AMD Ryzen: Sicherheitslücke im Chipsatz-Treiber ermöglichte Datendiebstahl, Fix bereits verteilt
Eine Sicherheitslücke in AMDs Chipsatz-Treiber konnte auf zahlreichen Systemen dazu verwendet werden, um ohne Admin-Rechte Daten zu stehlen. Dadurch hätte sich ein Angreifer unter anderem Admin-Rechte verschaffen können. Glücklicherweise gibt es inzwischen bereits ein Update, durch das die Lücke geschlossen wird.
Letzte Woche wurde die Existenz einer Sicherheitslücke bekanntgegeben, die im AMDs Chipsatztreiber enthalten war und es Angreifern ermöglichte, ohne Admin-Rechte Daten zu entwenden. Entdeckt wurde die Lücke bereits im April von Kyriakos Economou, einem der beiden Betreiber der Website Zeroperil.
Auch alle Zen-Prozessoren betroffen
Gut einen Monat später konnte AMD die Sicherheitslücke bestätigen. Mit dem PSP-Treiber 5.17.0.0, der als Teil von AMDs Chipsatztreiber 3.08.17.735 Ende August veröffentlicht wurde, gibt es zudem schon seit einem Monat einen entsprechenden Patch. Damals wurde aber nicht erklärt, welche Sicherheitslücke genau geschlossen wurde - das ist erst jetzt bekannt.
Genauer gesagt hat Economou zwei Probleme entdeckt. Durch die erste Lücke konnten Nutzer einen Speicherbereich für eigene Daten beanspruchen, der aber vom AMD-Treiber nicht vorher überschrieben wurde. Dadurch konnte man ohne Admin-Rechte Zugriff auf alle dort gespeicherten Daten erlangen. Testweise wurden dadurch mehrere Gigabyte an gespeicherten Daten übernommen und ausgelesen, in denen beispielsweise Zugangsdaten gespeichert waren.
Ein weiterer Fehler von Economou entdeckter war hingegen nicht sicherheitsrelevant, sondern für die Performance wichtig. Demnach konnte es vorkommen, dass der AMD-Chipsatztreiber Speicher nach der Nutzung nicht mehr freigibt und so Systemressourcen blockiert, bis der Treiber beendet wird. Auch das sollte durch das inzwischen veröffentlichte Update kein Thema mehr sein.
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Laut AMD waren von der Sicherheitslücke zahlreiche Plattformen betroffen. In der ausführlichen Liste des Unternehmens werden beispielsweise alle Zen-Prozessoren sowie auch noch Modelle mit Bulldozer-Architektur genannt. Wer einen entsprechenden PC besitzt, und sein System nicht ohnehin über Windows Update aktuell hält, sollte seinen Chipsatztreiber daher nun von Hand aktualisieren, um die Sicherheitslücke zu eliminieren.
Quelle: AMD via Techpowerup

Damit sollten doch dann die Probleme der Vergangenheit angehören oder?
VG,
MfG Föhn.