7nm Fertigung ausbaut.

        Wobei die von dir genannten Zahlen schon enorm wären, wenn man jetzt erst bei 140 (KWPM, was bedeutet dies eigentlich, 1.000 Wafer per Month?) und in 5nm schon bei 120 ist? Die Wafer bleiben ja gleich groß, würde ja bedeuten, dass bei reduzierter Chipfläche gar schon mehr Chips in 5nm gefertigt werden als in 7nm zum Ende des Jahres? Wäre natürlich für die Versorgungslage äußerst wichtig, es scheint ja wirklich in allen Bereichen massiven Mangel an Chips zu geben.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Die Kapazitätsvergrößerung muss ja auch zwangsweise vorliegen, den andernfalls könnte TSMC seinen Revenue nicht derart steigern, da Kunden primär für die Fertigung zahlen und TSMC hat in 2019 34, 6 Mrd. und in 2020 bereits 45,5 Mrd. US$ erwirtschaftet. Das beträchtliche Delta ist sicherlich nicht auf freundliche Spenden zurückzuführen. (Für 2021 werden um die 51 Mrd. US$ Revenue erwartet. *)
        Ergänzend sollen bis Jahresende auch etwa 30 KWPM für 3nm zur Verfügung stehen, die dann in der Risk Production sein dürften. Für Apple war das anscheinend aber dann doch noch nichts, denn die haben sich den letzten Berichten zufolge für 2022 für 4nm entschieden, eine kleinere Half-Node-Weiterentwicklung ausgehend vom N5. (Für bspw. AMD wird das Thema 3nm jedoch voraussichtlich erst ab 2024 konkret.)

        *) Hier dreht sich neben der Kapazitätssteigerung das Karussell immer weiter, da sich entscheidende Großkunden gegenseitig zu den immer teueren Nodes hin pushen. Qualcomm und nVidia fahren ihr 2021er-Volumen bei TSMC zurück, AMD, Broadcom, Intel und MediaTek steigern ihr Auftragsvolumen bei TSMC jedoch weiter.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gerX7a
        Doch haben sie. TSMC hat seine Kapazitäten sukzessive ausgebaut seit 2019. Ebenso steigern sie aktuell ihre 5nm-Kapazitäten. Nach letzten Reporten haben sie derzeit um die 140 KWPM für 7nm (absehbar inkl. 6nm, wobei es sich ebenfall um ein 7nm-Derivat handelt). Entsprechende Zahlen lassen sich auch relativ gut aus deren Umsatzanteilen ableiten, denn die Kosten pro Wafer für einen bestimmten Node werden recht gut abgeschätzt und stehen zur Verfügung. Beispielsweise baut TSMC mittlerweile 7nm nicht mehr aus; der Fokus liegt nun auf 5nm und hier haben sie angeblich schon bis zu 120 KWPM bis zum Ende diesen Jahres.

        140 aktuell bei 7nm
        120 in 5nm bis Jahresende?
        Das wär eigentlich schon überraschend gut. Also für mich überraschend, dachte 5nm hat am Jahresende vielleicht eher die Hälfte der 7nm Produktion erreicht.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        {...] Meines Wissens nach hat TSMC keine Kapazitäten hinzugewonnen, geschweige denn haben sie welche frei.
        Doch haben sie. TSMC hat seine Kapazitäten sukzessive ausgebaut seit 2019. Ebenso steigern sie aktuell ihre 5nm-Kapazitäten. Nach letzten Reporten haben sie derzeit um die 140 KWPM für 7nm (absehbar inkl. 6nm, wobei es sich ebenfall um ein 7nm-Derivat handelt). Entsprechende Zahlen lassen sich auch relativ gut aus deren Umsatzanteilen ableiten, denn die Kosten pro Wafer für einen bestimmten Node werden recht gut abgeschätzt und stehen zur Verfügung. Beispielsweise baut TSMC mittlerweile 7nm nicht mehr aus; der Fokus liegt nun auf 5nm und hier haben sie angeblich schon bis zu 120 KWPM bis zum Ende diesen Jahres.

        Anmerkung: Intel erklärte, wenn ich mich recht erinnere, schon, dass der Volumen Ramp von Sapphire Rapids SP erst Anfang des Jahres erfolgen wird, erklärte aber auch widerholt, dass der noch dieses Jahr vorgestellt werden wird, d. h. an der Planung scheint sich bisher nichts geändert zu haben.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk