AMD: Moore's Law lebt weiter, aber zu immer höheren Preisen

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AMD: Moore's Law lebt weiter, aber zu immer höheren Preisen
Quelle: AMD

Laut AMD-CTO Mark Papermaster geht die Entwicklung nach Moore's Law derzeit noch weiter, sie wird aber zunehmend teurer. Um die Kosten im Rahmen zu halten, müssen die Unternehmen deshalb kreativ werden.

Die stetige Weiterentwicklung von Halbleitern hat die vergangenen Jahrzehnte immens geprägt: Wichtige Kennwerte wie die Speicherdichte und die Rechenleistung steigen unaufhaltsam immer weiter. In diesem Zusammenhang wurde das von Intel-Mitgründer Gordon Moore formulierte "Moore's Law" bekannt: 1965 prognostizierte Moore eine Verdopplung der Transistordichten pro Jahr, und ab 1975 korrigierte er die Aussage auf eine Verdopplung alle zwei Jahre.

Moore's Law lebt, aber es wird teurer

Seitdem Moore's Law formuliert wurde, gab es bereits unzählige Zweifel daran, ob und wie lang es noch gilt. Mark Papermaster, der Chief Technology Officer von AMD, hält das Gesetz aber keineswegs für tot, auch wenn es sich verändert hat. 47 Jahre nach der aktuellen Formulierung von Moore's Law, und nahezu exakt 75 Jahre nach der Fertigung des ersten Transistors, soll die Transistordichte weiterhin rasant steigen. Im Vergleich zu früher gibt es dabei nun aber ein wachsendes Problem.

"Und Sie alle haben schon oft gehört, dass sich Moore's Law verlangsamt. Das Moore'sche Gesetz ist tot. Was soll das heißen? Es bedeutet nicht, dass es keine aufregenden neuen Transistortechnologien geben wird. Ich sehe spannende neue Transistortechnologien für die nächsten - soweit man diese Dinge wirklich planen kann - etwa sechs bis acht Jahre, und es ist mir sehr, sehr klar, welche Fortschritte wir machen werden, um die Transistortechnologie weiter zu verbessern, aber sie sind teurer."

Laut Papermaster sind für die planbare Zukunft, die laut ihm sechs bis acht Jahre weit reicht, bereits weitere, neue Transistor-Technologien in Arbeit, die weiterhin eine Erhöhung der Transistor-Dichte erlauben. Im Vergleich zu früher werden diese Sprünge aber zunehmend teurer. Demnach seien die Kosten pro Fertigungsfläche in der Vergangenheit mit neuen Nodes etwa gleich geblieben. Aktuell würden die Kosten hingegen zunehmend höher werden. Dadurch steigt zwar die Transistordichte weiterhin, der Preis aber ebenso.

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Vorerst sollen sich also durch eine bessere Fertigung noch Fortschritte erzielen lassen. Gleichzeitig müssen die Unternehmen laut Papermaster aber kreativ werden, um die Kosten im Rahmen zu halten. In diesem Zusammenhang wird auf AMDs Chiplet-Ansatz verwiesen, der bereits der Yield-Rate auf die Sprünge hilft und damit die Kosten senkt. Für die Zukunft sollen so außerdem noch wesentlich flexiblere Kombinationen möglich werden: Papermaster erwartet zunehmend das Auftreten von mehr spezialisierten Einheiten, um den Fortschritt bei der Leistung und der Energieeffizienz weiter voranzutreiben.

Quelle: Seeking Alpha via PC Gamer

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Man muss nicht mal in diese Bereiche vorstoßen, Apple setzt auch höhere Preise an, und zielt eigentlich auf das (etwas) besserverdienende Klientel - das sich manch einer der Normal- oder sogar Geringverdiener Apple-Produkte über Ratenkauf leisten, weil diese ggü. Freunden und Bekannten hervorstechen wollen, nimmt Apple natürlich gerne mit. Und zumindest mit den Titan und den dann als nachfolge antretenden 90er-Modelle hatte NVIDIA dann auch solche Kunden zu gewinnen versucht - wohl mit Erfolg, nur das diese verständlicherweise kein Interesse an einem 80er-Modell habe.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Man muss nicht mal in diese Bereiche vorstoßen, Apple setzt auch höhere Preise an, und zielt eigentlich auf das (etwas) besserverdienende Klientel - das sich manch einer der Normal- oder sogar Geringverdiener Apple-Produkte über Ratenkauf leisten, weil diese ggü. Freunden und Bekannten hervorstechen wollen, nimmt Apple natürlich gerne mit. Und zumindest mit den Titan und den dann als nachfolge antretenden 90er-Modelle hatte NVIDIA dann auch solche Kunden zu gewinnen versucht - wohl mit Erfolg, nur das diese verständlicherweise kein Interesse an einem 80er-Modell habe.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Gaymer
        Übrigens: Es ist absoluter Blödsinn bei hohen Preisen davon auszugehen, dass die Firmen so schrecklich böse sind. Hohe Preise helfen den Firmen nicht. Die würden viel lieber viel viel mehr Produkte für einen kleineren Preis verkaufen, weil dann der Gewinn viel höher ist.
        Das ist nicht ganz korrekt.
        Es gibt Unternehmen die setzen bewusst auf höhere Preise, um damit eher die Besserverdiener anzusprechen. Jene die auch zeigen wollen, das sie zu den Besserverdiener gehören.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von OField
        Wurde so von AMD schon vor Wochen kommuniziert, genauso wie der Umstand, dass die RT Leistung eher auf 30 Series Niveau ist. Da wäre dein Haken.
        das meinte ich nicht. bzw so nicht.

        Das war eben klar, auch ohne, dass es AMD kommuniziert. Eben aufgrund des Preises.
      • Von schmiefel PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Gaymer
        Und jahrzehnte lange Erfahrung, wie man ein erfolgreiches Unternehmen führt, werden auch nicht dadurch entwertet, dass Du BWL sch... findest.
        Da gab es in der IT-Geschichte schon so manchen "Konzern", der sich für den Nabel des Universums hielt und dann durch Überheblichkeit und dummes Management zu Grunde gerichtet wurde oder zumindest viel von seiner einstigen Position verloren hat (man denke nur u.a. an IBM)
        Zitat von Gaymer
        Aber ich glaube, die Marge wird nicht nur ein bisschen kleiner sein, sondern ich fürchte, AMD reitet hier eine heiße Klinge.
        Das läuft bei AMD garantiert - wie bei den meisten derartigen Konzernen - im Rahmen von Mischkalkulationen. Man darf nie vergessen: wo ein NVIDIA mit seinen Rechenzentren sich eine weitere goldene Nase verdient, hat AMD u.a. auch ein Konsolengeschäft, das für schönes Grundrauschen an Einnahmen und eine gewisse Auslastung (mit v.a. ausentwickelten älteren Produkten) sorgt; oben drauf kommen dann noch CPU- und v.a. das HPC und Servergeschäft. Selbst eine in gewissem Rahmen "subventionierte" GPU-Line (noch dazu bei auch hier gedrosselter Produktion) wird die nicht in den Bankrott treiben, im Gegenteil: jedes Prozent-Pünktchen Marktanteil, das die ggf. dadurch Boden gut machen, wird durch die sensiblen Aktionäre doch gleich wieder belohnt (so wie jedes minimale Minus, und sei es nur ein erwartetes Minus, sofort auch abgestraft werden - das Aktionärsbusiness ist halt v.a. ein Psycho-Spielchen)
        Zitat von 4thVariety
        Der Killerinstinkt den Sack einfach zuzumachen, der fehlt meiner Meinung nach. Den Vorwurf mache ich vor allem Microsoft.
        Denke bei MS liegt es v.a. daran, dass die auch im Endverbrauchermarkt mit Windows&Co auf PC-Seite noch gut Geld verdienen, das dann auch umgekehrt wieder zu Geschäftsentscheidungen in Firmen, Behörden usw. führt, weil dort einfach die gleichen Anwender sitzen. Eine aktuelle Konsole würde zwar rein seitens Rechenleistung auch als Büro-PC taugen (wenn Software und Eingabegeräte plus Treiber mitspielten), aber neben dem IT-Support müsstest das dann v.a. auch deinem Finanzamt verklickern, dass da nicht Halo&Co, sondern Geschäftsbriefe und Buchhaltung im Vordergrund stehen - warum Sony so zögerlich mit dem Thema Support für Maus+Tastatur umgeht, könnte neben dem schönen Zugewinn für extra gechippte und zertifizierte Eingabegeräte, die sich hierbei nur schwer vermitteln ließen, ggf. auch am Kernmarkt Japan liegen, der traditionell einen starken Apple-Fokus hat was Home- und Business-"PC" betrifft, so dass die Notwendigkeit neben den klassischen Controllern auch Tastatur und Maus konsequent zu unterstützen gar nicht gesehen wird. Man muss bei dem ganzen einfach mal auch von der europäisch-zentristischen Weltsicht sich trennen: wir sind schon lange nicht mehr der Nabel der sog. entwickelten Welt und wo anders drehen die Räder auch deutlich anders und Prioritätern sitzen anders. Sobald Sony das als Standard jedoch in seinen Konsolen anbieten würde, würde MS bei seinen sicherlich umgehend nachziehen...
      • Von DasPaul
        Es ist ja nicht so als ob es neu wäre, dass sich die Fertigungsstrukturen verkleinern und die Transichtordichter sich erhöht.

        Ich frag mich nur, wie haben die Halbleiterhersteller dass früher so gemacht (noch gar nicht so lange her), den ganzen technologischen Fortschritt zu bewerkstelligen, ohne dass die Preise in diesem Ausmaß mit anstiegen?

        Vermutlich hatten die armen Halbleiterhersteller keine globalen Plattformen, wo sie, mitsamt der Fachpresse, dem geneigten Kunden die Ohren über steigende Produktionskosten volljammern konnten, um überhöhte Preise zu rechtfertigen, oder es waren einfach Zeiten, wo die Bewertung von AGs, doch tatsächlich noch etwas mit der Realität zu tun hatte....
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