AMD Genoa Epyc 9664: 96-Kerner ist die Flaggschiff-CPU mit 400 W TDP [Gerücht]

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Ein Twitter-Leaker konkretisierte seine Daten zu AMDs Epyc-CPUs mit Codename Genoa. Das neue Flaggschiff soll Epyc 9664 heißen und 400 W aufnehmen.
Quelle: AMD

Der Twitter-Leaker "Yuuki_ans" konkretisierte seine Daten zu AMDs Epyc-CPUs für den Serverbereich mit Codenamen Genoa. Demnach soll es sich beim Flaggschiff nun um den Epyc-9664-Prozessor mit 96 Kernen, 192 Threads, einem Takt von über 2,25 GHz sowie einer TDP von 400 W handeln.

Ebenso wie AMDs Raphael-CPUs für das Desktop-Segment, sollen im zweiten Halbjahr 2022 auch die Alternativen für die Serverabteilung erscheinen, die der Hersteller unter der Epyc-Brand vermarktet. Damit stünde die vierte Generation von AMDs Server-Prozessoren für Geschäftskunden ins Haus, die diesmal unter dem Codenamen Genoa laufen.

Neues Flaggschiff Epyc 9664 mit 400 W TDP und 3,8 GHz Turbotakt?

Der Twitter-Leaker "Yuuki_ans" veröffentlichte vor Wochen bereits eine lange Liste mit vermeintlichen Modellen an neuen Epyc-9000-CPUs. Damals wurde noch ein Epyc 9654P als Flaggschiff ausgezeichnet. Das P-Suffix steht in diesem Zusammenhang für eine Einzel-Sockel-CPU, die mit 96 Kernen, 192 Threads, 384 MiB L3-Cache und einem Takt von bis zu 2,15 GHz bei einer TDP von 360 W aufwarten soll. In einem neuen Tweet von vor ein paar Tagen, glaubt Yuuki_ans, ein neues Flaggschiff ausfindig gemacht zu haben. Nun soll der Epyc 9664 diese Rolle übernehmen, ein weiterer 96-Kerner, jedoch mit einer TDP von 400 W und einem Basistakt von 2,25 GHz, der im Boost die 3,8 GHz erreichen können soll, so jedenfalls Yuuki_ans.

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Verglichen mit der Vorgängergeneration Milan auf Zen-3-Basis, kommt das Genoa-Flaggschiff mit einem deutlichen Cache-Plus daher. So sei jeder CCD mit 32 MiB Cache ausgestattet (insgesamt 384 MiB) inklusive der 96 MiB L2-Cache, was letztendlich 480 MiB bedeute. Das Milan-Flaggschiff Epyc 7763 soll dagegen nur mit einem Cache von 288 MiB auskommen.

Auch interessant: AMD Ryzen 7000: Treiber-Patch bringt TrueAudio-Support für Raphael

Die neuen Genoa-CPUs des Epyc-9000-Line-ups von AMD basieren wie Raphael auf der Zen-4-Architektur. Als Sockel kommt der neue SP5 mit 6.096 Pins, gepaart mit Unterstützung für DDR5-5200-Speicher sowie 128 PCI-Express-5.0-Lanes zum Einsatz. Gerüchten zufolge sollte die TDP der Genoa-CPUs in der Spitze noch 700 Watt erreichen können. Bei Yuuki_ans früherem Leak wurden 18 neue Modelle aufgedeckt, die die Produktfamilie anfangs beinhalten soll. Diese werden in Modelle mit F-Suffix für besonders hohen Takt, Modelle mit P-Suffix für Einzel-Sockel-Prozessoren und elf weitere normale Chips unterschieden.

Quelle: Videocardz

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das war aktuelles 30.7 mit allen Optionen (SMT, AVX2) und 8k in place. Mein Standardsetting, um die Power Limits der Mainboards auszutesten und beim B660 Pro RS sind halt 125 W PL1 fix im UEFI hinterlegt. Ich habe zugegebenermaßen nicht überprüft, ob ein gewisses Unterreporting vorliegen könnte (weil die Platine mit dieser Verkrüppelung direkt aus dem Test flog), aber andere Asrock-Modelle sind bislang nicht negativ aufgefallen. Im Gegenteil, dass technisch ähnliche H670 Riptide hat bei angezeigten 241 W Package Power sogar eine deutlich unterdurchschnittliche reale Leistungsaufnahme, trotz extrem heißer und somit nicht übermäßig effizienter Wandler.

        Diese Reserven müssen aber nicht allein auf Intel zurückgehen; die Sockel-1700-Mainboards haben viel mehr Einfluss auf die Kernspannung als bei AMD. In dem Fall lagen bei 125-W-Volllast nur 1,072 V an, während beispielsweise ein Asus B660-G mit 1,254 V unterwegs ist und dann bei 4,6 GHz schon ins 241-W-Power-Limit rennt. (E-Cores: 3,65 bei Asus, 3,4 bei Asrock) Die 4,3 GHz passen aber grob zu Intel-Launch-Folien, denen zu Folge Alder Lake bei 125 W den 11900K [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] schlagen soll, also denke ich nicht, dass Asrock hier Risiken eingeht. Es viel mehr so, dass sehr viele Mainboards viel zu hohe Werte setzen, mutmaßlich um OC-Potenzial zu suggerieren. Das ist natürlich Gift für die Effizienz, zumal die Alder-Lake-Desktop-SKU ohnehin weit oberhalb ihres Sweetspots laufen, um AMDs Kernmonstern auch in Awendungen Paroli bieten zu können.

        Aber im Server-Geschäft ist genau das Gegenteil üblich und allgemein lässt Intel etwas mehr Spielraum bei den Basis-Specs. Um genau zu sein: Die habe ich noch nie gesehen. Ein i9-10900K hat @125 W 3,90 bis 3,95 GHz statt spezifizierten 3,7 gemacht; der i9-9900K bei 95 W bis zu 4 GHz. +10 Prozent sind also, wenn die Kernspannung stimmt, durchaus drin – außerhalb synthetischer Belastungstests (alle Zahlen Prime 95 [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]) entsprechend mehr.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das war aktuelles 30.7 mit allen Optionen (SMT, AVX2) und 8k in place. Mein Standardsetting, um die Power Limits der Mainboards auszutesten und beim B660 Pro RS sind halt 125 W PL1 fix im UEFI hinterlegt. Ich habe zugegebenermaßen nicht überprüft, ob ein gewisses Unterreporting vorliegen könnte (weil die Platine mit dieser Verkrüppelung direkt aus dem Test flog), aber andere Asrock-Modelle sind bislang nicht negativ aufgefallen. Im Gegenteil, dass technisch ähnliche H670 Riptide hat bei angezeigten 241 W Package Power sogar eine deutlich unterdurchschnittliche reale Leistungsaufnahme, trotz extrem heißer und somit nicht übermäßig effizienter Wandler.

        Diese Reserven müssen aber nicht allein auf Intel zurückgehen; die Sockel-1700-Mainboards haben viel mehr Einfluss auf die Kernspannung als bei AMD. In dem Fall lagen bei 125-W-Volllast nur 1,072 V an, während beispielsweise ein Asus B660-G mit 1,254 V unterwegs ist und dann bei 4,6 GHz schon ins 241-W-Power-Limit rennt. (E-Cores: 3,65 bei Asus, 3,4 bei Asrock) Die 4,3 GHz passen aber grob zu Intel-Launch-Folien, denen zu Folge Alder Lake bei 125 W den 11900K [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] schlagen soll, also denke ich nicht, dass Asrock hier Risiken eingeht. Es viel mehr so, dass sehr viele Mainboards viel zu hohe Werte setzen, mutmaßlich um OC-Potenzial zu suggerieren. Das ist natürlich Gift für die Effizienz, zumal die Alder-Lake-Desktop-SKU ohnehin weit oberhalb ihres Sweetspots laufen, um AMDs Kernmonstern auch in Awendungen Paroli bieten zu können.

        Aber im Server-Geschäft ist genau das Gegenteil üblich und allgemein lässt Intel etwas mehr Spielraum bei den Basis-Specs. Um genau zu sein: Die habe ich noch nie gesehen. Ein i9-10900K hat @125 W 3,90 bis 3,95 GHz statt spezifizierten 3,7 gemacht; der i9-9900K bei 95 W bis zu 4 GHz. +10 Prozent sind also, wenn die Kernspannung stimmt, durchaus drin – außerhalb synthetischer Belastungstests (alle Zahlen Prime 95 [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]) entsprechend mehr.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Er kann bei 125 W Package Power und inaktiver IGP aber selbst in Prime 95 4,3 GHz erreichen, was auf halber Strecke zwischen spezifiziertem Basis- und Turbo-Takt liegt.
        Sind die Baseclocks bei Intel wirklich derart konservativ gewählt oder war das ein Prime95-Run ohne AVX?
        Wenn ich mir das bei mir aufm Ryzen ansehe - bei Werkseinstellungen unter Prime95 (mit AVX) kommt der 5950X ziemlich genau da an wo AMD den Basistakt angibt. Bei "realer" Vollast aus "echten" Anwendungen die nicht ganz so extrem reinknallen wie Prime sinds auch nur wenige 100 MHz mehr.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        55 W TDP sind es beim 12900HX statt 33 W. Allerdings sind da auch noch einmal 8 E-Kerne extra drin und ein Speicherkanal je 4 P-Kerne statt nur einer je 12 und eine GPU. Insbesondere letztere sollte man beim Energiebudget nicht unterschätzen.
        Und bei Genoa sollte man auch nicht den I/O Part unterschätzen, der wird sich da auch ordentlich an Strom genehmigen.
        Allein was die Kerne betrifft, wird man da eher dann bei um die 3W landen, wenn nicht sogar noch leicht darunter.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        55 W TDP sind es beim 12900HX statt 33 W. Allerdings sind da auch noch einmal 8 E-Kerne extra drin und ein Speicherkanal je 4 P-Kerne statt nur einer je 12 und eine GPU. Insbesondere letztere sollte man beim Energiebudget nicht unterschätzen. Der 12900K ist zum Beispiel mit 125 W und 3,2 GHz Basistakt spezifiziert. Er kann bei 125 W Package Power und inaktiver IGP aber selbst in Prime 95 4,3 GHz erreichen, was auf halber Strecke zwischen spezifiziertem Basis- und Turbo-Takt liegt. Wenn ähnliches für den HX gilt, würde er @TDP 50 Prozent höher takten als der 9664, in normalen Workloads möglicherweise noch höher, und wäre nicht mehr vergleichbar. Beziehungsweise er würde @2,25 GHz weitaus weniger als 55 W verbrauchen – wieviel kann ich mangels Tests aber nicht sagen.

        Leider hat Intel auch keine aktuellen Manycore-CPUs mit passenderem Taktfenster im Angebot. Von einem 1,1-bis-4,7-GHz-Dualcore (mit 4,5 W Base Power je P-Kern abzüglich E-Cores und IGP) hochzurechnen wäre verdammt spekulativ – und am Ende muss man ja sowieso gucken, was jeder einzelne Kern überhaupt leistet. Ansonsten wäre ja ein Xeon Phi 7290 das Maß aller Dinge. (72 Kerne – und 288 Threads – @245 W = 3,4 W pro Kern. Zwar nur bei 1,6 GHz, das aber in 14 nm und bevor es überhaupt die erste Zen-CPU gab.)
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Idealer Testkandidat für den PCGH "27P"-Benchmark, der letztens im Video ungewollt verkündet wurde. ^^
        Zitat von onkel-foehn
        Ja, immer rein mit den Watt´s !
        Kann ja nie schaden, und juckt die anderen (NV/INTEL) und deren "Jünger" auch nicht.

        MfG Föhn.
        Die passenden Anwender werden das Ding lieben und der Verbrauch ist wahnwitzig gering pro Kern, das schafft Intel niemals!
        4 Watt pro Kern ist ja so, als wenn ein typischer Spiele-PC dann 8x4=32 Watt benötigt. Da kann Intel dann aber getrost einpacken, denn unterhalb der 100 Watt Marke haben die kaum noch Leistung, da die Technik dann wesentlich stärker bremst als bei AMD.
        Sieht man ja an der aktuellen CPU-generation, die erfüllen nicht einmal die Standardeinstellungen laut Herstellerangabe, das ist einfach lächerlich und Kundenbetrug (ich nenne jetzt mal einen Lasttest, wo dann nur noch 1Ghz bei den E-Cores ankommt, weil das Wattlimit so stark abbremst).
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