AMD Ryzen 9000: Release-Datum, technische Details und neue Rekorde auf dem "Zen 5" Tech Day
Im Rahmen des "Zen 5" Tech Days, zu welchem AMD internationale Journalisten vom 9. bis 10. Juli in Los Angeles, Kalifornien, geladen hatte, hat das Unternehmen aus Santa Clara im Hinblick auf die neuen Ryzen 9000 technisch ganz tief blicken lassen und deren Release-Datum bestätigt.
In diesem Artikel
AMDs vier neue Desktop-Prozessoren aus der Serie Ryzen 9000 ("Granite Ridge") auf Basis der Zen-5-Mikroarchitektur ("Nirvana") sowie der Zen-5-Prozessorkerne ("Eldora"), welche als Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X sowie Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X an den Start gehen werden, erscheinen wie bereits zuvor "durchgesickert" war, am 31. Juli 2024 im Einzelhandel und werden spätestens dann auch von Testberichten begleitet. Das dokumentierten entsprechende Folien im Rahmen des "Zen 5" Tech Days.
AMD Ryzen 9000 im Detail
Im Rahmen des "Zen 5" Tech Days ging AMD im Hinblick auf die vier Ryzen 9000 sowie der denen zugrunde liegenden Zen-5-Mikroarchitektur in Detail und machte äußerst ausführliche Angaben zu den nachfolgenden Punkten:
- Release-Datum
- Leistungssteigerung
- Effizienzsteigerungen
- Arbeitsspeicher + EXPO
- Overclocking + Rekorde
- PBO + Curve Shaper
- Neue Chipsätze
PCGH war in Person von US-Korrespondent Roland Austinat ebenfalls vor Ort und hat neben den reinen Informationen auch versucht, die Stimmung auf dieser Veranstaltung einzufangen.
Release-Datum
Wie bereits eingangs erwähnt, werden der AMD Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X sowie der Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X am 31. Juli 2024 im Einzelhandel stehen und spätestens zu diesem Zeitpunkt auch von unabhängigen Tests und Reviews flankiert werden. So wird natürlich auch PCGH-Fachredakteur David Ney einen entsprechenden Technik-Test bereitstellen und dieses Mal besonders tief in die Zen-5-Materie eindringen.
Leistungssteigerung
Nachdem AMD bereits bei der Vorstellung der Ryzen 9000 auf der Computex 2024 einen "IPC-Uplift", also eine Leistungssteigerung gemessen in Instruktionen je Taktzyklus, oder auch Instructions per Cycle ("IPC"), von 16 Prozent in Aussicht gestellt hatte, ging das Unternehmen auch auf dem "Zen 5" Tech Day erneut auf das Leistungsplus ein und demonstrierte die hauseigenen Ergebnisse des Ryzen 9 9900X, Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X im Direktvergleich mit Intels Core-CPUs der 14. Generation ("Raptor Lake Refresh").
Während die Ryzen 7000X3D ("Raphael-X"), also der Ryzen 9 7950X3D und Ryzen 9 7900X3D sowie der Ryzen 7 7800X3D in Spielen, in Spielen nach wie vor die Nase leicht vorn behalten sollen, soll die erste Generation in Form des Ryzen 7 5800X3D beim Gaming deutlich geschlagen werden und das bei einer deutlich niedrigeren Leistungsaufnahme.
Quelle: AMD
Die Hersteller-Benchmarks attestieren den vier Zen-5-CPUs der Serie Ryzen 9000 im Vergleich zur 14. Core-Generation sowie der Zen-3-CPU mit 3D V-Cache folgende Leistungsvorteile.
- Ryzen 9 9900X gegenüber Core i9-14900K
- bis zu 41 Prozent mehr Leistung in Anwendungen
- bis zu 22 Prozent mehr Leistung in Spielen
- Ryzen 7 9700X gegenüber Core i7-14700K
- bis zu 42 Prozent mehr Leistung in Anwendungen
- bis zu 31 Prozent mehr Leistung in Spielen
- Ryzen 5 9600X gegenüber Core i7-14700K
- bis zu 94 Prozent mehr Leistung in Anwendungen
- bis zu 29 Prozent mehr Leistung in Spielen
- Ryzen 7 9700X gegenüber Ryzen 7 5800X3D
- bis zu 30 Prozent mehr Leistung in Spielen
Die Leistung lässt sich zudem noch mit dem bekannten Auto-OC-Feature ausbauen, welches auf die Bezeichnung PBO ("Precision Boost Overdrive") hört, da alle Benchmarks mit Werkseinstellungen und Standard-TDP erhoben wurden. Dazu aber später noch mehr.
Effizienzsteigerungen
Dass die vier Desktop-Prozessoren auf Basis der Zen-5-Mikroarchitektur sowie die Architektur selbst insbesondere auch auf höchstmögliche Effizienz ausgelegt worden sind, konnte bereits im Vorfeld an mehrere Anhaltspunkten festgemacht werden. Zum einen hat AMD sowohl die maximale Taktfrequenz, die mit PBO bis zu 5,85 GHz beträgt, nicht angehoben als auch parallel die Einstufung der TDP-Klassen bei drei von vier Modellen gesenkt. Auch die Benchmarkergebnisse von Engineering Samples ("ES") belegten die Effizienz.
So verwunderte es auch nicht, dass AMD in Person von David McAfee, seines Zeichens General Manager für das Client Business, noch einmal explizit auf die Effizienzsteigerungen von Ryzen 9000 und Zen 5 einging und den neuen CPUs sowie deren Architektur in diesem Bereich folgende Verbesserungen attestierte.
- 11 bis 22 Prozent mehr Leistung in Blender 3D...
- ...bei einer gleichen oder deutlich niedrigerer TDP-Einstufung...
- ...sowie eine 15 Prozent höhere thermische Resistenz...
- ...und 7 Prozent niedrigere Temperaturen
Auch diese Angaben untermauerte das Unternehmen aus Santa Clara mit hauseigenen Hersteller-Benchmarks, welche den neuen Zen-5-CPUs eine deutlich höhere Leistung bei einer niedrigeren Leistungsaufnahme bescheinigen.
Quelle: AMD
Der AMD Ryzen 9 9950X, welcher bei allen Leistungsmessungen auf dem "Zen 5" Tech Day im Mittelpunkt stand, soll im Hinblick auf die Anwendungsleistung bereits mit einem auf lediglich 120 Watt limitierten PPT ("Package Power Tracking") einen Intel Core i9-14900K/KS mit einer MTP ("Maximum Turbo Power") von 253 Watt schlagen und auch bei 60, 90 und 160 Watt jeweils neue Bestleistungen in Effizienz und Leistung aufstellen.
Abschließend versprach AMD für Ryzen 9000 ("Granite Ridge") im direkten Vergleich mit der Vorgängergeneration aus der Serie Ryzen 7000 ("Raphael") ein deutlich schnelleres, effizienteres und besseres Gesamtpaket für Desktop-PCs.
Ryzen 9000 steht für einen geringeren Stromverbrauch, kühlere Systeme und einen leiseren Betrieb sowie führende Effizienz und überzeugende Leistung. - AMD -
Doch der Hersteller ging im Rahmen seiner Präsentation noch deutlich tiefer ins Detail und lieferte einen echten Deep Dive zu Ryzen 9000, dessen Featureset und Zen 5.
Arbeitsspeicher + EXPO
Die vier Zen-5-Prozessoren unterstützen jetzt werkseitig den JEDEC-Standard DDR5-5600 mit 5.600 MT/s statt bisher DDR-5200 mit 5.200 MT/s. So weit, so unspektakulär, doch über die Werkseinstellungen hinaus hat sich auch beim Arbeitsspeicher so einiges getan, wie die Ausführungen zu AMD EXPO ("Extended Profiles for Overclocking") deutlich machen.
Quelle: AMD
Die neue AMD Generic Encapsulated Software Architecture ("AGESA"), welche mit einer ebenso neuen SMU ("System Management Unit") daherkommt, unterstützt mittels AMD EXPO jetzt bis zu DDR5-8000 mit 8.000 MT/s, was AMD beim "Zen 5" Tech Day auch mit einem Testsystem mit Ryzen 9 9950X demonstriert.
Ein Testsystem mit Ryzen 9 9950X und ASRock X670E Taichi durchläuft diverse Testzyklen mit DDR5-8000 stabil (...)
- Roland Austinat, US-Korrespondent für PCGH -
Erstmals überhaupt können die Speichergeschwindigkeit sowie die Primär-, Sekundär- und Tertiär-Timings mit der Hilfe des Ryzen Master "on-the-fly" und ohne Neustart durchgeführt und übernommen werden. AMD EXPO und RAM-OC werden dabei von allen "alten" und neuen Consumer-Chipsätzen der AM5-Plattform unterstützt.
Mit einer Latenz von 82 ns läuft der Arbeitsspeicher stabil mit DDR5-8000 im Arbeitsmodus. So können beispielsweise Texte geschrieben, Bilder bearbeitet oder Videos geschnitten werden. Nach Feierabend lockt dann das Umschalten in den schnellen Modus. Darin angekommen sinkt die Latenz um bis zu 15 ns.
- Roland Austinat, US-Korrespondent für PCGH -
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem bereits entsprechende Speicherkits mit DDR5-8000 aus der Serie T-Create von TeamGroup sowie der Predator-Serie von Acer gezeigt, welche über entsprechend optimierte EXPO-Profile verfügen. Auf der folgenden Seite geht es spannend weiter: Wir sprechen über Overclocking, Rekorde, PBO, Curve Shaper und neue Chipsätze für Ryzen 9000.

Intel ist da angekommen, wo AMD mit Bulldozer war. Leistungsaufnahme abseits von allem, Leistung im Vergleich dazu Katastrophe.
Das kommt leider davon, wenn die Entwicklungsabteilung pennt. Skylake = Kaby Lake = Coffee Lake = Rocket Lake... 4 Jahre 4 mal die gleiche Architektur. Viel versprochen damals, nichts gehalten. Und jetzt? 13. Und 14. Gen auch das gleiche.
Irgendwann wird aber wieder eine Generation kommen die da mitgehen kann, würde ein Unternehmen der Größe nie abschreiben. AMD hat man auch lange für Tod erklärt und mit Ryzen wird mächtig Ryziert seit 7 Jahren.
Beste daran, in den letzten 7 Jahren tat sich mehr bei den CPUs als die 7 Jahre davor durch Intel!
Was mich aber eben gekillt hat, ist die Tatsache, das der 9700X zu 30 Prozent mehr Leistung in Spielen hat als ein 5800X3D einfach nur krank, was AMD hier liefert.
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Im Büro gibts dann den billigen Kram