AMD Ryzen: Hybrid-Prozessoren sollen nicht Intels Ansatz folgen
Laut einem leitenden AMD-Mitarbeiter will das Unternehmen für Hybrid-Prozessoren einen anderen Ansatz als Intel verfolgen. Bei kommenden Ryzen-Prozessoren dürften die P- und E-Kerne damit deutlich ähnlicher sein, als das bei der Konkurrenz der Fall ist.
Während der Computex hatte der Tom's-Hardware-Redakteur Paul Alcorn die Gelegenheit, dem AMD-Mitarbeiter David McAfee einige Fragen zu stellen. Dieser leitet bei AMD das Client Channel Business und dürfte damit gut über aktuelle Entwicklungen informiert sein. Um ebensolche ging es dabei auch: Alcorn konnte McAfee eine Einschätzung über zukünftige Hybrid-Lösungen von AMD entlocken.
AMD Ryzen mit Hybrid-Architektur
Intels Core-Prozessoren nutzen diesen Ansatz bereits länger: Auf einem Chip werden zwei unterschiedliche CPU-Architekturen verbaut, wobei eine auf Performance und eine auf Effizienz optimiert wurde. Dass AMD für die Ryzen-Prozessoren an ähnlichen Konzepten arbeitet, ist dabei kein Geheimnis mehr: Auch hier sollen bald erstmals bald zwei Architekturen kombiniert werden, wobei die effizienteren Kerne wohl als "Zen 4C" vermarktet werden.
Bei der Ausgestaltung der beiden Architekturen soll sich AMD aber wohl von Intel unterscheiden. Laut McAfee ist Intels Weg, bei dem die zwei Architekturen über einen abweichenden Befehlssatz sowie eine unterschiedliche IPC verfügen, nicht unbedingt richtig. Stattdessen soll AMD für die Ryzen-Modelle eine homogenere Lösung im Blick haben, bei der Befehlssatz und IPC beider Architekturen identisch sind. Ersteres dürfte mit Hinblick auf Intels AVX-512-Debakel gut verständlich sein, eine identische IPC wirft aber Fragen auf. Damit blieben schließlich nur noch wenige Anpassungsmöglichkeiten, um die Performance- und Effizienzkerne zu unterscheiden.
"Ich denke, dass die Art und Weise, wie wir darüber nachdenken, zwei sehr unterschiedliche Leistungs- und Effizienz-Kerne mit sehr unterschiedlicher ISA-Unterstützung und IPC und Fähigkeiten zu haben, nicht unbedingt der richtige Ansatz ist. Ich denke, dass dies zu weitaus mehr Komplexität in Bezug darauf führt, was wo ausgeführt werden kann, und da wir uns verschiedene Optionen für das Kerndesign angesehen haben, ist dies nicht der Ansatz, den wir verfolgen."
Ebenso spannend: Ryzen 7045HX: Kommt AMD Dragon Range auch für den Desktop?
Für die zuvor erwähnten Kerne der Zen-4C-Architektur soll es laut Tom's Hardware beispielsweise in erster Linie einen kleineren Cache geben, wodurch der Flächenverbrauch Pro Kern sinkt. Inwiefern durch einen solchen Schritt aber Effizienzvorteile zu erwarten sind, ist bislang unklar. Vermutlich dürfte eine solche Lösung nicht an die Unterschiede bei Intel herankommen, aber dafür weniger Ansprüche an den Scheduler des Betriebssystems stellen. Am Ende zählt aber ohnehin das Gesamtprodukt, und auf dieses muss man wohl noch warten. Denn zumindest bislang ist noch unklar, ob und wann AMD Ryzen-Prozessoren mit Hybrid-Architektur auf den Markt bringen wird.
Quelle: Tom's Hardware

Und naja meine Anwendung scheint ja nichts von beiden zu sein. Weil ein ryzen 9 7950x schafft ja allcore ja was von 5,7 oder ist dies der single core takt davon? Also wenn das so ist, wäre ja da der 5,1 der allcore takt. Stimmt das etwa?
Ps: wie sieht es mit smt und Speicher bandbreite so aus?
Bezüglich der Frequenzen spricht man von Single-Core bzw. Dual-Core Boost heutzutage nicht mehr von Allcore, zumindest bei "aus der Verpackung".