AMD: Geschwindigkeitsrennen ist vorbei, HSA gehört die Zukunft
Im Rahmen der Hot Chips 24 betont der Hersteller erneut, das Geschwindigkeitsrennen sei vorbei und vielmehr sei die richtige Lösung für bestimmte Ansätze die Zukunft. AMD möchte mit der Heterogeneous System Architecture (HSA) genau das anbieten.
Wenngleich AMD mit der Steamroller-Architektur wie gehabt auch reine Prozessoren vorantreibt, liegt der Fokus des Unternehmens auf den APUs (Accelerated Processing Units) samt integrierter Grafikeinheit. Auf den ersten Blick mag es nicht einleuchten, warum man eine mäßig schnelle CPU mit einer mäßig schnellen GPU in einem Chip kombiniert - auf den zweiten aber offenbart sich das Potenzial, welches AMD in Zukunft mit der Heterogeneous System Architecture (HSA) ausschöpfen möchte. Schon heute ermöglichen APUs je nach anliegender Aufgabe diese besonders schnell und effizient auszuführen, weswegen AMD dem reinen Geschwindigkeitsrennen eine Absage erteilt - im Endeffekt kommt es aber auch mit HSA schlicht darauf an, bestimmte Berechnungen möglichst schnell abzuarbeiten.
Die Heterogeneous System Architecture (HSA) wird erstmals bei der Kaveri-APU Einzug halten, es folgt Kabini mit den gestern vorgestellten Jaguar-Kernen. Beide APUs nutzen eine "Graphics Core Next"-Grafikeinheit, wie sie auch bei den Radeon HD 7000 genutzt wird. Insbesondere deren Compute-Fähigkeiten samt dem offenen Industriestandard der HSA Foundation und dem gemeinsamen Adressraum erlauben breites Anwendungsspektrum mit hoher Geschwindigkeit sowie Effizienz. Damit beschreitet AMD nicht nur den Weg im Desktop-Segment, sondern auch den Richtung Tablets und eventuell sogar Smartphones. Auf der anderen Seite eignen sich die APUs für Cloud-Computing oder Rechenzentren - wenn denn alles so klappt, wie gewünscht. Teil der HSA Foundation ist übrigens auch ARM und AMD plant entsprechende Chips mit in die APUs zu integrieren.
Heterogenes Computing soll und wird die Zukunft sein - das hat übrigens auch Intel erkannt, nicht umsonst steckt der Hersteller viel Aufwand in kommende integrierte Grafikeinheiten. Nvidia ist mit Tegra 3 bereits in Smartphones angekommen, der Chip verbindet ARM-Kerne mit einer Geforce-GPU.

In den nächsten Jahren wird man sehen wohin das führt und wer dann eher weiter vorne ist. Auch wenn AMD behauptet das Rennen sei vorbei, es ist nie vorbei solange es Konkurrenz gibt.
Die werden sicher froh sein AMD zu haben, deren Gewinn damit hilft auch dem eigenem Gewinn.
mmn steht und fällt hsa mit der verbreitung entsprechender software. aber von einem entwickler zuverlangen auf ein neues ökosystem hin zuprogrammieren, wenn der markt noch nicht mal halbwegs mit entsprechender hardware ausgestattet ist, ist mmn sinnlos. wieviel jahre hat es denn zu win rt gedauert und wieviel begeisterung bringen ihm denn die endanwender entgegen und amd hat noch nicht mal ms´marktmacht. amd kündigt da was (ehrlich) ganz tolles an, aber bei der umsetzung müssen sie ganz von vorne anfangen. weltwirtschaftlich gesehen haben sie erst ein paar prototypen, softwareunterstützung gleich null, von großen kunden die als versuchskaninchen herhalten und den standard mit etablieren hab ich auch noch nix gehört. der weg den amd beschreitet ist sehr gefährlich, ihrer meinung nach vlt der einzige halbwegs sinnvolle, aber es kann schnell passieren das sie ganz allein dastehen, vor allem da keiner in der hsa foundation so zwingend auf deren erfolg angewiesen ist.
Man könnte auch vermuten, dass Intel seine Produktpalette erstmal noch ausreizt und seine Marktmacht dazu nutzt,
noch nicht all zu früh auf den Zug aufzuspringen, Erst werden die Kühe noch eine Weile gemolken.
Die Softwareindustrie könnte sich daher auch wenig motiviert fühlen, sich kurzfristig auf Multicorekompatiblität zu konzentrieren,
was wiederum dazu führen kann, dass AMD trotz der fortschrittlicheren Technologie sich hinten anstellen darf,
rudert teilweise sogar zurück um den Anschluß nicht zu verlieren.
Das gleiche hatten wir schon bei der 64-Bit Erweiterung in CPUs.
Der Athlon64 hatte sie, die x64 Version von XP war aber für die Katz und Intel sagte damals
sowas wie "ist noch zu früh, braucht noch keiner" und schon war die IT-Welt wieder auf Intel geeicht.
Erst seitdem Intel auch die 64Bit Erweiterung anbietet, rückt auch die Softwareindustrie in wesentlich größeren Schritten nach.
Denn natürlich ist es für den Marktführer ein leichtes, Innovationen durchzusetzen oder auch auszubremsen wie man es für sinnvoll hält.
Das sollte man nicht ausser Acht lassen.
AMD macht das was langfristig gesehn für sie am besten ist und Intel macht das gleiche. Wenn AMD warten würde bis die aktuelle X86 Welt untergeht, wäre spätestens dieses Datum das Todesurteil für AMD, man versucht sich also langsam aber sicher in Richtung Zukunft zu bewegen. Momentan serviert AMD nicht Fisch nicht Fleisch sondern Flisch
Da bleibt es nicht aus, dass man mit alt ehrwürdiger Software den kürzeren zieht und in Benchmarks kein Land sieht.
Intel macht sich intern auch schon für den Umbruch bereit, denn sie selbst werden letztendlich das Ende der X86 Architektur einleiten, aber mit dem Unterschied das man genug Geld und Fabs hat, um mehrere Technologien simultan zu entwickeln. Intel weiß sehr wohl das die Zukunft HSA gehört und man wird sicherlich wenn es Marktrelevant wird, etwas haben um AMD und NV die Stirn zu bieten.
Das Gejammer bei den Grafikkarten Preisen kann ich nicht verstehn, zumal der schwache EURO nicht ganz unschuldig an den aktuellen Preisen ist
Meine erste High End Grafikkarte hat damals auch schon etwa 650DM gekostet, also gute Grafikkarten waren schon immer teuer.
Die schnellsten Prozessoren stellt derzeit Intel. AMD hat derzeit nicht die Mittel, um an diesem Rennen weiterhin chancenreich teilnehmen zu können. Was macht man also? Man sucht sich Partner, erklärt die derzeitige Entwicklung für tot, prokammiert eine andere Richtung und geht mit möglichst großen Schritten voran. AMD riskiert damit sehr viel, vielleicht zu viel. Es ist eine Rochade. Ein Zug, den man nur einmal machen kann, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Ich hoffe die AMD-ARM-Allianz zieht nun konsequent weiter am Strang. Wenn die Softwareentwicklung die Technik aufgreift, dann könnte die Rochade glücken und AMD wieder ein paar Bauern durchbringen.
gut auf den punkt gebracht, sehe ich auch so...
Wenn der nach hinten losgeht, siehts schlechter aus für AMD als zuvor...Kapital und Ressourcen vernichtet.
Aber nach meiner Einschätzung macht AMD genau das richtige:
Nutzt den vorhandenen techn. Vorsprung bei den APUs und setzt auf Jointventures, um die Marktausrichtung (künftige Konsolen, Notebooks, Tablets und Co) zu beeinflussen.
Man sollte definitiv repsektieren und anerkennen, das auch "Größe" dazugehört, einen "Kampf" für verloren zu erklären, wenn man auf unabsehbare Zeit nicht mehr aufholen kann...zumal es ein never-ending Spiel ist, was Sie durchaus auch erfolgreich weiterhin in Ihrer Grafikkartensparte ausleben können.
Rückblickend würde ich jetzt schon sagen, das sich der ATI Kauf strategisch auf jeden Fall gelohnt hat!