AMD Milan: Dell mit Daten und Preisen zu Epyc 7003
Dell hat wohl eher unfreiwillig die technischen Eckdaten und Preise in US-Dollar für AMD Milan genannt, die als Epyc 7003 vermarktet werden. Im Vergleich zu Intel ist AMDs Angebot mit drei Modellen nahezu mickrig, aber letztendlich eigentlich auch vollkommen ausreichend.
Bisher sind die Milan-Prozessoren von AMD noch nicht offiziell, aber Dell bestätigte schon einmal - wohl eher unfreiwillig, die technischen Eckdaten und Preise für die Epyc-Prozessoren, die mit der Modellgruppe 7003 vermarktet werden. Eine genaue Erläuterung der Ziffern hatten wir bereits gesondert besprochen - die 7 gibt die Produktreihe an, die 3 benennt die Generation. Stelle zwei benennt das Modell und Stelle 3 die Leistung. Am Ende werden die Features mit Buchstaben deklariert.
Drei Modelle nennt Dell von den Epyc 7003, jeweils zwischen 32 und 64 Kerne und doppelt so vielen Threads. Das wird wohlgemerkt nicht alles sein; ältere Gerüchte nannten bereits 13 Modelle, die sich bei Kernen, Takt, Cache und Multisockel-Support unterscheiden. Erwartungsgemäß fallen die Taktraten bei so hohen Kernzahlen im Vergleich zu den gewohnten Desktop-Werten eher niedrig aus, wobei 2,45 GHz Basistakt auf 64 Kernen ganz ordentlich ist. Am Ende geht es darum die TDP-Grenzen einzuhalten, die zwischen 225 und 280 Watt liegen. Öffnet man diese, dürfte auch mehr Takt möglich sein, wenn man das gekühlt bekommt.
Alle Modelle setzen auf den Sockel SP3 und sind mit DDR4 und PCI Express 4.0 ausgestattet. Technisch ändert sich zu Rome eigentlich gar nicht so viel, wären da nicht die neuen Kerne auf Basis von Zen 3, von denen wir bereits wissen, dass sie einen guten Sprung in der Leistung machen. Durch die Optimierungen des Designs konnte AMD bereits im Desktop- (bereits veröffentlicht) und Mobil-Segment (startet im Moment) deutlich zulegen. Zulegen werden auch die Preise - zwischen rund 6 und 16 Prozent teurer wird es. Vermeintlich leicht niedrigere Taktraten der neuen Modelle werden sicher spielend von der architektonischen Seite abgefangen. Beim Sprung vom Epyc 7542 auf den Epyc 7543 verdoppelt sich zudem der Cache auf nunmehr 256 MiByte.
| Prozessor | Preis (EUR) | K/T | Basistakt (GHz) | L3-Cache (MiB) | TDP (W) |
|---|---|---|---|---|---|
| EPYC 7763 | ~6.800 | 64/128 | 2,45 | 256 | 280 |
| EPYC 7H12 | ~6.400 | 64/128 | 2,60 | 256 | 280 |
| EPYC 7713 | ~6.000 | 64/128 | 2,00 | 256 | 225 |
| EPYC 7662 | ~5.100 | 64/128 | 2,00 | 256 | 225 |
| EPYC 7543 | ~2.300 | 32/64 | 2,80 | 256 | 225 |
| EPYC 7542 | ~2.000 | 32/64 | 2,90 | 128 | 225 |
Die Preise sind gewohnt hoch, wenn man das aus Endkundensicht sieht. Im Serversegment kennt man solche Preisschilder. Intel verkauft seine Xeons vom Typ Cascade Lake derzeit mit bis zu 56 Kernen. Die W-Modelle nutzen zwei Dies pro Sockel. Mit einem Die endet das Angebot bei 28 Kernen. Hier sind Preise von über 15.000 US-Dollar nicht unüblich. Insgesamt wird die Bandbreite bei Epyc 7003 wohl vom 8-Kerner mit 180 Watt TDP bis zum 64-Kerner mit 280 Watt TDP reichen.

und müssen auch zwangsläufig angepasst werden.
Das ist aber kein Widerspruch zu deinem Text, ich fand den ziemlich aufschlussreich als Zusammenfassung
was der Stand der Dinge ist.
Selbst beim Händler bekommt man die Dinger teils unterm Listenpreis, klar kriegt der Händler oder gar der Zwischenhändler die Preise ganz anders.
Bei der "Flotte" der Firma meines Vaters haben die auch bei den Autos stets 30-40% unterm Listenpreis eingekauft