AMD Zen 5: Neues Linux-Update deutet auf Mikrocode-Verbesserungen hin
Eine Linux-Aktualisierung, die vor allem auf Verbesserungen im Kernel abzielt, könnte Folgen für künftige AMD-Prozessoren haben. Künftige CPU-Generationen könnten unter Umständen größere Mikrocode-Pakete unterstützen.
Ein einfacher Patch für das Linux-Betriebssystem lässt im Hinblick auf die kommende Zen-5-Generation von AMD aufhorchen. Dem Portal Phoronix zufolge soll der Kernel durch die Aktualisierung größere Mikrocode-Pakete für zukünftige AMD-Prozessoren unterstützten, wodurch der Prozessor mehr Anweisungen umsetzen kann - daraus folgt logischerweise eine effizientere Arbeit und bessere Funktionalität.
Derzeit hat der Linux-Kernel bei Mikrocode-Paketen eine Größenbeschränkung, die maximal drei Mal so groß wie die standardmäßige Kernelseitengröße sein darf - üblicherweise vier KiB. Mit der Aktualisierung wird die höchstzulässige Größe der Pakete auf das Achtfache der Seitengröße angehoben, wodurch Prozessoren künftig komplexere Aufgaben schneller und effizienter zu verarbeiten. Diese Grenze wurde bewusst in einer solchen Größenordnung geändert, um bei Release der Ryzen-8000-Prozessoren und fortlaufend keine weiteren Patches zu benötigen, heißt es im Phoronix-Bericht.
AMD-Ingenieure haben bereits eine Aktualisierung für den Linux-Kernel in Version 6.5 bereitgestellt, um die Unterstützung für die kommenden Prozessorreihen (Family 26) zu ermöglichen, die laut Phoronix die Zen-5-Generation darstellen soll. Warum genau die Mikrocode-Größen angehoben wurden, ist allerdings nicht abschließend geklärt - sowohl technische Gründe als auch neue Funktionalitäten sind denkbar. Zum jetzigen Stand muss der neue Patch ohnehin von weiteren Entwicklern geprüft werden; ist mit der Aktualisierung alles in Ordnung, wird diese auch in stabile Versionen des Linux-Kernels übernommen.
Quelle: Phoronix
