Kuriose Situation: AMDs Ryzen 7 7800X3D ist derzeit teurer als der Ryzen 9 7900X3D
Im PCGH-Preisvergleich gibt es derzeit eine äußerst ungewöhnliche Situation: Für den Ryzen 7 7800X3D muss man mehr bezahlen als für den Ryzen 9 7900X3D. Gleichzeitig liegt die UVP der Prozessoren weit auseinander.
Dass die Vorstellung einer neuen CPU-Generation für einige Veränderungen am Markt sorgt, ist keineswegs neu. Jetzt, wenige Wochen nach dem Launch von AMDs Ryzen-9000-Prozessoren, bietet der PCGH-Preisvergleich aber ein ganz besonders ungewöhnliches Bild - und zwar zur Vorgängergeneration. Zwei Ryzen-7000-Prozessoren mit X3D-Cache haben dort nämlich jüngst die Plätze im Preisgefüge getauscht, obwohl das nicht annähernd zu den Spezifikationen der beiden Modelle passt.
Besser und schlechter
Konkret geht es um den AMD Ryzen 9 7900X3D und den AMD Ryzen 7 7800X3D. Ersterer wurde ursprünglich für eine UVP von 679 Euro, letzterer für 499 Euro auf den Markt gebracht. Von diesem großen, ursprünglichen Abstand ist derzeit aber nichts zu spüren, denn die beiden Prozessoren werden für fast denselben Preis verkauft. Und - noch kurioser: Der Ryzen 9 7800X3D ist momentan sogar teurer als der Ryzen 9 7900X3D.
Ersterer kostet im PCGH-Preisvergleich derzeit 405 Euro, wohingegen der Ryzen 9 mit zwölf statt acht Kernen für nur 400 Euro angeboten wird. Die günstigsten Angebote stammen dabei von unterschiedlichen Händlern, doch das ungewöhnliche Bild zeigt sich teils sogar beim selben Anbieter. Bei Amazon wird der Ryzen 7 7800X3D beispielsweise für 416 Euro angeboten - und für den Ryzen 9 7900X3D muss man dort nur 403 Euro bezahlen.
Der Blick in den PCGH-Preisvergleich verrät, wie es zu dieser kuriosen Situation gekommen ist. In den letzten drei Monaten haben sowohl der Ryzen 7 7800X3D als auch der Ryzen 9 7900X3D im Preis zugelegt - aber unterschiedlich stark. Ersterer wurde mit schon fast linearem Trend immer teurer und erreichte so vor Kurzem die 400-Euro-Marke, während der Achtkerner vor drei Monaten noch für 320 Euro den Besitzer wechselte. Beim Ryzen 9 7900X3D gab es hingegen eine eher sprunghafte Preisentwicklung: Der Prozessor startete Ende Juni für knapp 390 Euro, fiel kurzzeitig auf 370 Euro, bevor es in der jüngeren Vergangenheit ebenso knapp über 400 Euro ging. Die vertauschten Plätze kommen also zustande, da der Ryzen 7 7800X3D deutlich stärker im Preis zugelegt hat als sein nächstgrößeres Schwestermodell.
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Ryzen 7 7800X3D
Ryzen 9 7900X3D
Trotz der Benennung der beiden Modelle ist der Ryzen 9 7900X3D übrigens tatsächlich nicht immer die bessere Wahl. Denn der Prozessor verfügt über zwei Chiplets mit je sechs Kernen, wobei nur auf einem der X3D-Cache aufgelötet wurde. Damit verfügen dort nur sechs Kerne über den deutlich aufgebohrten Cache, während es beim Ryzen 7 7800X3D acht Kerne sind. Laut unseres ausführlichen CPU-Tests kann sich der Ryzen 7 in Spielen dadurch um 13 Prozent vor das größere Modell setzen. Geht es hingegen um Anwendungen, ist der Ryzen 9 7900X3D klar die bessere Wahl: Mit seinen zusätzlichen Kernen kann er sich dort einen Performance-Abstand von 28 Prozent erkämpfen - und das zum derzeit fast identischen Preis.
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Quelle: PCGH-Preisvergleich

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