AMD-Prozessoren bald in Apple-Systemen?
Bei Apple gab es zuletzt viele Gerüchte um einen Prozessorwechsel. Sicher scheint, dass man mit Intel nicht mehr ganz zufrieden ist und sich nach Optionen umschaut. ARM-Technik fiel da bereits, hat aber neben Vorteilen auch Nachteile. Nun kommt AMD ins Spiel.
Um sich mehr Marktanteile zu erkämpfen, muss AMD bei Prozessoren vor allem auch in den OEM-Markt vordringen, der im Moment noch immer von Intel dominiert wird. Verhandlungen mit Komplettsystemanbietern sind allerdings oft eine zähe Angelegenheit. Umso überraschender kommt nun die Meldung, dass gerade Apple wohl den Einsatz von Ryzen-Prozessoren planen soll.
Apple setzt seit geraumer Zeit auf Intel-Prozessoren, nachdem man sich von IBM-Produkten trennte. Doch mit Intel scheint man nicht mehr sonderlich glücklich zu sein. So gab es bereits Gerüchte, Apple würde sein Portfolio auf ARM-Technik umstellen. Die Idee dahinter leuchtet ein: Apple konnte plattformübergeifend die Apps anbieten. Nur wird man alleine mit ARM-Technik wohl auch das eine oder andere Problem bekommen - gerade bei den Systemen, die etwa von Kreativen eingesetzt werden und auf denen geschnitten, gerendert, bearbeitet und konvertiert wird.
Und so kommt es, dass nun in einer Beta von MacOS Codezeilen entdeckt wurden, die mit den AMD-Prozessoren Picasso, Renoir, und Van Gogh in Verbindung stehen. Das sind allesamt APUs, also eher Technik für Prozessoren und Multimedia-Maschinen. Das passt aber ins Apple-Schema, denn auch die Intel-Prozessoren waren meist eher Mittelklasse-CPUs. Angesichts der Vorteile der neuen Zen-Prozessoren, der stagnierenden Entwicklung bei Intel und den Lieferproblemen könnte Apple nun tatsächlich den Sprung wagen. Zumal Apple durchaus auch margengetrieben ist und die Einkaufspreise bei AMD dürften dann doch etwas niedriger sein.
Das schließt die ARM-Gerüchte von oben nicht aus, die ebenfalls 2020 eine Umstellung sehen. Apple könnte für Powermacs oder dergleichen den ARM-Prozessor als Co-Prozessor installieren, wie es schon mal in der Gerüchteküche durchgesprochen wurde. Mit den AMD-Prozessoren würde man sich aber auch nach wie vor den Markt erschließen, der etwas mehr Leistung einfordert. Und man würde sich auch die Option offenhalten. Spieler mitzunehmen, denn AMD kann auch potente Grafikeinheiten liefern; integriert und dediziert. Dazu gibt's das Smartshift-Feature, was sich in Notebooks ganz gut macht.
Quelle: Twitter

Dass man sowas mit anderen Betriebssystemen auch realisieren kann, bestreitet niemand. Nur ist es dann notwendig zusätzliche Software zu nutzen, zu konfigurieren und es ergeben sich daraus etliche Fehlerquellen, die einem uU den Spaß vermiesen können. Bei Apple funktioniert es im Apple Mikrokosmos aber "out-of-the-box" und ist für Apple User eben ein Argument, das für Apple Geräte spricht. Und dieses Argument sollte man, auch wenn man Apple nicht mag, einfach auch mal akzeptieren können.
Hier etwas näher erläutert:
Die Funktion "Integration" verwenden, um Mac, iPhone, iPad, iPod touch und Apple Watch zu verbinden - Apple Support
Was du an diesem Argument hasst, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht?
Das ist keine These, sondern ein Vorurteil mit dem auch du Millionen von Usern über einen Kamm scherst.
Bist du aber gezwungen nur ein anderes Gerät zu nutzen, ist diese heile Welt im Nu zerstört, es funktiniert nichts mehr wie es soll. Weil Apple sich nicht an Standards hält, das Ladekabel ist da nur ein Zeichen der Welt.
Für mich bedeutet Integration halt wesentlich mehr, als mein eigenes kleines Universum zu haben. Betrieblich bin ich auf Windows angewiesen und Apple ist ab diesem Moment quasi nicht mehr nutzbar (produktiv), die Differenzen zwischen Apple und allen anderen ist einfach zu groß, während alle anderen es aber immer geschafft haben, diese Differenzen klein zu halten und einen gemeinsamen Kontext zu finden.
Hier etwas näher erläutert:
Die Funktion "Integration" verwenden, um Mac, iPhone, iPad, iPod touch und Apple Watch zu verbinden - Apple Support
Was du an diesem Argument hasst, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht?
Kaufentscheidungen sind immer eine individuelle Sache. Es gibt nicht DEN Apple Käufer. Alle Apple Käufer so über einen Kamm zu scheren, wie du es hier getan hast, wird der Sache einfach nicht gerecht.
Ich z.B. hasse dieses Argument der hohen Integration? Was soll das überhaupt heißen? Das Problem der Integration ist da in meinen Augen noch das größte was Apple hat, jeder der neu anfängt muss einen Kleinwagen opfern um auf Stand gebracht zu werden, da die meisten "standardisierten" Geräte mit Apple nicht, oder nur unzureichend laufen. Dagegen verstehen sich Android, Linux und Windows ganz hervorragend untereinander. Sogar Out of the Box, es wird eben nur oft anders behauptet. Aber die Funktionen die 99% der Nutzer brauchen, funktionieren bei Apple (untereinander) und bei allen anderen (wilder Verbund) einwandfrei und völlig ohne Hilfsmittel. Mag sein, dass Apple da mit größeren, bunteren und lustigeren Buttons die Einrichtung vereinfacht, aber das als Grund zu nehmen um bei so einer Komplettausstattung zwischen Kleinwagen und Motorroller zu unterscheiden halte ich für sehr weit hergeholt.
Aber bitte nicht so verstehen, dass ich dir deine Gründe nicht lasse, wenn du das für dich so entschieden hast mag das alles in Ordnung sein. Dennoch wirst auch du mich nicht von der These abbringen, dass ein Großteil der iPhone Nutzer gar nicht wissen was sie da tun und nur drauf schauen ob der Apfel auch schön sichtbar ist, oder wer kauft diese Handyhüllen mit Loch hinten drin?
Kaufentscheidungen sind immer eine individuelle Sache. Es gibt nicht DEN Apple Käufer. Alle Apple Käufer so über einen Kamm zu scheren, wie du es hier getan hast, wird der Sache einfach nicht gerecht.